Im ersten von fünf zweitägigen Workshops diskutieren am kommenden Montag und Dienstag, 8. und 9. Februar, Fachkräfte und andere Beteiligte über das Thema Kinderschutz. Die Ideen-Werkstatt findet am kommenden im Famous (Annenstraße 120) statt. In diesem ersten Treffen geht es darum, diejenigen Themen herausarbeiten, an denen in den zukünftigen vier Werkstätten gearbeitet wird. Eingebunden werden sollen alle am Kinderschutz beteiligten Berufsgruppen –beispielsweise auch Richter und Mediziner – sowie natürlich die Empfänger der Hilfen: die Familien bzw. Eltern.
Der Hintergrund: Um seine gute Arbeit zusätzlich zu verbessern, nimmt das Wittener Amt für Jugendhilfe und Schule als Teilnehmer des Praxisentwicklungs- und Forschungsprojektes „Aus Fehlern lernen - Qualitätsmanagement im Kinderschutz" teil. Im Zeitraum April 2009 bis November 2010 ist Witten Modellkommune in einem Projekt, das bundesweit über 40 Kommunen und ihre für den Kinderschutz verantwortlichen Jugendämtern in einem dialogischen Qualitätsentwicklungsprozess anleiten und unterstützen will. Gemeinsam soll die Kinderschutzarbeit in einer Region reflektiert und weiterentwickelt werden. Als Wittens Partnerkommunen wurden Lünen, Hattingen und Herdecke ausgewählt.
Das Projekt unterstützt die Kinderschutzfachkräfte bei der Entwicklung eines selbstbewussten Rollenprofils, um das Negativ-Image von Kinderschutz-Einrichtungen (und nicht zuletzt der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe) zu überwinden. „Aus Fehlern lernen“ hilft, die programmatischen und methodischen Kompetenzen in der Fallarbeit zu stärken und fördert eine achtsame Kinderschutzpraxis, die sich selbst reflektiert.
(05/02/10 – lk)
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