„Witten ist mit seinen bereits umgesetzten Energiesparmaßnahmen und seinen energetischen Ambitionen ein optimaler Wettbewerber – wir sind also im doppelten Sinne mit dem Herzen dabei“, waren sich Planungsamtsleiter Franz Buresch und sein Projekt-Team einig. Denn mit Wittens „Herz“ – einem 2057 Hektar großen Pilotgebiet von Heven über Stadtmitte bis nach Annen – hat das Planungsamt innerhalb kürzester Zeit unter Hochdruck eine Bewerbungsschrift zur „InnovationCity Ruhr“ gezaubert.
Bei der Vorstellung am Donnerstag, 20. Mai, war man sich auf Tuchfühlung mit der Photovoltaik-Anlage der Otto-Schott-Realschule sicher: Wo Witten mit dem kommunalen Klimaschutzkonzept und der Teilnahme am European Energy Award bereits 2008 die Weichen gestellt hat, will die Stadt jetzt anknüpfen. Mehr noch: „Witten geht vor!“. Unter diesem Bewerbungsmotto hatte die Verwaltung am 14. Mai fristgerecht ihre Bewerbung zur „InnovationCity Ruhr“ eingereicht – und war damit in der 53 Städte starken Ruhr-Region bei Bewerbungsschluss eine von 16 Kommunen, die sich um eine Förderung aus dem 2,5 Milliarden Euro schweren „InnovationCity Ruhr“-Paket bemühen. Ausgelobt ist für den Gewinner eine Förderung über eine Dauer von zehn Jahren, in denen Mittel des Landes NRW, der privatwirtschaftlichen Unternehmen und Mittel aus Wissenschaft und Forschung die energetische Optimierung der „InnovationCity-Pilotstadt“ anschieben.
Getragen wird Wittens Bewerbung nicht nur von der Verwaltung, sondern einhellig von allen Ratsfraktionen sowie von zahlreichen Unternehmen und Privatleuten.
Und was, wenn Witten nicht gewinnt? „Dann hat uns der Wettbewerb mindestens zu weiteren Schritten ermutigt und wir können von den Ergebnissen aller beteiligten Kommunen und der wissenschaftlichen Begleitung profitieren“, betonten Franz Buresch, Jochen Kral, Andreas Müller und Dieter Weitz. Die Entscheidung, ob Witten in die zweite Wettbewerbsphase mit fünf Finalisten eintreten wird, fällt eine Fachjury bestehend aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtplanung und zivilgesellschaftlichen Organisationen bereits Mitte Juni.
Bewerbungsschrift zur „InnovationCity Ruhr“ (PDF)
(20/05/10 – lk)
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