Projekte 2013  - Stadt Witten

Projekte 2013/ Übersicht

Im Rahmen des Lokalen Aktionsplans (LAP) sind für 2013 folgende Projekte bewilligt:

  • Freeze + Famous RAP-Connection 2, Verein für Kinder- und Jugendförderung Witten Annen e. V.
  • Bandbreite, Werkstadt
  • Einfaches Wunder - zum 20jährigen Bestehen des Tanztheaters ABRAKADABRA 2013, Ev. Jugend
  • Aktionsfond Jugend 2013
  • Internationales Partnerschaftsjugendcamp, Partnerschaftsverein Witten
  • Wir werden Friedensstifterschule, Förderverein der Crengeldanzschule
  • Ringen um Toleranz und Freundschaft, KSV Witten 07 e. V.
  • Schmelztiegel Ruhrgebiet: Interkulturelle Begegnung bei Spiel, Sport und gemeinsamer Spurensuche, FSV Witten
  • Schwimmkurs, AWO Jugendmigrationsdienst

 

Der Wittener Begleitausschuss zur Vergabe der Fördermittel für das Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" hat jetzt neun neue Projekte für das Jahr 2013 ausgewählt.

Im Begleitausschuss, der über die Projektvergabe im Rahmen des lokalen Aktionsplans in Witten befindet, arbeiten neben städtischen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Fachämtern auch Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik, von sozialen Trägern , aus Sport und Kultur, und aus dem Kinder- und Jugendparlament mit.

Gefördert werden in diesem Jahr das gemeinsame Musikprojekt der Jugendeinrichtungen Freeze und Famous „Rap-Connection 2", ein internationales Jugendcamp des Partnerschaftsvereins Witten in der Partnerstadt Mallnitz, das Kulturprojekt „Bandbreite“ der Wittener Werkstatt für Toleranz, gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit, das Projekt „Wir werden Friedensstifterschule“ des Fördervereins der Crengeldanzschule, die Produktion "Einfaches Wunder" zum 20-jährigen Bestehen des Tanztheaters ABRAKADABRA der Ev. Jugend, das Sportevent „Ringen um Toleranz und Freundschaft des KSV Witten“, ein Schwimmkurs für Mädchen mit Migrationshintergrund des Jugendmigrationsdienstes der AWO, und das internationale Fußballturnier „Schmelztiegel Ruhrgebiet“ des FSV Witten, an dem auch eine jüdische Mannschaft aus Frankfurt und ein Team aus unserer polnischen Partnerschaft Tczew teilnehmen. Wie immer wird auch die externe Koordinierungsstelle der VHS Witten/Wetter/Herdecke gefördert.

„Wir freuen uns, dass auch im dritten und letzten Jahr des Förderprogramms nochmal viele kreative und soziale Projekte gefördert werden können“, sagt Michael Lüning, Leiter der Abteilung Jugendförderung im Amt für Jugendhilfe und Schule und städtischer Koordinator  für die Umsetzung des lokalen Aktionsplans in Witten.

Dem Begleitausschuss lagen insgesamt 18 Anträge vor, von denen neun bewilligt wurden. Von den 86.000 Euro, die insgesamt zur Verfügung standen, wurden somit schon 73.000 Euro vergeben. Ein Teil der übrigen 13.000 Euro soll wieder in einen „Aktionsfond Jugend“ fließen, aus dem insbesondere Kleinprojekte von Jugendlichen gefördert werden soll. „Es gibt auch schon viele gute Ideen, die in einer Zukunftswerkstatt des Kinder- und Jugendparlamentes entwickelt wurden“, berichtet Lüning. Dafür braucht das KiJuPa noch Kooperationspartner, die als Antragssteller die Projekte gemeinsam mit den Jugendlichen durchführen sollen. Außerdem soll noch eine Abschlussveranstaltung und eine Dokumentation sämtlicher Projekte des lokalen Aktionsplans, die aus dem Programm "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wurden, finanziert werden.

Weitere Infos zum Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" erhalten sie bei der lokalen Koordinierungsstelle, Michael Lüning unter Tel. 581-5190 oder der externen Koordinierungsstelle, Susanne Klönne von der VHS unter Tel. 581-8680.

Faltblatt Lokaler Aktionsplan (LAP) 2013

Tag und Nacht für Toleranz - "Denkanstöße" bei Stellwerk e.V.

Unter dem Titel Wir für Demokratie - Tag und Nacht für Toleranz haben am 16.04.13 bundesweit in allen Kommunen mit einem lokalen Aktionsplan besondere Veranstaltungen - gefördert aus dem Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" - stattgefunden, die das Engagement all derjenigen lebendig und erlebbar machten, die sich tagtäglich für unsere Demokratie einsetzen. "Wir freuen uns, dass das Bundesfamilienministerium für den lokalen Aktionsplan Witten diese einmalige Veranstaltung mit zusätzlichen Bundesmitteln in Höhe von 4000,- € gefördert hat", teilt der Leiter der internen Koordinierungsstelle der Stadt Witten Michael Lüning mit.

Unter dem Motto "Denkanstöße" hat die Kulturinitiave Stellwerk am Dienstag, den 16.04.13 drei Künstlergruppen ins Knut's, Wiesenstr. 25, geholt, die uns beeindruckende Einblicke in fremde Lebenslagen geliefert haben.

Gestartet wurde mit "Wie schmeckt dein Leben?", eine der jüngsten Produktionen der Bochumer Regisseurin Lene Keckeisen. Gemeinsam mit insgesamt 16 Menschen unterschiedlichster Herkunft erarbeitete sie ein schillerndes Theaterstück über das Drunter und Drüber in einer deutschen Großküche. Die Gäste fressen und der Chef macht Stress. Er selbst unterliegt den Regeln des Lebensmittelüberwachungsamtes. Als eine neue Mitarbeiterin aus Pakistan erscheint, geschieht noch mehr: Erinnerungen an die Heimat werden wach. Eine Praline verzaubert die Mitarbeiter und bringt einen Hauch von Orient in den Arbeitsalltag. Die Küche wandelt sich in einen Ort der Begegnung, der Freude und Ausgelassenheit. Kann Chili unserem Leben Wärme geben? Kann Safran es bunter machen? Und was sagt eigentlich der Chef dazu? In diesem Stück mischen sich Fiktion mit realen Erlebnissen der Teilnehmer, Träume mit Alltagsbetrieb. Mit einer Fotoausstellung und einem Reisebericht entführte Annie Sauerland die Gäste anschließend zum Gazastreifen. Sie arbeitete dort als Fotografin und begleitete zwei junge Schwestern (13 und 15 Jahre), die gegen alle gesellschaftlichen und politischen Widerstände mit der Fischerei den Lebensunterhalt für ihre Familie verdienen. Abgerundet wurde der Abend mit einer Produktion von Dimitri Schwartz und Mascha Schneider, die mit Franz Kafkas "Ein Bericht für eine Akademie" die Geschichte der Menschwerdung erzählen und gewohnte Perspektiven mit satirischem Spiel ordentlich durcheinander bringen. 

Die Künstler standen nach den Beiträgen für lockere Gespräche bei Musik und Getränken zur Verfügung. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" und als gesondert gefördertes Projekt des lokalen Aktionsplans Witten, in Kooperation mit der VHS Witten-Wetter-Herdecke und dem Amt für Jugendhilfe und Schule statt. Weitere Infos unter www.studiostellwerk.de

 

KSV-Projekt "Ringen um Toleranz und Freundschaft"

Am 15.05.13 fand in der Husemann-Sporthalle die Abschlussveranstaltung des LAP-Projekts des KSV Witten statt. Im Rahmen der 23. Internationalen Stadtschulmeisterschaft hieß das Motto für die beteiligten Wittener Grund- und Förderschulen "Ringen um Toleranz und Freundschaft". Bereits im Vorfeld hat es an vielen Grundschulen Kreativ - und Malworkshops gegeben, in denen die Kinder ihre Sichtweise und Vorstellungen von Toleranz und Freundschaft im Ringersport an Leinwänden und Bildern zum Ausdruck gebracht haben. Die gesammelten Kunstwerke waren dann auch in der Husemannhalle zu bestaunen. Hunderte von Grundschülern kämpften derweil in zwei Altersklassen auf vier großen Matten um die Wittener Schulmeisterschaft. Alle Teilnehmer-/innen erhielten eine Urkunde, die ersten drei eine Medaille und die siegreiche Schule einen Pokal. Dazu gab es für die erstplatzierten Schulen Preisgelder.  
Der Ringkampfsport hat in vielen Teilen der Welt eine eine große Verbreitung, hohes Ansehen,  und eine lange Tradition. Viele in Witten lebende Migrantinnen und Migranten kennen den Ringkampfsport aus ihrem Heimatland und möchten ihn in ihrer neuen Heimat betreiben.
Die Teilnahme an der "Wittener Stadtschulmeisterschaft im Ringen" und die vorgeschalteten sportspezifischen und interkulturellen Vorbereitungsaktivitäten eröffneten Schülerinnen und Schülern der Wittener Grund- und Förderschulen diese Möglichkeit.
In den letzten Jahren haben bis zu 500 Kinder aus bis zu 14 Wittener Grund- und Förderschulen an ähnlichen Projekten teilgenommen.  Es werden Geldprämien für die engagiertesten und erfolgreichsten Schulen ausgelobt.
Das bislang praktizierte Modell wurde modifiziert und im Sinne des Projekttitels "Ringen um Toleranz und Freundschaft" erweitert. Dazu haben Trainer und Übungsleiter der Wittener Vereine KSV Witten und SU Annen sowie des Ringerverbandes NRW und des Deutschen Ringer-Bundes sportartspezifische Vorbereitungsmaßnahmen in allen teilnehmenden Grund- und Förderschulen angeboten.
Daneben vermitteln Referenten in Zusammenarbeit mit den Schulen die künstlerisch erarbeiteten Integrations- und Gewaltpräventionsaspekte, die der Ringkampfsport beinhaltet, die durch ihn erkannt, entwickelt und erweitert werden:  Respekt, Höflichkeit, Freundschaft, Wertschätzung, Selbstbeherrschung, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Mut, Bescheidenheit, Ernsthaftigkeit ...
Dies erfolgte durch die kreative Erarbeitung des Themas "Arten und Formen, Geschichte, Tradition, sozialer und integrativer Stellenwert des Ringkampfes in Witten, Deutschland, Europa und weltweit". Alle Teilnehmer-/innen wurden mit Motto-T-Shirts ausgestattet. 

Projekte des Aktionsfonds Jugend 2013 sind verabschiedet

Im Rahmen des vom Begleitausschuss des lokalen Aktionsplans Witten beschlossenen Aktionsfonds Jugend, sind die Entscheidungen über die Förderung der Microprojekte von Jugendlichen für 2013 gefallen. Eine Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Kinder- und Jugendparlaments, der Wittener Werkstadt als Projektträger und des Amtes für Jugendhilfe und Schule, hatte dabei die Qual der Wahl, da die Vielzahl der Ideen und die beantragten Fördermittel knapp über dem zur Verfügung stehenden Fördervolumen lag.
„Die Jugendlichen haben sich tolle Aktionen einfallen lassen und sehr kreative Projektideen eingereicht“, freut sich Michael Lüning von der internen Koordinierungsstelle der Stadt Witten und weist darauf hin, „dass mit der Entscheidung im Begleitausschuss des LAP die Fördermittel für die Jugendprojekte erfreulicherweise auf 10.000,- € aufgestockt wurden.“ Damit können in 2013 deutlich mehr Projekte von Jugendlichen gefördert werden als im vergangenen Jahr.

So erhält die Arbeitsgemeinschaft u14 des Kinder- und Jugendparlaments eine Förderung für das Projekt "Toleranz der Nationalitäten". Dabei soll eine Sticker- und Plakataktion an Schulen umgesetzt werden.
Des Weiteren wird in der Jugendeinrichtung Treff° ein Antirassistisches Musikfestival stattfinden.
Florian Backhaus wird ein Siebdruck-Workshop zum Thema Rassismus, Faschismus und Sexismus anbieten.
Am Schiller-Gymnasium sollen ebenfalls ein Workshops gegen Rassismus stattfinden, in denen eine Auseinandersetzung mit dem Thema in den Bereichen Graffiti, Theater und Musik umgesetzt werden soll.
In Kooperation mit dem Verein Grenzfrei, möchten Jugendliche im Treff° eine multikulturelle und subkulturpluralistische Musikveranstaltung unter dem Titel Punk´n Rap durchführen.
Interessant wird sicherlich die "Theatrale Stadtführung" von jungen Studentinnen durch das Wiesenviertel. Diese in das Wiesenviertelfest eingebundene Führung möchte mit theatralen, performativen und musikalischen Elementen an unterschiedlichen Stationen die kulturelle Identifikation, Stadt- und Viertelidentität, aber auch Zuwanderungsgeschichten und Fremdenfeindlichkeit, sowie persönliche Geschichten von Bürgerinnen und Bürgern in Witten erlebbar machen.
Am Albert-Martmöller-Gymnasium wollen sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines "DJ-Kurses" mit den Themen Toleranz und Demokratie auseinandersetzen.
Im August wird unter dem Titel "Destruktiva" ein audiovisuelles Festival stattfinden. Dabei sollen durch alternative Kunstformen die Besucher im Treff° einbezogen und so versucht werden Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein tolerantes und vielseitiges Verständnis von Kunst und Kultur zu vermitteln.

Boris Graue vom Projektträger Werkstadt: „Wir werden die Jugendlichen bei ihren Projekten begleiten und unterstützen. Sie haben mit der Werkstadt eine Anlaufstelle und können unsere fachliche Beratung in Anspruch nehmen.“

Die Werkstadt und die Koordinierungsstelle werden weiter über die Umsetzung der Projekte des Aktionsfonds Jugend berichten.

Stadterkundung/Stadtinszenierung Witten - Projekt Aktionsfond Jugend

Am 6.7. 2013 fand als erstes Projekt des Aktionsfonds Jugend unter dem Titel Stadterkundung // Stadtinszenierung Witten innerhalb des Wiesenviertelfestes ein besonderer Rundgang durch das Wittener Wiesenviertel statt. Die Gruppe freischaffender Künstlerinnen Yanna Thönnes, Rahel Spöhrer, Amanda Bailey, Lene Keckeisen und Neele Hülcker traten mit den Menschen aus dem Wiesenviertel in Kontakt, führten viele Gespräche und Interviews, beschäftigten sich mit Biographien, Geschichten und aktuellen Themen der Nachbarschaft. Hierbei sammelten sie eine Vielzahl von Materialien, Bildern und Klängen, um diese szenisch/performativ aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Auf diese Weise entstanden verschiedene Stationen, die auf dem Rundgang unter der Leitung des/der Stadterkunders/in angelaufen wurden. Die Stationen umfassten völlig verschiedene Formate, mal sang die Belegschaft des Hutladens „Der Hutsalon“ dem Publikum Gospels vor, ein anderes mal wurden die Menschen in den Hinterhof der Klempnerei Rau geführt, in dem eine Installation aus vielen alten Familien-Fotos der Familie Rau und historischen Aufnahmen des Wiesenviertels zu sehen waren, gleichzeitig lief die Aufnahme eines Interviews mit Herrn Rau Senior, der über die Vergangenheit des Familienbetriebes sprach und Bilder aus einem vergangenen Witten vergegenwärtigte. Bei einer weiteren Station betrat die Gruppe auf Anweisung des Stadterkunders die Hinterräume der Schneiderei von Renate Kowall, um eine Noise-Performance der Schneiderin zu beobachten, bei der sie ihre Näh- und Schneidemaschinen als Instrumente benutzte. Eine andere Station war das Klim-Bim, in dem ein Performer einige der vielen Geschichten und Legenden, welche sich um die Kneipe ranken, mit Leib und Seele zum Besten gab. Das Publikum wurde außerdem an einem seltsam anmutenden Stand mit Flyer vorbei geführt, an dem zunächst unklar, ob inszeniert oder nicht, ein Mann scheinbar Werbung für das Wiesenviertel machte. Themen wie Nationalstolz, geografische Grenzziehungen, bürgerlich verpackter Rechtsradikalismus wurden hierbei subtil in den Vordergrund gerückt und auf ihre Erscheinungsformen hin befragt.

Am Ende der Erkundungstour bestand die Möglichkeit noch eine Videoinstallation im Studiosaal des Knuts zu besuchen: Verschiedene Ladenbetreiber des Wiesenviertels waren 5 Minuten lang vor ihrem Geschäft gefilmt worden, dazu war eine Collage aus Geräuschen und Interviews mit Menschen aus dem Wiesenviertel zu hören.

Schmelztiegel Ruhrgebiet: Interkulturelle Begegnung bei Spiel, Sport und gemeinsamer Spurensuche

Jugendliche aus Witten und der Partnerstadt Tczew haben vom 12. - 14.07.13 Witten und das Ruhrgebiet als die Wiege des Bergbaus und Schmelztiegel vieler Nationalitäten - hier besonders der polnischen/masurischen Zuwanderer - kennen gelernt, die Bedeutung der Ruhr für den Bergbau erfahren, auf ihrer Spurensuche auch die religiöse Vielfalt im Ruhrgebiet erkundet und in der persönlichen Begegnung erlebt - auch mit einer jüdischen Mannschaft.
Ein internationales Fußball-Jugendturnier mit Rahmenprogramm und ein Abend der Begegnung sollte die Weltoffenheit und Toleranz der Beteiligten steigern.
Eltern der Wittener Kinder waren in die Planung und Durchführung mit einbezogen und so am interkulturellen und interreligiösen Lernen beteiligt.
Durch Einbeziehung des Kinder- und Jugendparlaments sollte beispielhaft erfahren werden, wie sich Kinder und Jugendliche in die Gestaltung einer Stadt mit Erfolg einbringen können. Neben verschiedenen Exkursionen z. B. zur Zeche Nachtigall und dem Besuch eines jüdischen Gemeindezentrums, gab es auch eine Kletteraktion auf der Jugendfläche Imberg.
Eine Dokumentation in Form einer Broschüre mit Fotos und ein Film sind z. Zt. in Arbeit und sollen das Erlebte und Erarbeitete beispielhaft festhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

"Destruktiva" ein audiovisuelles Festival - Projekt Aktionsfond Jugend

"Strukturen die zerbrechen und im nächsten Moment wie Nichts erscheinen."
Am 15.08.13 fand im Rahmen der Förderung durch den Aktionsfond Jugend das Festival für experimentelle Musik und audiovisueller Kunst im Treff° statt.
Das Publikum war direkt eingebunden und so Teil des Geschehens. Es gab mehrere Oberlichtprojektoren mit eigenen Collagen, welche vor Ort von den Teilnehmern und Künstlern gebastelt wurden, die Wände beleuchteten, bzw. die Performence der Künstler begleiteten.
Die teilnehmenden Künstler waren:
Moloch (Harshambient), Dyxz.Born.Rndr (Ambient/Drone/Spoken Word), N (Ambient/Drone), Joscha Hendricksende (Glitch/Noise), Karl Matrix and the Fall of Vishnu aka The Max Walther & J.F.Sebastian (Terror Ambient), Mr.Maribel (Skulpturen), David Walraf (Noise/Experimental), Lilith (Experimental), Schweinestadt (Ambient/Drone/No Wave)

Internationales Jugendcamp des Partnerschaftsvereins in Mallnitz

Hier folgt ein Bericht über das internationale Jugendcamp des Partnerschaftsvereins in Mallnitz. Projektträger war der Partnerschaftsverein Witten e.V.
Ziel des Jugendcamps in der Wittener Partnerstadt Mallnitz (A-Kärnten) war die Erhöhung von Toleranz und Demokratieverständnis sowie die Förderung transnationaler Kooperationen untereinander. Durch gemeinsame Aktivitäten im Naturschutzpark Hohe Tauern lernen die Jugendlichen die Auseinandersetzung mit fremder Sprache und Kultur.

Erzählstoff fehlt nach diesem Zusammentreffen junger Leute aus sieben Partnerstädten nicht: Da riss ein Gewittersturm die Speisesaal-Zelte in den pechschwarzen Himmel, kämpfte sich mehr als die Hälfte der 63 beteiligten Jugendlichen empor bis zum Gipfelkreuz des Auernigs, liefen Großstadtkinder verschreckt vor frei grasenden Pferden und Kühen davon, spielten Mädchen beim Fußball mit und griffen Jungen zum Kochlöffel.
Witten, Wolfen, Barking and Dagenham, Beauvais, Lev Hasharon, Kursk und Tczew waren eingeladen und hatten Jugendliche geschickt. Vom 17. bis 25. August trieben sie Sport miteinander, lernten eine Menge über den Schutz der sensiblen Natur in den Alpen und lebten das Camp-Motto „Respekt und Toleranz“.
Doch ganz von vorn: Drei Wittener, Klaus Lohmann, Horst Görlitz und Erich Bremm, hatten runde Geburtstage gefeiert und ihre Freunde gebeten, ihnen weder Blumen noch Weinflaschen zu schenken, sondern Geld zu geben für ein Jugendcamp. Das war der finanzielle Grundstock für die jetzt realisierte Veranstaltung.
Massive Unterstützung fand die Idee bei vielen Wittener Gruppen und Förderern, aber auch in den Partnerstädten. Besonders Wolfen und Gastgeber Mallnitz machten das Camp auch zu ihrer Sache. Als Austragungsort wurden die Wittener und die Wolfener Hütten in Mallnitz gewählt, den organisatorischen Rahmen stellte der Partnerschafts-Verein.
Über 30 Helfer und Betreuer stellten sich zur Verfügung, aus allen Partnerstädten für die Begleitung der Jugendgruppen, aus Witten und Wolfen für das Programm, die Verpflegung und alles, was beim Zusammentreffen so vieler junger Menschen nötig wird, vom Koch bis zur Krankenschwester.
Schon die erste gemeinsame Aktivität, eine Schnitzeljagd durch das Seebachtal, wirbelte die Nationalitäten gründlich durcheinander. Wer ans Ziel kommen wollte, musste sich mit Russen und Franzosen, Israelis und Polen auf Englisch verständigen. Auf dem Rückweg wurden die Natureindrücke von Nationalpark-Rangern mit Informationen und Blick auf die Details noch lebhaft verstärkt.
Der Montag brachte dann das sorgsam vorbereitete Programm gründlich durcheinander. Bis zum Nachmittag lief noch alles wie am Schnürchen: Besuch der Ausstellung im Nationalpark-Zentrum und Schwimmen im Hallenbad. Das erste Spiel des Camp-Fußball-Turniers ging über die Bühne, dann kam ein Sturm auf, wie ihn die meisten Teilnehmer noch nie erlebt hatten; Regen, Blitz  und Donner folgten.
Die drei als Speise-Saal aufgebauten Zelte waren an Baumstümpfen vertäut, ein Dutzend Jugendliche klammerte sich an die Zeltstangen; es half nicht. Alles flog durcheinander, eines der Zelte landete sogar 100 Meter weiter auf der Wiese, eines auf einem nebenan geparkten Wohnmobil.
Die Camp-Organisatoren feierten die Katastrophe dennoch als Glücksfall. Einerseits kam niemand zu Schaden. Andererseits trugen die Jugendlichen so organisiert Tische und Bänke in die Wolfener Hütten und arrangierten dort einen Not-Speisesaal, als hätten sie das tagelang geprobt. Tolle Zusammenarbeit!
Die Programm-Höhepunkte kamen sehr unterschiedlich daher. Da waren die alpinen Highlights wie der Ausflug auf den Großglockner und am Ende die Seilbahnfahrt auf den Ankogel, es gab folkloristisches mit dem von den Jugendlichen bejubelten Auftritt einer Schuhplattler-Gruppe, kulinarisches mit dem „Essen der Nationen“, zu dem alle Gruppen etwas beisteuerten.
Und dann war da das Sportprogramm. Einmal abgesehen davon, dass in den Hochalpen ja auch jede Wanderung Sport ist: Vor allem Fußball und Volleyball wurden ernsthaft betrieben. In den Mannschaften waren Jungen und Mädchen gemischt und natürlich auch die Nationen. Die Mannschaften mussten sich nicht nur mit ihren Gegnern auseinandersetzen, sondern auch mit dem Seebach, der stets bereit war, verirrte Bälle mit sich zu reißen.
Hohen Besuch gab es übrigens auch. Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann reiste eigens in die Alpen, um die Jugendlichen zu besuchen, und auch die Oberbürgermeisterin von Bitterfeld-Wolfen, Petra Wust, kam für einen Tag vorbei.

Antirassismus-Konzert im Treff° - Projekt Aktionsfond Jugend

Am 31.08.13 haben im Rahmen des Antirassismuss-Birthday-Bash fünf Bands in der Jugendeinrichtung Treff° an der Wittener Werkstadt gespielt. Die Bands Akzent One, Gorilla Business, The Great Faults, Bassam Eldodo sowie Proton & DJ Dier sorgten bei freien Eintritt für gute Stimmung und begeisterten die jugendlichen Besucherinnen und Besucher.
Der Antirassismuss-Birthday-Bash, gefördert im Rahmen des Aktionsfond Jugend, fand im Rahmen des 4. Geburtstags des Engagements der Jugendeinrichtung gegen Antirassismuss und Rechtsextremismus statt.

2. Geburtstag von Cafe International

Das "Café International", welches zum ersten mal am 04. September 2011 im Rahmen des Tag des Ehrenamtes auf dem Wittener Rathausplatz stattgefunden hat, wurde als eines der ersten Projekte des lokalen Aktionsplans Witten gefördert. Am 21.09. 2011 trafen sich die "Gründungsmitglieder" der ersten gemeinsamen Aktion im Rahmen des DRK-Projektes „Gemeinsam stark für unsere Stadt – für ein vielfältiges und tolerantes Witten", gefördert durch das Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN". Dabei wurde der Grundstein gelegt für viele interessante Treffen, Veranstaltungen und Aktionen, die seitdem regelmäßig in den Räumen des Roten Kreuzes an der Annenstr. stattfinden. Unter der Leitung von Sozialarbeiterin Maren Windemuth werden gemeinsame Aktionen und Angebote entwickelt, die eine interkulturelle Öffnung in den unterschiedlichen Lebensbereichen unterstützen und Menschen aus vielen Kulturen zusammenbringen.

Am 02.09.13 feierte das Café International nun mit vielen Gästen aus aller Welt seinen 2. Geburtstag. Das Präsidiumsmitglied des DRK und ehemaliger Leiter des Amtes für Jugendhilfe und Schule Harald Herrmann war ebenso wie der Leiter der lokalen Koordinierungstelle des lokalen Aktionsplans Michael Lüning anwesend und tauschten sich mit den Gästen aus. Stephanie Fröhling vertrat die Stabsstelle Integration und das WIN-Netzwerk. Auch Amin Suceska, stellv. Vorsitzender des Integrationsrates, gratulierte dem DRK zu dieser erfolgreichen Initiative. Neben Kaffee und Kuchen wurden von den Teilnehmerinnen und Mitwirkenden in diesem Netzwerk wieder landestypische Köstlichkeiten angeboten.  

Das Café International kann heute als ein erfolgreiches, weil nachhaltiges Projekt des lokalen Aktionsplans betrachtet werden. Trotz des erfolglosen Bemühens um weitere Fördermittel aus dem Bundesprogramm, ist es dieser interkulturellen Initiative und dem Träger gelungen das Projekt weiter fortzuführen und steht damit für ein gelungenes Beispiel einer nachhaltigen Projektumsetzung.
Herzlichen Glückwunsch!

Grenz°Frei – Open Air Festival gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie am 06. und 07. September 2013

Ein zweitägiges Festival für Toleranz feierten über 1000 Besucher am 6. und 7. September auf dem Gelände der Wittener Werk°Stadt. 15 Bands und Künstler gingen in den zwei Tagen über die große Bühne. Von Ska bis Punk, von Elektro bis HipHop war für Jedermann etwas dabei. Geeint hat sie dabei vor allem eines: Sie alle wollten ein Zeichen setzten gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie.
Organisiert wurde das Festival von der Wittener Gruppe „Grenzfrei“. Die jugendlichen Aktivisten setzen sich vor allem für „gestrandete“ Flüchtlinge in Calais ein, die dort unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen. Mit diesem Festival wollten sie auch auf diese Problematik aufmerksam machen und Spenden für die Flüchtlinge sammeln. So gab es auf dem Festivalgelände nicht nur Musik, sondern auch zahlreiche Informationsstände, an denen die Festivalbesucher sich über die Lage in Calais informieren konnten. Außerdem bot ein „Awareness Team“ die Möglichkeit, sich vor diskriminierenden Angriffen zu schützen.
Ein Highlight des Festivals war sicherlich der Auftritt der Skapunkband „Feine Sahne Fischfilet“ am Freitag. Bei bestem Wetter war der Platz zum bersten gefüllt und die Menge zelebrierte die eingängigen Songs der Rostocker.

Auch am Samstag zogen die Lokalhelden von „SBK Basement“ und „Umse“ viele Musikfans vor die Bühne - und das trotz strömenden Regens, welcher der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Insgesamt war es ein tolles Festivalwochenende das friedlich – und vor allem laut – ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Toleranz setzte.

Punk'n'Rap am 18.10.2013 im Treff° - Projekt Aktionsfond Jugend

Das dritte Punk'n'Rap Konzert im Wittener Jugend- und Kulturzentrum Treff° wurde mit insgesamt 750€ durch Fördergelder aus dem Wittener „Lokalen Aktionsplan“ (LAP) des Bundesprogamm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" finanziert. Drei auftretende Bands konnten so bezahlt werden (Dead Koys aus Witten, Blut Hirn Schranke aus Düsseldorf, Antilopen Gang aus Aachen / Düsseldorf). Die anderen auftretenden Bands und KünstlerInnen spielten ohne Gage.
Insgesamt gab es sechs Auftritte an dem Abend. Den Anfang machte die Wittener Punkband „KILL KILL Gaskrieg“ mit ihrem ersten Live-Auftritt. Anschließend trat die Wittener Rapperin „Feldversuch“ auf, die ebenfalls wenig Bühnenerfahrung hat. Eines der Hauptziele der Veranstaltung, neuen und jungen KünstlerInnen eine Bühne zu bieten, konnte so gleich zwei mal erreicht werden. Die anschließend auftretende Hardcore-Band „Blut Hirn Schranke“ aus Düsseldorf spielte ihren ersten Auftritt in Witten. Der Wittener Rapper „Dschinn“ und die Lokalpunkband „Dead Koys“ überzeugten mit ihren Auftritten ebenfalls das Publikum. Als Headliner spielte die Rap-Crew „Antilopen Gang“ aus Düsseldorf und Aachen.
Bereits in der ersten Stunde zwischen Einlass (19 Uhr) und erstem Auftritt (20 Uhr) füllte sich der Treff° mit über 50 BesucherInnen. Bis zum Headliner „Antilopen Gang“, die gegen 23 Uhr die Bühne betraten und den Abend recht pümktlich gegen 0.00 Uhr beendeten, waren über 120 BesucherInnen anwesend – mit den anwesenden KünstlerInnen, freiwilligen HelferInnen und dem Treff°-Personal waren es mindestens 150 junge Leute.
Punk'n'Rap ist nach dem dritten erfolgreichen Konzertabend auf verschiedenen Ebenen als „Toleranz-fördernd“ und „Kompetenz stärkend“ anzusehen:
– als nicht-kommerzielle Veranstaltung, die von jugendlichen / jungen Erwachsenen freiwillig und komplett selbstverwaltet organisiert und getragen wird
– als eine Veranstaltung, die verschiedene Jugendkulturen zusammen bringt und gemeinsam feiern lässt
– als Konzertreihe, bei der jungen und wenig erfahrenen KünstlerInnen die Möglichkeit gegeben wird gemeinsam mit erfolgreicheren Bands auf der Bühne zu stehen und sich so zu verwirklichen

Präsentation RAP-Connection 2 und Abschlussveranstaltung lokaler Aktionsplan 2013

Mit dem Projekt "RAP-Connection  2"  hat das Jugendzentrum Famous in Kooperation mit dem Jugendzentrum Freeze an das erfolgreich durchgeführte "RAP-Connection" Projekt aus dem Vorjahr angeknüpft. Unter dem Motto: „Produziere Deinen eigenen RAP gegen Rassismus und Gewalt“ wurden gemeinsam über Rhymes und Beats die zeitgemäße Auseinandersetzung mit der ganz persönlichen und konkreten  Lebenswirklichkeit junger Menschen geführt und Positionen für ein respektvolles Miteinander deutlich gemacht.
Junge Leute zwischen 13 bis 27 Jahren hatten hierbei die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung eigene Rapsongs zu schreiben. Hierfür haben in den beiden Jugendeinrichtungen zwei mehrtägige Workshops unter der Regie der Wittener Szenerapper “MEMO X“ und “MESS“ stattgefunden.  
Neben der eigenen Songentwicklung wurde ein gemeinsamer Audio-CD-Sampler erstellt, der im Tonstudio des Famous aufgenommen wurde und nun bei der Abschlussveranstaltung des lokalen Aktionsplans veröffentlicht wird.
Bei der Abschlussveranstaltung am 6. Dezember 2013 im Famous wurde der Sampler in Form einer großen Hip Hop Jam präsentiert und die Rapsongs von den Teilnehmern der Workshops vorgetragen.
Bereits ab 18.00 Uhr stellten die Träger des lokalen Aktionsplans ihre in 2013 durchgeführten Projekte vor. Neben der Präsentation von Fotos, Berichten und Filmen, standen die Ansprechpartner_innen der Projektträger der interessierten Öffentlichkeit für Fragen und Informationen zur Verfügung.
Die Koordinatoren der lokalen und externen Koordinierungsstellen informierten ebenfalls über den nun seit drei Jahren laufenden lokalen Aktionsplan und gaben einen Ausblick auf die Zwischenförderphase 2014, für die aktuell Fördermittel in Höhe von 90.000 € beantragt wurden.
Die Bilder von der Veranstaltung vermitteln einen guten Eindruck von der Atmosphäre im Famous und der gelungen Präsentation der Projektdurchführung 2013.
Die CD "Rap-Connection 2" erhalten Jugendliche kostenlos im Famous, Annenstr. 120, im Freeze, Hellweg 42, oder im Rathaus bei der Jugendförderung (Zimmer 324).
Die WAZ hat auf ihrem Internetportal "Der Westen" dazu eine Bilderreihe eingestellt. Den dazugehörigen Artikel gibt es unter Wittener Musik für mehr Toleranz
Eine Filmdokumentation über das Projekt ist unter Rap Connection 2 bei Youtube eingestellt.

Zertifizierung der Crengeldanzschule als 1. Friedensstifterschule in NRW

Friedensstifter, ist ein sozial – präventives Kooperationsprojekt des Fördervereins der Crengeldanzgrundschule, der Crendgeldanzgrundschule, der Offenen Ganztagsbetreuung an der Crengeldanzgrundschule, der Schulsozialarbeit, des Ev. Jugendreferates im Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten und der Gewalt Akademie Villigst für Kinder im Alter von 6-11 Jahren in Witten – Crengeldanz. Es soll die soziale Kultur und Kompetenz der Kinder nachhaltig verbessern. Respekt und Achtung, Rücksichtnahme und Sensibilität, Sprachfähigkeit und Gewaltlosigkeit, Abbau von Ängsten, die Entdeckung der eigenen Potentiale und die Potentiale der Gemeinschaft stehen im Zentrum des Projektes. Kinder werden zu Friedensstiftern (friedliches Miteinander / Toleranz) befähigt und gestalten gemeinsam mit Unterstützung von Erwachsenen einen Sozialraum, in dem eine positive Persönlichkeitsentwicklung gelingt.

Das Projekt wurde initiert und verantwortet durch den Träger des Offenen Ganztags, der Ev. Jugend Hattingen-Witten. Entwickelt und getragen wurde diese Pilotmaßnahme von vielen Partnern, durch den Elternverein der Crengeldanzschule, durch die Schule selbst und den Offenen Ganztag. Weitere Partner aus dem Umfeld der Schule waren u.a. die Moscheegemeinde und die Schulsozialarbeit der Stadt Witten. In besonderer Weise ist der bundesweit bekannte Kooperationspartner, die Gewaltakademie Villigst im Amt für Jugendarbeit der Ev. Kirche, zu nennen, die das inhaltliche Konzept federführend voran getrieben hat. Finanziell wurde das Projekt durch den Kinder- und Jugendhilfeplan des Landes NRW, der Ev. Kirche von Westfalen, der Diakonie Rheinland/Westfalen-Lippe gefördert, sowie aus Mitteln des lokalen Aktionsplans Witten kofinanziert.

Bei dem Festakt am 13.12.13 wurde die Crengeldanzschule als 1. Friedensstifterschule in NRW offiziell zertifiziert.

Der WDR berichtete am gleichen Tag in der Dortmunder Lokalzeit unter dem Titel "Anti-Gewalt-Training an der Grundschule"

Abrakadabra „Ein gewöhnliches Wunder“ - Vorpremiere des neuen Stücks der Tanztheatergruppe

Wenn sich zwei Menschen lieben, ist alles möglich – auch ein Wunder. Und in einem Märchen-Musical erst recht. In diesem Stück gibt es noch dazu gleich mehrere Liebespaare: den Zauberer und seine Frau, die Prinzessin und den Bären (nanu? Es ist eben ein Märchen!), den Schankwirt und die erste Hofdame (also wirklich!) und noch viele Andere, die im Verlauf des Stückes zueinander finden. Daneben gibt es aber auch viele „ganz normale“ Menschen. Wie der König es ausdrückt: „die Kleine wuchs heran und wurde verständig. Jetzt hätte ich ihr so nach und nach die im Leben üblichen Gemeinheiten und Grausamkeiten beibringen müssen. Im Palast geschehen Dinge … Eben das ganz normale Leben.“ Hat er aber nicht, darum blieb die Prinzessin natürlich und liebenswert – ein Grund mehr, weswegen das große Projekt des Zauberers so grandios daneben gehen musste. Man merkt schon, das Stück nacherzählen wird sehr kompliziert, aber dazu ist es ja auch nicht da. Denn es ist ein ABRAKADABRA-Musical, also ein Fest für alle Sinne, besonders für die Augen und Ohren. Mit zündenden Melodien, schmissigen Liedern, schwungvollen Tänzen und einfach hinreißenden Darstellern.

Das Ev. Jugendreferat Hattingen-Witten präsentierte am 28.12.13 in der Christuskirche an der Sandstr. die Vorpremiere des neuen Stücks der Tanztheatergruppe Abrakadabra „Ein gewöhnliches Wunder“.
Die Jugendlichen von Abrakadabra brachte eine neue märchenhafte Liebesgeschichte auf die Bühne. Das Tanztheater Abrakadabra wurde in 2013 wieder mit Mitteln des lokalen Aktionsplans gefördert.

Die eigentliche Premiere des Stücks findet nun am 31.01.14 um 18.30 Uhr (Einlass 18.00 Uhr) im Saalbau Witten statt. Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 5 €). Kartenvorbestellung unter 02302-25371.

Kinder- und Jugendparlament: Aktionsfond Jugend finanziert Werbung für Toleranz mit einer Plakataktion

Toleranz und Respekt sind gewichtige Themen, die auch für junge Menschen bereits eine große Rolle spielen. Um dies zu unterstreichen, haben die Jüngsten des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) eine Plakataktion ins Leben gerufen. Auffällige Toleranz-Erinnerungen sollen an Schulen und in der Stadt aufgehangen werden.
Sorgfältig haben sich die mehr als 20 Jugendlichen der U14 mit dem Thema Toleranz auseinander gesetzt. Bereits 2012 besuchten sie Seminare, diskutierten und fassten den Entschluss, dass sie ihr Engagement nach außen tragen wollen.
Am Montagnachmittag, 10. Februar, stellten Jan Siepmann (l.), Chantal Brandt (beide 14) und Gerd Kinski, Kinder- und Jugendbeauftragter  ein Plakat vor, das für toleranteren Umgang miteinander wirbt.

Entwürfe selbst gestaltet

„98 233 Einwohner, 113 Nationen, 1 Stadt“ prangt in bunten Lettern auf dem Plakat, das Rathaus stellt den Bezug zu Witten her, viele bunte Flaggen repräsentieren Wittens häufigste Nationalitäten.
Gestaltet haben die Jugendlichen den Entwurf selbst, eine Grafikerin hat sie lediglich bezüglich der Umsetzung beraten. Der Einsatz der Jugendlichen endet jedoch nicht mit den Plakaten. „Wir haben für jede Schule einen Ansprechpartner bei uns im KiJuPa“, so Gerd Kinski, Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Witten.

Intoleranz und Respektlosigkeit

So möchten die Jugendlichen über die Schülervertretungen die Themen fester in den Schulalltag integrieren. Denn gerade dort haben sie selbst Intoleranz erlebt. „Es wird viel gemobbt in der Schule“, sagt Chantal Brandt.
Wichtig ist den jungen Menschen, dass sich der Toleranzaufruf nicht auf Deutsche gegenüber Ausländern beschränkt. Auch anders herum und bei unterschiedlichen ausländischen Nationalitäten untereinander herrsche oft viel Intoleranz und Respektlosigkeit.

„Der respektvolle Umgang fehlt oft“

„Wir wünschen uns, dass jeder jeden so akzeptiert wie er ist“, sagt Jan Siepmann. „Der respektvolle Umgang fehlt oft“, sagt Franziska Klage. Die Entscheidung für Toleranz unter verschiedenen Nationalitäten fiel den Jugendlichen nicht leicht.
Auch andere Lebensbereiche, in denen Intoleranz und Diskriminierung häufig sind, standen zur Debatte – etwa Behinderungen und Homosexualität. Gemeinsam fällten sie den Entschluss, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren.

Quelle: ruhrnachrichten.de, 11.02.2014, Tim Stobbe

Das Projekt wurde aus den Mitteln des Aktionsfonds Jugend finanziert.