Projekte 2016  - Stadt Witten

Partnerschaft für Demokratie Witten geht in das zweite Förderjahr - Förderung für 11 Projekte in 2016 beschlossen

Das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend hat für das 2. Förderjahr der Wittener Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit" Fördermittel in Höhe von 55.000 € bewilligt. Davon wurden  in der Sitzung des Begleitausschusses am 02.03.16 20.000 € aus einem Aktiv- und Sozialfond für die Förderung von 11 Einzelprojekten für Vereine, Verbände und Institutionen bewilligt. Ein Projektantrag mit der Zielgruppe Jugendliche wurde an das Jugendforum, getragen durch den Jugendring Witten, verwiesen. Für das Jugendforum stehen wieder 5000,- € zur Verfügung. Insgesamt wurden 15 Projektanträge aus dem Themenfeld Demokratie- und Toleranzförderung bei der externen Koordinierungsstelle der VHS eingereicht.

Auch in diesem Förderjahr ist die Umsetzung der Willkommenskultur und Unterstützung von Flüchtlingen und deren Familien das Leitthema für die Umsetzung der Projekte. Hauptzielgruppe für die Einzelprojekte sind nach wie vor Kinder und Jugendliche.

"Bei den bewilligten Projekten sind wieder sehr kreative und innovative Angebote und Maßnahmen dabei", freut sich Michael Lüning, Jugendhilfeplaner im federführenden Amt für Jugendhilfe und Schule der Stadt Witten, über die rege Beteiligung der Vereine, Verbände und Initiativen. "Dass sich der überwiegende Teil der Projekte der Unterstützung von Geflüchteten und Begegnung widmet, zeigt, dass die Konzentration auf dieses Thema auch in 2016 die richtige Schwerpunktsetzung war“, so Lüning weiter. „Der Begleitausschuss, als zentraler Teil der Partnerschaft für Demokratie, hat sich in einer intensiven Diskussion und Auswertung darum bemüht, möglichst viele Projekte finanziell zu unterstützen“, lobt Lüning das Engagement der Ausschussmitglieder. "Um das große Interesse der Organisationen zu würdigen und alle Projekte angemessen fördern zu können, hätten deutlich über 40.000 € zur Verfügung stehen müssen", bedauert Lüning, dass einige Antragssteller keinen Zuschlag erhalten haben.

Hier eine Übersicht der in 2016 geförderten Projekte:

- Rudolf Steiner Schule Witten
Interkulturelle Begegnung unter Einbeziehung des Familienzentrums Billerbeckstr. "Fest der Kulturen"

- Raum e.V.
Ort der Begegnung für Menschen aus Nah und Fern

- WERK°STADT Witten
Witten Welcome Festival  

- Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Witten
"Schwimmbad-Knigge"  

- Initiative Willkommen in Witten
Awareness Workshop für Geflüchtete

- SoKo e. V.
Nachbarschaftsfest  

- Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Witten
Fachtagung zum Thema "Diskriminierung und Rassismus" in der Kinder- und Jugendarbeit

- KSV Witten 07 e.V.
Demokratie und Völkerverständigung in Europa - ein Weg durch Städtepartnerschaften  

- Kanuclub- Lessingschule - Bochum e. V
Kanusport mit Flüchtlingen „Integration und Toleranz“  

- Familienzentrum Waldorfkindergarten e.V.
Interkulturelles Familiencafé

- Schulverein Hüllbergschule
Projektwoche "Hüllberg meet Hip Hop" - Kultur verbindet Kulturen

 

Fest der Kulturen an der Rudolf-Steiner-Schule

Am 10. September hatte die Rudolf-Steiner-Schule in Heven alle Interessierten zu ihrem „Fest der Kulturen“ eingeladen. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr fand das bunte Fest der Willkommenskultur auf dem Gelände der Schule statt. Das „Fest der Kulturen“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Waldorf-Familienzentrum Billerbeckstraße und dem Arbeitskreis „Integration“ der Schule durchgeführt und finanzielle gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Es war der Höhepunkt der Arbeit mit und für Flüchtlinge, die in der Schule und im Waldorf-Familienzentrum stattfindet.

Die Rudolf Steiner Schule stellte als Projektträger im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie ein vielfältiges Angebot für kleine und große Menschen auf die Beine. So wurde ein Tanz- und Trommel-Workshop angeboten. Gemeinsam wurden Lieder aus aller Welt zu gesungen und die Zuhörer konnten nordafrikanischen Märchen lauschen. Zudem gab es ein Konzert mit dem syrischen Kanun-Spieler Tarik Thabit und Tobias Bülow (indische Querflöte Bansuri und Percussion). Verschiedene Schriftarten aus aller Welt konnten ausprobiert werden und es gab zahlreiche Informationen zu den Herkunftsländern der Flüchtlinge und über die Arbeit der am Fest beteiligten Gruppen.

Für die Kinder wurden Spiel- und Bastelangebote durchgeführt, die von Erzieherinnen des Familienzentrums und Mitarbeiterinnen der Schule angeleitet wurden. Eine Gruppe von Flüchtlingen hat zudem selbst hergestellt Gartenmöbel aus Paletten präsentiert und verkauft.

Die nachfolgenden Bilder geben einen guten Eindruck von der positiven Atmosphäre und dem rundum gelungenen Fest der Kulturen. Ein ausführlicher Bericht des Projektträgers kann hier runter geladen werden.

 

Kanu-Projekt mit Geflüchteten

Am Dienstag, den 23. 08.2016, hat ein neuer Kanukursus für Geflüchtete begonnen.
Zum Auftakt wird die Schwimmfähigkeit überprüft. Alter: ab 10 Jahre.
Hr. Heemann plant als Projektverantwortlicher künftig auch eine Kindergruppe einzurichten.
Mädchen und Frauen sind herzlich willkommen. Es handelt sich um eine Outdoorsportart, die Gruppe zieht sich draußen um und paddelt auch bei Regen.
"Regen ist des Kanuten Sonnenschein", freut sich Helmut Heemann auf viele begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die weiteren Termine finden in der Regel jeden Dienstag, 16.00 - 19.00 Uhr, statt.
Treffpunkt: Uferstr.23, Schwalbeanlegestelle, 58452 Witten – Bommern
Die längeren Flussfahrten werden kurzfristig angekündigt, bzw. vereinbart.

Flüchtlinge und Asylsuchende wurden bei der frühzeitigen und langfristigen Integration durch ein ungewöhnliches Angebot unterstützt. Ein ehemaliger Sportlehrer und ausgebildeten Kanulehrer, der seit 1985 im Auftrag des Deutschen Sportlehrer Verbandes e.V. Kanufortbildungen durchführt, engagiert sich ehrenamtlich in der Wittener Flüchtlingshilfe. Er hatte die Idee, dass junge (unbegleitete) Flüchtlinge am Beispiel des Kanusports lernen sollen, die Sinnhaftigkeit von Regeln zu erkennen und damit die Wichtigkeit, diese zu befolgen. Sowohl beim Sicherheitstraining als auch beim Training von Retten und Bergen wird deutlich, dass sowohl die eigene Sicherheit als auch die Sicherheit anderer unmittelbar von der Einhaltung dieser Regeln abhängt. Durch die Kooperation mit DLRG und DRK wird die Sicherheit der Teilnehmenden gewährleistet. Das Gelernte wird im Anschluss auf Flüssen in der Umgebung angewendet. Wieviel Spaß das den Teilnehmenden gemacht hat, wird auf den Fotos deutlich. Darüberhinaus ging es in diesem Projekt darum Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und einen sprachlichen Austausch der Teilnehmenden mit Ehrenamtlichen und Wittener Jugendlichen zu ermöglichen. Dieses Projekt ist für die Wittener Partnerschaft für Demokratie ein gelungenes Beispiel der Integration.

Auf der Erft.
Einführung im Lehrschwimmbecken.
Einführung im Lehrschwimmbecken.
Auf der Wupper nahe der Müngstener Brücke.
Auf der Ruhr neue Brücke bei Wetter.
Auf der Ruhr bei Hattingen.
Auf der Ruhr bei Hattingen.
Auf der Ruhr bei Hattingen.
Auf der Ruhr bei Hattingen.
Auf der Erft am Wiesenwehr.
Einführung u. Wiederholungen an der Ruhr.
Einführung u. Wiederholungen an der Ruhr.
Umtragestelle Ruhr unterhalb des Hohensteins.
 

"Schwimmbad-Knigge" - Ein Projekt des DRK Witten

In den Osterferien folgten viele junge Flüchtlinge der Einladung der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Witten, um an einem einwöchigen besonderen Angebot rund um den Schwimmsport, dem sogenannten „Schwimmbad-Knigge“, teilzunehmen. Rund 40 Jugendliche aus den verschiedensten Herkunftsländern, viele davon unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, nahmen damals an den insgesamt 4 Kursen, die jeweils 1 Woche lang, täglich über 8 Zeitstunden gingen und im Rahmen der Wittener Partnerschaft für Demokratie durchgeführt wurden, teil. Gemeinsam mit dem engagierten ehrenamtlichen Ausbilderteam des DRK erlernten sie in Theorie und Praxis die Baderegeln, erkundeten interessiert die verschiedenen Schwimmbäder in Witten und Umgebung, erfuhren dabei viel über die Modalitäten der Eintrittspreissysteme, die Erfordernisse im Rahmen der Hygiene im Schwimmbad und verinnerlichten praxisorientiert grundlegende Abläufe und Modalitäten, wie die Nutzung der Spinde mit Pfandsystem. Darüber hinaus konnten sie fachkundig beleitet ihre individuellen Schwimmfähigkeiten auf- und ausbauen. Schließlich setzten sie sich noch intensiv mit den Gefahren von öffentlichen Gewässern, wie der Ruhr oder dem Kemnader See auseinander. Gut gerüstet, hoch motiviert und ein wenig traurig über das Ende der zwar lernintensiven, aber auch sehr schönen gemeinsamen Zeit im Team der Wasserwacht, beendeten die Teilnehmer das Kursangebot. Spätestens hier war für Bastian Wiebusch, Fachdienstleiter der Wasserwacht beim DRK Witten klar: „Fortsetzung dringend erwünscht!“ So wurde nicht lange geredet, sondern überlegt gehandelt und ein neues Schwimmangebot, besonderes, aber nicht nur für Flüchtlinge, geschaffen. Einmal in der Woche, dienstags von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr, können Flüchtlinge im Schwimmbad der Bommerholzer Grundschule das Schwimmen lernen bzw. ihre bereits vorhandenen Schwimmfähigkeiten ausbauen. „Natürlich sind bei uns alle Menschen, die das Schwimmen lernen und vertiefen wollen, herzlich willkommen. Besonders wird unser Angebot allerdings dadurch, dass wir über die Flüchtlingshilfe zahlreiche Dolmetscher in allen möglichen Sprachen gewinnen konnten, die nun unser Team verstärken und mit viel Herzblut dabei sind“, freut sich Kreisrotkreuzleiterin Tanja Knopp.  Auch die Teilnehmer kommen mit großer Motivation und Freude. Ca. 20 junge Männer trainieren seither regelmäßig begleitet von zahlreichen engagierten Ausbilderinnen und Ausbildern der DRK Wasserwacht nicht nur das Schwimmen, sondern integriert und fast von ganz allein die deutsche Sprache. Auch Ahmed, Ali und Amar sind regelmäßig dabei und haben schon große Fortschritte gemacht: Die verschiedenen Schwimmstile beherrschen sie längst sicher und trainieren nun selbst fleißig für den Rettungsschwimmer oder kümmern sich als Sprachmittler und Helfer liebevoll um neu hinzugekommene Anfänger. Besonders fiel Ali gleich am ersten Tag im Kurs auf. Er konnte zwar nur wenig Deutsch, schwamm aber nicht nur unglaublich sicher und gut, sondern beherrschte auch alle Rettungstechniken. Nach intensivem Gespräch mit Händen und Füßen, stellte sich heraus, dass der junge Syrer in seinem Heimatland selbst Rettungsschwimmer war. Seitdem unterstützt er das Ausbilderteam der Wasserwacht und hat auch dadurch sein Deutsch schon unglaublich verbessert. „Ali ist eine unglaubliche Bereicherung für unser Team und ein echt netter Typ“, freut sich Mira Sophie Anders, die als Freiwillige im Rahmen der Flüchtlingshilfe das Wasserwachtteam verstärkt. Für viele der jungen Teilnehmer steht fest: das Angebot der Wasserwacht des DRK ist mehr als ein Ausbildungsangebot, bei dem das Schwimmtraining im Vordergrund steht – es ist vor Allem gelebte Gemeinschaft, praktizierte Integration. Und so ist für sie klar: Wir bleiben dabei als Aktive in der Wasserwacht und können so das Erlernte besonders gut weitergeben, weil wir ja die Sprachen der meisten anderen Flüchtlinge sprechen und uns gut in sie hineinversetzen können. Außerdem möchten wir durch eine ehrenamtliche Tätigkeit als Rettungsschwimmer ein bisschen was an die Gesellschaft zurückgeben.

„Besonderer Dank gilt der DJK Blau Weiß Annen, die uns die Schwimmzeiten unbürokratisch zur Verfügung gestellt hat. Ohne diese Unterstützung wäre ein solches Angebot nicht möglich. Bedanken möchten wir uns auch bei der Hausmeisterin Frau Jäger, die uns immer sehr herzlich willkommen heißt und neuen Teilnehmern mit viel Geduld alle wichtigen Schwimmbadregeln erklärt. Hier zeigt sich wieder einmal in großartiger Weise: ´Witten engagiert sich. Hand in Hand – für Menschen in Not!´“, unterstreicht Christian Schuh, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, die gute Zusammenarbeit in Witten. „Wir hoffen, dass wir mit Beginn der Freibadsaison nicht nur das bestehende Angebot im Buchholzer Schwimmbad fortsetzen, sondern es mit Unterstützung der Wittener Stadtwerke durch weitere Angebote im Freibad  bedarfsorientiert ergänzen und ausbauen können.“

Unter den folgenden Links findet man weitere Infos und Presseberichte zu dem Projekt.
http://www.dw.com/de/schwimmbadknigge-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge/a-19135055

https://tv58.wordpress.com/2016/03/23/junge-fluechtlinge-lernen-engagiert-schwimmen-und-mehr-im-projekt-schwimmbad-knigge/

http://www.derwesten.de/staedte/witten/drk-bietet-kindern-sprachtraining-und-hausaufgaben-hilfe-in-einem-aimp-id11796319.html

 

 

Projektwoche "Hüllberg meets Hip Hop - Kultur verbindet Kulturen"

Der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie hat in diesem Jahr der Projektwoche "Hüllberg meets Hip Hop - Kultur verbindet Kulturen" eine finanzielle Förderung zugesprochen. Die Planung stand bereits, so dass die Projektwoche mit den zusätzlichen Fördermitteln aus dem Bundesprogramm erfolgreich durchgeführt werden konnte. Nachdem im Oktober 2015 der erste Schülerrat der Hüllbergschule gewählt wurde, wurden erste Ideen zur Verbesserung des Schullebens gesammelt. Ein Vorschlag des Schülerrats war die erneute Durchführung einer Projektwoche. In gemeinsamer Absprache von Schulverein, Schülerrat und Lehrerkollegium wurde "Hüllberg meets Hip Hop - Kultur verbindet Kulturen" als Thema der Projektwoche festgelegt. Dadurch wurde die Mitbestimmung der Schüler als Teil einer demokratischen Gemeinschaft gewährleistet und auf die Interessen und Neigungen der Schülerschaft Wert gelegt. Dieses Thema war für alle Beteiligen unter anderem daher von Bedeutung, da sich in den letzten 1 1/2 Jahren viele Familien aus unterschiedlichsten Herkunftsländern in Witten-Annen niedergelassen haben und vermehrt Kinder mit Migrationshintergrund an der Hüllbergschule unterrichtet werden. Es ist ein großes Anliegen aller Beteiligten, alle Schüler, unabhängig von ihrem Herkunftsland, an der Hüllbergschule willkommen zu heißen und das Wir-Gefühl der wachsenden Schulgemeinschaft zu stärken.

Übergreifende Ziele der Projektwoche:
- Ausdruck der Willkommmenskultur, insbesondere im Hinblick auf die zugewanderten Schüler aus verschiedenen Nationen  

- Zusammenführung verschiedener Kulturen durch die Auswahl sprachunabhängiger Kulturbereiche (Tanz, Musik, Kunst)

- Stärkung des Selbstwertes durch die Mitbestimmung bei der Auswahl und Teilnahme an einem Projekt, das den eigenen Interessen entspricht, sowie durch den Ausbau der eigenen Fähigkeiten

- Durchbrechen gesellschaftlicher Rollenbilder durch die geschlechtsneutrale Aufbereitung der Projektthemen und die gezielte Auswahl weiblicher und männlicher Projektleiter.

- Stärkung des Selbstwertes durch die Teilnahme an der Abschlusspräsentation vor der Schulgemeinde im Rahmen der eigenen Möglichkeiten

Übergeordnete Ziele der einzelnen Projekte:

Rap: Vereinen der verschiedenen Sprachen und somit Kulturen durch das gemeinsame Verfassen eines mehrsprachigen Hüllbergraps mit dem Titel "Willkommen an der Hüllbergschule - Gemeinsam geht's besser"

Graffiti: Stärkung des Gemeinschaftsgefühls durch die Einbindung der selbstgestalteten Schülernamen im Schriftzug der Hüllbergschule auf dem Schulhof

Tanz/Musik: Stärkung des selbstbestimmten Handelns und Entscheidens durch die gemeinsame Entwicklung einer Choreographie bzw. einer musikalischen Darstellung, sowie Stärkung des Gemeinschaftsgefühls durch das Üben und die Präsentation in der Gruppe

Styling: Stärkung des Selbstwertes und der Kreativität durch das selbstbestimmte Gestalten von Kleidungsstücken und Accessoires  sowie Stärkung des Wir- Gefühls durch die gemeinsame Präsentation auf einer Modenschau

Homepage: Stärkung des Selbstwertes und Identifikation mit der Schule durch die Mitgestaltung einer Dokumentation der Projektwoche auf der Homepage sowie Förderung der Medienkompetenz

Eventplanung: Stärkung des demokratischen Handelns durch die Mitbestimmung der Schüler an der Abschlusspräsentation im Hinblick auf Planung, Gestaltung und Moderation

Eindrücke dieser methodischen Umsetzung unter Internetseite_Hüllberg_meets_Hip_Hop sowie den Hüllberg-Rap als Text zum downloaden.

Diese Aktivitäten knüpften mit ihren Zielen nahtlos an folgende Inhalte des Schulprogramms der Hüllbergschule zur Förderung von Demokratie und Toleranz an:

- Einrichtung eines Schülerrates, der u.a. folgende Aufgaben hat:

           Eigene Ideen zur Verbesserung des Schullebens einzubringen und ggf. Wünsche und Anregungen
            der Elternschaft und dem Kollegium vorzutragen

           Klassenübergreifende Probleme anzusprechen, zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln

           für ein friedvolles Zusammenleben in der Schulgemeinschaft einzutreten

           bei wichtigen Themen die Interessen der Schülerinnen und Schüler zu vertreten

Die Schülerinnen und Schüler der Hüllbergschule sollen durch diese Strukturen:

           Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung kennen lernen

           Eigene Ideen entwickeln und diese einbringen

           Verantwortung für bestimmte Aufgaben des Schullebens übernehmen

           Demokratische Entscheidungsprozesse bewusst wahr nehmen

- Einheitliche Schul- und Klassenregeln, die Respekt und Toleranz im Umgang miteinander fordern

- Erziehungsvereinbarungen zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Erziehern, die u.a. einen gewaltfreien und respektvollen Umgang miteinander fordern

- klasseninternes Sozialtraining zur Förderung der Klassengemeinschaft und Integration

- Einbindung von Inhalten zum Thema Demokratie und Toleranz in den Unterricht (z.B. Wahl des Klassensprechers, Vielfalt als Chance)

- Mitbestimmung der Schüler im Hinblick auf alltägliche Unterrichtsinhalte (z.B. interessengeleitete Themenwahl im Sachunterricht)

Bei der Abschlussveranstaltung der Projektwoche am 18.03.16 in der Sporthalle der Hüllbergschule wurden die Ergebnisse der einzelnen Gestaltungs- und Projektbereiche unter großem Beifall der vielen Zuschauerinnen und Zuschauern präsentiert. Mehr dazu in einer Dokumentation auf Youtube und auf der Homepage der Hüllbergschule 

Pädagogische Fachtagung "Diskriminierung und Rassismus in der Kinder- und Jugendarbeit" im Jugendzentrum "Famous" am 26.04.2016

 

Während Pegida und die AfD mit derben Parolen Stimmung gegen Geflüchtete machen, überschlagen sich die Meldungen über Brandanschläge auf Asylunterkünfte, Gewaltverbrechen an Menschen mit Migrationshintergrund und einer Ablehnung gegenüber anderen Kulturen fast täglich. Die Gesellschaft ist spätestens seit der ‚Kölner Silvesternacht 2015‘ schockiert nach rechts gerückt. Insbesondere eine Islamfeindlichkeit scheint en vogue geworden zu sein. Junge Menschen, die aus sozial schwächerem Umfeld kommen, laufen diskriminierenden und rassistischen Meinungen offen in die Arme und schaden somit dem Gedanken des demokratischen Prinzips. An dieser Stelle gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten.  

Am 26. April 2016 fand diesbezüglich eine pädagogische Fachtagung zum Thema „Diskriminierung und Rassismus“ in der Kinder- und Jugendarbeit statt, gefördert durch die Mittel der „Partnerschaft für Demokratie leben“,  im Wittener Jugendzentrum „Famous“. Etwa 40 Kolleginnen und Kollegen aus ganz NRW folgten dem Ruf des DRK Witten und erhielten Einblick in die Arbeit der Kooperationspartner um Stefan Woßmann, Hartmut Reiners und Silvia Eilhardt. Die Tagung ging der Frage nach, was eigentlich genau Rassismus ist und wie ein angemessenes Handeln in der Migrationsgesellschaft aussehen kann; welche Fallstricke sind zu bedenken und welche Voraussetzungen für ein gelingendes Handeln müssen bedacht werden.  Ziel dieser Tagung war es aktuelle Entwicklungen - mit einem speziellen Blick auf die Region – zum Thema „Rassismus“ und „Diskriminierung“ unter die Lupe zu nehmen um eigene Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Der Fachtag war aufgeteilt in drei Abschnitte:

1.       Inputvorträge

·         Hartmut Reiners, ARIC NRW e.V.

·         Stefan Woßmann, Respektbüro, Stadt Dortmund

·         Silvia Eilhardt, Aussteigerbüro, Abteilung Jugendförderung Stadt Witten

2.       Workshop

·         Michael Fröhling, Leiter des Kulturbunkers Bruckhausen

·         Lenard Suermann, Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus

·         Filiz Sirin, FUMA Fachstelle Gender NRW

·         Roland Grabs, Landessportbund NRW

3.       Diskussionsrunde

Die Vorträge behandelten dabei die  unterschiedlichsten Dimensionen von (rassistischer) Diskriminierung,  mit dem Ziel „vorurteilsbewusste Bildung“ für die Rechtsextremismusprävention zu fördern. Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmenden in  fünf Workshops - etwa im Hinblick auf Stammtischparolen etc. -  mögliche Modelle der Prävention, gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Ziel des DRK war es an dieser ein breites Angebot für die Teilnehmenden zu schaffen. Dies gelang durch die tolle Mithilfe der Kooperationspartner um Silvia Eilhardt. So trugen folgende Personen zu einer inhaltlichen Bereicherung bei:

·         Michael Fröhling, Leiter des Kulturbunkers Bruckhausen

·         Lenard Suermann, Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus

·         Filiz Sirin, FUMA Fachstelle Gender NRW

·         Roland Grabs, Landessportbund NRW

·         Silvia Eilhardt, Aussteigerbüro, Abteilung Jugendförderung Stadt Witten

Das Paradigma der Vernetzungsmöglichkeit war auch gegeben und  wurde somit im Anschluss der Veranstaltung ebenfalls genutzt. Eine weitere Tagung soll nach Rücksprache mit den Teilnehmenden im Herbst folgen.

Ein Rückblick auf das Nachbarschaftsfest des soziokulturellen Zentrums „Trotz Allem“

Am Samstag den 20.08.2016 fand bei Sonnenschein in der Augustastraße das Nachbarschaftsfest des soziokulturellen Zentrums „Trotz Allem“ statt. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurde in Absprache mit der Stadt Witten ein Teil der Straße auf Höhe des soziokulturellen Zentrums abgesperrt. Neben Tischen und Sitzgarnituren fand auch eine Couch ihren Weg auf die Straße und sorgte für zusätzliches Wohlbefinden.

Pünktlich um 14:00 Uhr fiel der Startschuss und die Gäste konnten zwischen unterschiedlichen kulinarischen Speisen und diversen Kaltgetränken wählen. Ein bunt gemischtes Publikum, bestehend aus Anwohnern, Studierenden, Migranten und Flüchtlingen besuchte die Veranstaltung. Zudem konnten interessierte Gäste sich über die Arbeit des soziokulturellen Zentrums des Soko e.V informieren.

Gegen 17:00 Uhr startete das musikalische Liveprogramm auf der eigens eingerichteten Bühne mit lokalen und überregionalen Bands und Hip-Hop Künstlern wie den „Blowout Monkey“, „Roni87“ und „AkzentOne. Auch einzelne Mitglieder des sozial-kulturellen Migranten Vereins „Begegnung mit Afrika e.V. Witten“ nutzen die Gelegenheit und spielten spontan ein paar afrikanische Musikstücke. Somit waren nicht nur verschiedene Musik-Genres, sondern auch unterschiedliche Nationalitäten auf der Bühne vertreten.

Aufgrund der frühen Berichterstattung in den sozialen Medien und der lokalen Zeitung wurden viele Personen auf das „Trotz Allem“ Nachbarschaftsfest aufmerksam. Dadurch konnte während des Veranstaltungszeitraums eine Gesamtbesucheranzahl von etwa 300 Gästen verzeichnet werden. Für den Soko e.V. war die Veranstaltung „…ein voller Erfolg und die Rückmeldungen aus der Nachbarschaft waren ebenfalls durchweg positiv“, so Justus Förster vom Soko e.V..

Um 21:00 Uhr wurde das Sommerfest offiziell beendet. Im Anschluss halfen viele Gäste bei den anstehenden Aufräumarbeiten, so dass die Straße bereits gegen 21:30 Uhr wieder befahren werden konnte. Die Mitglieder des soziokulturellen Zentrums „Trotz Allem“ bedanken sich herzlich bei allen beteiligten Personen für die Unterstützung und Realisierung des Nachbarschaftsfestes. Leider war diese Veranstaltung auch die letzte des SOKO e. V. am Standort Augustastraße 58. Derzeit schauen die Mitglieder sich nach einer neuen Lokation im Bereich Witten Innenstadt um.

Für eine gelebte und gefeierte – Willkommenkultur: „Welcome Festival“ in der WERK°STADT setzt Zeichen für Toleranz

Zum Jahresende hin wurde in der WERK°STADT und im Treff° mit einer Mischung aus Live-Musik und DJ-Sets wieder ein lautstarkes Zeichen für ein Witten der Willkommenskultur, der Vielfalt und der Toleranz gesetzt: Mit dem „Welcome Festival“ am Samstag, den 5. November 2016. Das Festival war erneut eine Kooperation der WERK°STADT, der Grenzfrei Gruppe Witten und der Hardenstein Gesamtschule. Es wurde durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die LAG Soziokultur gefördert.

So vielfältig und bunt wie die Gesellschaft, für die das Festival sich stark machte, las sich auch das Line-Up, das unter anderem mit Künstler_innen aus den Bereichen Rap, Punk und Rock begeistern könnte. Bands mit Wittener Lokalkolorit wie die Dead Koys (Emo-Rock/Punk) oder Farbfunk (Rapmusik) waren ebenso vertreten wie der überregional bekannte Musiker Der Wolf, der vielen noch mit Hits wie „Gibt’s doch gar nicht“ oder „Oh shit – Frau Schmidt“ im Ohr sein dürfte. Außerdem waren auf der großen Bühne im Saal noch folgende Acts zu sehen: Kumpel Anton (Liedermacher/Punk), The Phrasers (Alternative/Punkrock), Plöpp (Punk) und NeiT (Rap).

Wer im Anschluss an die Konzerte noch weiter feiern möchte, konnte die Nacht auf der Aftershowparty in der WERK°STADT Halle mit vielen großartigen DJs aus dem Bereich Minimal, Techno und Deep House zum Tag machen. Für fette Beats bis in die frühen Morgenstunden sorgten Jonathan, Neele Charon, Arne Schattenberg, Kopter, Gulian Just, Merita, Philip Zerr und Nata.

Das Musikfestival war einerseits Plattform der Begegnung und andererseits Ort der Informationen. Daher gab es neben dem musikalischen Schwerpunkt auch ein inhaltliches Rahmenprogramm. Wichtig war es, nicht der gängigen medialen Darstellung von unzulässigen Verallgemeinerungen zu folgen, sondern Einzelbiographien in den Blick zu nehmen. Das Festival trug daher den Appell, sich mit den Geflüchteten, die vor Ort in Witten leben, persönlich auseinanderzusetzen.

Ein Eintritt wurde nicht erhoben, aber das Organisationsteam freute sich über eine freiwillige Spende in Höhe von 5,00 Euro zur Unterstützung der regionalen Flüchtlingsarbeit in Witten und Umgebung.