Medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen: Anfrage der Fraktion WBG vom 11.05.2011

Sehr geehrter Herr Karpowicz,

zu Ihrer Anfrage nimmt der Fachbereich wie folgt Stellung:

Zu Frage 1:

Wie gestaltet sich in Witten die Versorgung Obdachloser, betroffen sind auch Kinder und Jugendliche?

Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung Wohnungsloser (und Asylbewerber) in Witten wurde am 29.10.2007 der Einsatz eines Arztmobils des Diakonischen Werkes (besetzt mit einem Arzt und einer Krankenschwester) aufgenommen.

Das Arztmobil sucht dazu die Aufenthaltsorte der wohnungslosen Menschen auf. Dort werden Kontakte zu dem Personenkreis hergestellt und medizinische Erstversorgung geleistet. Danach soll die Vermittlung in die medizinische Regelversorgung erfolgen.

Zurzeit wird von den beiden in Witten bestehenden Wohnungslosenunterkünften nur noch das Haus `In der Mark 110´  vom Arztmobil aufgesucht. Nach nur sehr wenigen Fällen der Erstversorgung in der Anfangsphase ist eine dortige Inanspruchnahme schon seit längerer Zeit nicht mehr bekannt geworden. Die andere Wohnungslosenunterkunft `Am Mühlengraben 8 / 10´ wird mangels Bedarfs schon seit Jahren vom Arztmobil nicht mehr aufgesucht.

Weitere Einsatzstellen in Witten sind die Tafel, Herbeder Str. 22, und  der Standort des Diakonischen Werkes in Witten, Röhrchenstr. 10, sowie diverse Stellen im EN-Südkreis und in Hagen. Über den Umfang der vg. nicht städtischen Stellen liegen hier keine Zahlen vor.

Da in Witten keine wohnungslosen Kinder und Jugendliche in städtischen Unterkünften untergebracht sind, liegen darüber keine Erfahrungswerte vor.

Zu Frage 2:

Wie viele Wohnungslose werden in Witten erfasst?

In Witten werden derzeit 29 wohnungslose Personen in städtischen Unterkünften untergebracht, die aber überwiegend krankenversichert sind, selbst die „normale“ ärztliche Behandlung suchen und deshalb das Arztmobil nicht in Anspruch nehmen. In den übrigen Fällen wird die medizinische Versorgung von den Mitarbeitern des Amtes für Wohnen und Soziales –Sachgebiet Unterbringung- initiiert und im Rahmen der sozialarbeiterischen Betreuung der Wohnungslosen konsequent eingeleitet und verfolgt.

Zu Frage 3.:

Besteht bereits eine Kooperation mit benachbarten Kommunen?

Eine Kooperation Wittens mit anderen Städten im Bereich der medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen besteht nicht, da dafür kein Bedarf erkennbar ist.


Mit freundlichen Grüßen

gez. Leidemann

 

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