Der Werkhof (Alter Garten 15) steht an seinem „Tag der offenen Tür" am Freitag, 15. Juni, ab 12 Uhr ganz im Zeichen von Toleranz, Migration und Integration. Zum einen ist es dem Werkhof gelungen, die Fotoausstellung „Zwei Welten" von Annet van der Voort ins Haus zu holen. Zum anderen wird ein von den Schülerinnen und Schülern erstelltes Kunstwerk mit dem Titel „Meilenstein der Toleranz" – gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken" – enthüllt. Bürgermeisterin Sonja Leidemann wird die Ausstellung eröffnen und den Meilenstein einweihen. Zwei Wochen lang sind die großformatigen, eindrucksvollen Bilder dann im Werkhof zu besichtigen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ausstellung-zweiwelten.de.
Gleichzeitig öffnen der Werkhof und die Soziale Gruppenarbeit ihre Werkstatt- und Gruppenräume und möchten alle Interessierten über ihre Arbeit informieren.
Jugendwerkstatt Werkhof
Seit 1986 arbeitet der Werkhof mit Jugendlichen, über 16 Jahre als Verein und seit 2003 als Abteilung der Wabe mbH. Er fördert Jugendliche ab zwölf Jahren bis zum Ende der Schulpflicht nach der 10. Klasse. Der Werkhof steht seit Jahren für eine erfolgreiche Arbeit mit schulmüden Kindern und Jugendlichen. Schulverweigerern aller Schulformen und lernbehinderten Jugendlichen wird eine Reintegration in das Schulsystem oder in Beschäftigungsverhältnisse ermöglicht.
Nach dem Umzug in die ehemalige Wannenschule im Januar 2008 standen den Schülern und Schülerinnen die Holzwerkstatt, die Metallwerkstatt und die Kreativwerkstatt als Werkbereiche zur Verfügung. Nach einer Umbauphase gibt es seit 2010 auch wieder eine Küche und die Jugendlichen haben die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung ihr Mittagessen selbst zu kochen. Außerdem befindet sich die Soziale Gruppenarbeit im Haus, sodass beide gemeinsam den Tag der offenen Tür gestalten.
Soziale Gruppenarbeit der Stadt Witten
Seit 1976 bietet das Jugendamt der Stadt Witten Soziale Gruppenarbeit (SGA) an. Sie ist eine ambulante Form der Erziehungshilfe, die nachweislich in vielen Fällen vor einer Fremdunterbringung bewahrte. Die SGA ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis maximal 15 Jahren sowie deren Familien, bei denen sich durch besondere Lebenssituationen Störungen im innerfamiliären Bereich zeigen. Die Arbeit baut auf eine ganzheitliche Sichtweise des Kindes / Jugendlichen auf, d.h. die gesamte Familie in all ihren Lebens- und –Sozialisationsfeldern wird gesehen. Ziel der SGA ist, festgestellte Entwicklungs- und Erziehungsdefizite auszugleichen. In den zwei altersdifferenzierten Gruppen werden bis zu13 Kinder/Jugendliche jeden Schultyps betreut.
(13/06/12 – gm/lk)
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