Claim der Aktionswochen "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt."

Bundesweite Kampagne informiert über Aufgaben und Leistungen der Jugendämter 

Witten engagiert sich fortwährend, um Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Mütter und Väter über Unterstützungsmöglichkeiten, Rechte und Pflichten zu informieren!

Titelbild Pocketbroschüre "Was Jugendämter leisten"

Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter
c/o Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
Rheinland-Pfalz Landesjugendamt
Postfach 2964, 55019 Mainz

herausgegeben im Mai 2011

 

Plakatmotive

Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter
Motive der 10 Plakate

erschienen im Mai 2011

Vor Ort: Amt für Jugendhilfe und Schule in Witten

Unter dem Motto „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“ laden die Jugendämter in Deutschland Bürgerinnen und Bürger ein, sich über die Aufgaben und Angebote der rund 600 Jugendämter in Deutschland zu informieren. Witten engagiert sich nicht nur im Aktionszeitraum, sondern auch darüber hinaus. 

" Wir leisten täglich gute Arbeit für die Kinder, Jugendlichen und Familien in unserer Stadt", sagt Jutta Schmidt, Leiterin des Amtes für Jugendhilfe und Schule in Witten. "Damit die Hilfesuchenden aber auch erfahren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und welche Rechte und Pflichten sie haben, müssen wir unsere Angebote darstellen und vor allem transparent machen.  Mit Faltblättern, Broschüren und inbesondere mit unserem Informationsangebot im Internet unter www.witten.de / Familie, Bildung & Soziales möchten wir die Wittener Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzen, selber aktiv zu werden und nach passgenauer Unterstützung zu fragen. Die bundesweite Kampagne unterstützt diese Zielsetzung mit vielfältigem Informationsmaterial zur Arbeit der Jugendämter in Deutschland. Insbesondere die Pocketbroschüre "Was Jugendämter leisten" wird den Wittenerinnen und Wittenern z.B. in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Arztpraxen, bei Veranstaltungen und im Internet zur Verfügung gestellt. Plakate zu den verschiedenen Themen der Jugendhilfe rücken ins Bewusstsein, wie eng Alltagssituationen mit dem Leistungsspektrum der Jugendhilfe verwoben sind. In Witten ist die Kampagne ein Appell an die Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Mütter und Väter: Wenn ihr/Sie Sorgen oder Probleme habt/haben, sprecht/sprechen Sie uns an! Gemeinsam suchen wir nach Lösungen und einer passgenauen Unterstützung!"

Daten und Fakten zur Jugendhilfe in Witten:

Frühe Hilfen in Witten sind ein lokales Unterstützungssystem mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern, Kinder und Jugendliche ab Beginn der Schwangerschaft bis zur Volljährigkeit. Frühe Hilfen I/ KiWi - Kind in Witten ist der erste, schon realisierte Baustein der Frühen Hilfen. 2010 wurden 719 Wittener Kinder geboren. Im Rahmen des Projektes KiWi haben 559 Familien (78%) den Begrüßungsbesuch durch eine (Familien)-Hebamme im Auftrag der Stadt Witten wahrgenommen. Bei 65% der Begrüßungsbesuche war die Mutter Gesprächspartnerin der Hebamme. Bei 27% haben Mutter und Vater am Gespräch teilgenommen. Die am häufigsten gestellten Fragen bezogen sich auf den Umgang mit Frühgeborenen und Schreibabys und auf die Ernährung. 20% der besuchten Familien wurde eine weitergehende ambulante Unterstützung angeboten.

In 2010 gab es 36 KiWi-Gruppen (Eltern/Kind-Gruppen und PEKIP-Gruppen) mit 95% Auslastung. Die meisten Eltern haben über die Begrüßungsbesuche, die Kindertageseinrichtungen oder über Freunde von den KiWi-Gruppenangeboten erfahren. Bei den Themen interessieren sich 19,4% der Eltern für das Thema Ernährung, 16,4% für Kinderspiele und Spielzeug, 16,4% für Erziehung und 14,9% für Motorik. Bei der Stichprobenerhebung zur Bewertung der KiWi-Kurse waren 73,5% der Befragten sehr zufrieden und 24,5% zufrieden. 93,9% der Eltern würden an einer weiteren KiWi-Gruppe teilnehmen. 73,5% der Eltern wollen durch die Gruppe entstandene Kontakte pflegen.

Weitere Informationen unter www.kind-in-witten.de

Hilfen zur Erziehung in Witten

Wenn es in einer Familie zu einer Belastungs- oder Krisensituation gekommen ist, hält die Kinder- und Jugendhilfe eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereit. Entscheidend für die richtige Hilfe ist jeweils der konkrete Bedarf im Einzelfall.

Insgesamt hat der Bedarf an Hilfen zur Erziehung in den vergangenen Jahren in Witten, aber auch im bundesweiten Vergleich, deutlich zugenommen. Auffälligkeiten im Verhalten der Kinder, Ratlosigkeit der Eltern in Erziehungsfragen, eine sensiblere Begleitung der Fälle durch die Familiengerichte, gesetzliche Veränderungen aber auch die größere Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Kinderschutzfragen sind hier u.a. als Gründe anzuführen.

Für die Hilfesuchenden ist der Bezirksdienst des Amtes für Jugendhilfe und Schule die erste Anlaufstelle. Beratung und die gemeinsame Suche nach Lösungsansätzen macht mit 47% im bundesweiten Durchschnitt den größten Anteil der Hilfen zur Erziehung aus. Im Gespräch entscheiden Kinder, Jugendliche und Eltern gemeinsam mit der/dem Bezirkssozialarbeiterin/Bezirkssozialarbeiter, ob eine weitergehende Erziehungsberatung oder eine ambulante oder stationäre Hilfe sinnvoll sind. Nur in wenigen Fällen muss das Familiengericht eingeschaltet werden oder zum Schutz des Kindes eine Inobhutnahme erfolgen.

Der Anteil der ambulanten Hilfen, bei denen Familien unmittelbar in ihrem Alltag unterstützt werden, ist in Witten von 16 Familien im Jahr 1999 auf 132 Familien im Jahr 2010 kontinuierlich gestiegen. Die ambulanten Hilfen, insbesondere die Sozialpädagogische Familienhilfe, werden in Witten durch die Freien Träger der Jugendhilfe im Auftrag der Stadt durchgeführt. Je nach Einzelfall und konkretem Bedarf können sie einfache unterstützende Hilfen, wie auch intensive therapeutische Maßnahmen umfassen. Bundesweit macht der Anteil der ambulanten Hilfen 29% der Hilfen zur Erziehung aus, Tendenz steigend. Die Kosten für die familienunterstützenden Maßnahmen sind in Witten von wenigen Tausend Euro im Jahr 1997 auf 1.210.893 € im Jahr 2010 gestiegen.

2010 haben in Witten 276 Kinder nicht bei ihren Eltern gelebt und waren stationär untergebracht. Davon haben 179 Kinder ein Zuhause in Pflegefamilien gefunden, 97 Kinder haben in Heimen gelebt. Mit 107 Kindern im Jahr 1997 und 179 Kindern im Jahr 2010 ist der Anteil der Kinder in Pflegefamilien kontinuierlich gestiegen. Gegenüber dem Höchststand mit 103 Kindern im Jahr 1997 ist der Anteil der im Jahr 2010 in Heimen untergebrachten Kinder mit 97 Kindern sogar leicht gesunken. Seit einigen Jahren zeichnet sich hier aber wieder eine steigende Tendenz ab. Mit 24% bundesweit liegt der Anteil der stationären Hilfen (Pflegefamilie oder Heim) stabil bei etwa einem Viertel der Hilfen zur Erziehung.

Die Kosten für eine stationäre Unterbringung liegen je nach Ausgestaltung der Unterbringung zwischen 3.300 und 6.000 € je Kind und Monat. Für Intensivmaßnahmen müssen Kosten bis zu 10.000 € je Kind und Monat aufgewendet werden. Bei den Pflegefamilien sind die Gesamtkosten in Witten von 916.754 € im Jahr 1997 auf 2.150.916 € im Jahr 2010 gestiegen. Bei der Unterbringung in Heimen lagen die Kosten 1997 bei 3.070.082 €, 2010 bei 4.070.082 €. 

Die Gesamtkostenentwicklung für Hilfen zur Erziehung in Witten zeigt einen Anstieg von 4.013.155 € im Jahr 1997 auf 8.681.685 € im Jahr 2010.

Weitere Informationen unter www.witten.de / Familie, Bildung & Soziales

Uni Witten Herdecke

Link: Universität Witten Herdecke

VHS

Link: Volkshochschule Witten Wetter Herdecke

KiWi

TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN

Logo: Vielfalt tut gut

KiJuPa

Das Jugendamt.

WIN

Link: Wittener Internationales Netzwerk

Klickit-witten.de

Bündnis Soziale Stadt

Apothekennotdienst

Link: Apothekennotdienstkalender

Pflege-Info EN

Link: Pflegeberatung EN

Blutspendetermine

DRK-Blutspendedienst West
Aktuelle Blutspendetermine in WITTEN
 
 

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