"Vielfalt tut gut" - dieses Motto trug ein bundesweites Programm, das 2010 auch in Witten angekommen ist. Im Kern geht es darum, Vielfalt, Toleranz und Demokratie in der Gesellschaft durch lokale Projekte von freien Trägern und Initiativen zu fördern.
In einer Entwicklungsphase standen in der zweiten Jahreshälfte 2010 bereits Fördermittel zur Verfügung, um die notwendigen Schritte zur Aufstellung eines lokalen Aktionsplans (LAP's) für Witten durchführen zu können. So wurden Leit- und Handlungsziele formuliert, mögliche Aktions- und Arbeitsfelder skizziert und in dem lokalen Aktionsplan für Witten dargestellt.
Die lokale Koordinierungsstelle ist bei der städt. Jugendförderung im Amt für Jugendhilfe und Schule angesiedelt und steuert gemeinsam mit der externen Koordinierungsstelle, vertreten durch die VHS Witten, Wetter, Herdecke die Umsetzung des lokalen Aktionsplans.
Zum 01.01.2011 wurde das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut" mit einem weiteren Programm des Familienministeriums zusammengefasst und wird seither unter dem Namen „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" geführt.
Der Wittener Begleitausschuss zur Vergabe der Fördermittel für das Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN" hat in seiner Sitzung am 21.02.12 die ersten Projekte für 2012 bewilligt. „Ich finde es sehr erfreulich, dass in diesem Jahr auch zwei Projekte von Wittener Sportvereinen gefördert werden", erklärt Michael Lüning vom Amt für Jugendhilfe und Schule, als städtischer Koordinator zuständig für die Umsetzung des lokalen Aktionsplans in Witten.
Im Begleitausschuss, der über die Verteilung der Gelder in Witten befindet, arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik, von sozialen Trägern wie AWO, Caritas, Diakonie und dem Paritätischem, aus Sport und Kultur, des Amtes für Jugendhilfe und Schule, des Jobcenters und die Wittener Integrationsbeauftragte mit. Neben der Bewilligung der Projekte des DJK Blau-Weiß Annen „Tischtennis verbindet – Gemeinsam an die Tische" und der „Interkulturellen Familienolympiade" des FSV Witten, wurden auch wieder Fördermittel für Musik- und Jugendprojekte wie für die „Rap-Connection" des Vereins für Kinder- und Jugendförderung Witten-Annen e.V. und einer neuen Auflage des „Bandbreite-Projekts - für Toleranz, gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit" der Wittener Werkstadt bewilligt. In diesem Jahr erneut gefördert werden Projekte der Wittener Internationalen Gesellschaft, von Kontrakt – Unternehmen für Bildung e.V. und der Ev. Jugend im Kirchenkreis Hattingen/Witten. Letztere übernahmen auch die Antragsstellung für ein gemeinsames Projekt der Wittener Jugendverbände. Das Projekt „1000 mal Gesicht zeigen" möchte auf großen Plakatwänden und Postern tausend Gesichter von jungen Menschen aus den Jugendverbänden in Verbindung mit einer Aussage zu Toleranz, Demokratie und Engagement gegen rechtsextreme Tendenzen portraitieren. Ferner wird die Wabe mit dem künstlerisch geprägten Projekt „Meilenstein der Toleranz" gefördert.
„Dem Begleitausschuss lagen 19 Anträge vor, von denen 12 bewilligt wurden", berichtet Michael Lüning. „Dabei sind bis auf 5000,- € die gesamten in diesem Jahr zur Verfügung stehenden Mittel (90.000 €) verausgabt worden. Diese Restmittel sollen in einer zweiten Antragsphase im Frühjahr insbesondere Kleinprojekten von Jugendlichen zu Gute kommen und werden in einer weiteren Sitzung des Begleitausschusses vergeben", so Lüning weiter.
Ansprechpartner:
VHS, Susanne Klönne, Tel. 581-8680, susanne.kloenne(at)vhs-wwh.de
Stadt Witten, Amt für Jugendhilfe und Schule, Michael Lüning, Tel.581-5190, michael.luening(at)stadt-witten.de
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