Tipps für eine bewusste Lebensführung - Anlaufstellen im Überblick
Ewige Jugend und Gesundheit - leider nur ein schöner Traum. Nicht alle altersbedingten Krankheiten und Gebrechen lassen sich vermeiden. Doch durch eine bewusste Lebensführung können Sie viel zu Ihrem Wohlbefinden beitragen, länger aktiv bleiben und altersbedingte Beschwerden zumindest lindern.
Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang eine gesunde Ernährung, Bewegung und ein maßvoller Umgang mit Genussmitteln. Sollten Sie dennoch einmal krank werden, ist es gut zu wissen, welche geeigneten Rehabilitationsmaßnahmen es gibt.
Die Mitarbeiterinnen des Fachbereiches „Seniorenhilfe“ des Sozialamtes haben u.a. bei Krankenkassen und Krankenhäusern in Witten nachgefragt und für Sie die wichtigsten Informationen zum Thema „Gesundheit im Alter“ zusammengefasst. Seniorinnen und Senioren, die sich an ein paar „goldene Regeln“ halten, verbessern ganz erheblich ihre Chancen, ein hohes Alter bei geistiger Frische zu erreichen.
Sollten Sie, nachdem Sie den Ratgeber komplett gelesen haben, noch weitergehende Fragen zum Thema Gesundheit haben, auf die im Ratgeber bisher nicht eingegangen worden ist, oder uns ergänzende Informationen liefern können, würden wir ( Birgit Böcker und Erika Radowsky von der Seniorenhilfe ) uns über Ihren Besuch oder Ihren Anruf freuen.
Am Ende des Kapitels finden Sie noch eine Liste mit den wichtigsten Kontaktadressen und Telefonnummern für Gesundheitsfragen.
Ausgewogene Ernährung
Durch eine gesunde und maßvolle Ernährung können Sie auf viele Gesundheitsprobleme, die vorwiegend im Alter auftreten, Einfluss nehmen. Auf Ihrem Speiseplan sollte eine vitamin- und mineralstoffreiche Mischkost aus Obst, Gemüse, Milchprodukten, Fisch und wenig Fleisch stehen. Die 1.500 bis 2.200 Kilokalorien, die Sie täglich benötigen, nehmen Sie besser in fünf kleinen als in drei großen Mahlzeiten zu sich. Dadurch verringert sich die Belastung von Herz und Kreislauf und Ihre Leistungsfähigkeit bleibt den ganzen Tag über verhältnismäßig konstant. Ernährungsexperten weisen auch darauf hin, dass dies zudem einen positiven Einfluss auf die Regulierung des Gewichtes hat.
Übergewicht ist in unserer Gesellschaft ein großes gesundheitliches Problem: Es beeinträchtigt die Beweglichkeit, erhöht die Belastung von Wirbelsäule, Bändern und Gelenken und begünstigt die Entstehung von Herz - und Kreislauferkrankungen oder Diabetes.
Trinken nicht vergessen
Bei einer bewussten Ernährung sollten Sie jedoch nicht nur auf das Essen achten, sondern auch das Trinken nicht vergessen: Der Flüssigkeitsbedarf liegt mindestens bei zwei Litern pro Tag. Ältere Menschen haben jedoch manchmal kein ausgeprägtes Durstgefühl. Sie trinken deshalb einfach zu wenig. Verwirrtheitszustände werden bei alten Menschen nicht selten durch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme hervorgerufen. Wenn Sie über längere Zeit zu wenig trinken, können Sie Ihren gesamten Organismus schädigen und es können dadurch sogar lebensbedrohende Situationen eintreten.
In Bewegung bleiben
„Wer rastet, der rostet“ lautet ein altes Sprichwort. Bleiben Sie daher in Bewegung: Regelmäßige gymnastische Übungen, Spazieren gehen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen machen Spaß und sind gut für Herz und Kreislauf. Wo Seniorinnen und Senioren in Witten geeignete Sport- und Fitnessangebote finden, steht in Kapitel 4 unseres Ratgebers.
Vorsorgemaßnahmen
Die heutige Medizin kann viele Krankheiten heilen bzw. lindern. Entscheidend ist dabei jedoch oft der Zeitpunkt, an dem die Krankheit erkannt wird. Je früher eine Krankheit behandelt wird, um so besser. Deshalb nutzen Sie bitte die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen - insbesondere zur Früherkennung von Krebs, Diabetes, Herz -, Kreislauf - und Nierenerkrankungen.
Darüber hinaus wird von Gesundheitsexperten alle zwei Jahre eine allgemeine Untersuchung empfohlen. Bei körperlichen Beschwerden, Hautveränderungen, Gewichtsverlust, Seh- und Hörstörungen sollten Sie selbstverständlich sofort einen Arzt aufsuchen.
Einnahme von Medikamenten
Auch die Einnahme von Medikamenten kann zur Erhaltung oder Verbesserung Ihrer Gesundheit erforderlich sein. Doch nehmen Sie Medikamente niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt der Ihrer Ärztin. Wenn Sie Fragen haben zur Kostenbefreiung beim Erwerb von Medikamenten, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse. Die vollständige Befreiung ist u.a. möglich, wenn das gesamte Bruttoeinkommen einen bestimmten Betrag nicht übersteigt. Dieser Betrag wird jährlich neu festgesetzt.
Stadt Witten | Marktstr. 16 | Postfach 2280 | 58449 Witten
Telefonzentrale: 02302 581-0 | E-Mail: rathaus@stadt-witten.de