Wohnen im Alter: Neues Konzept im Haus am Voß’schen Garten

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Seit mehr als 20 Jahren bietet die städtische Seniorenhilfe älteren Wittenerinnen und Wittenern qualifizierte Unterstützung an. Erst vor wenigen Monaten hat ein neu strukturiertes Seniorenbüro in nun leicht erreichbaren Räumen im Sockelgeschoss des Rathaus-Südflügels seine Arbeit aufgenommen. „Offene Fragen gibt es genug“, so Birgit Böcker, die für die Informationsarbeit in der Seniorenhilfe mitverantwortlich ist und unter anderem den „Seniorenratgeber“ auf dem neuesten Stand hält. Derzeit steht bei ihr das Thema „Altenpflegeheime“ oben auf der Tagesordnung. Durch den Bau des neuen Hauses der Boecker-Stiftung im Voß’schen Garten sei das Angebot in Witten wieder etwas breiter geworden, sagt Birgit Böcker. Sie macht eine „Tour“ durch alle neun Wittener Altenpfegeheime und stellt nun ihre Erkenntnisse und Erlebnisse vor.

„Hier bin ich zu Hause und fühle mich wieder jung“. Anneliese Paulus sitzt im Rollstuhl und fühlt sich in dem neuen Haus im Voß’schen Garten sichtlich wohl. Sie ist eine von 80 (möglichen) Bewohner(inne)n, die seit einiger Zeit in dem kleinen Innenstadtpark direkt gegenüber der Sparkasse ihr neues, besonderes Zuhause gefunden haben. Denn das Haus bietet eine ganz spezielle, großfamilienähnliche Wohnform an.

Wohngemeinschaften

Die Bewohnerinnen und Bewohner leben in acht Wohngemeinschaften zu höchstens zehn Personen. „Wir sind wie eine Großfamilie in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus“, sagt  Anneliese Paulus. Die Wohnung bestehe aus jeweils eigenen Schlafzimmern, einer Gemeinschaftsküche, Essbereich und Wohnbereich. Dazu gehöre auch eine großzügige Loggia, auf der bei schönem Wetter auch gern gegessen wird. Paulus: „Sein Einzelzimmer kann aber jeder mit den eigenen Möbeln ausstatten.“

In der Wohnküche wird gemeinschaftlich gekocht, „Familienmitglieder“ machen mit – wenn sie noch können und möchten. Anneliese Paulus: „Ich schäle Kartoffeln und Gemüse, das kann ich noch gut.“  Die Alltagsbetreuerin Anja Welder nimmt die Hilfe gern an, auch wenn es etwas länger dauert, bis das Essen auf dem Tisch ist: „Es ist wie ein Leben in einer Großfamilie.“ Ganz aktuell gibt es einen Kochkurs für sie und die Kolleginnen, um „Essen wie bei Muttern“ auch nach alter Tradition und alten Rezepten auf den Tisch bringen zu können.

Aber das Haus bietet natürlich auch Raum und Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten aller Bewohner. Da sind beispielsweise Erholung auf der großen Gemeinschaftsterrasse oder Sammlung im hauseigenen Andachtsraum angesagt. Nachmittags gibt es verschiedene Unterhaltungs- und Beschäftigungsangebote, beispielsweise Musikabende, bei denen gemeinsam gesungen wird. Zwar sind Haustiere im Voß’schen Garten nicht möglich, aber es kommen Besucher mit entsprechend geschulten lieben Hunden. Dann ist Streicheln und Knuddeln angesagt, alle Bewohner haben dabei ihren Spaß.

Abwechslung

Für Abwechslung sorgt auch die generationübergreifende Initiative KimBo. Kinder aus dem Haus der Jugend besuchen die Seniorinnen und Senioren und unternehmen etwas gemeinsam mit ihnen. „Als ich das Haus besuchte, war grad Minigolf angesagt“, berichtet Birgit Böcker.

Nach einem aufschlussreichen Besuch zieht die Seniorenberaterin ihr Fazit: „Wer sich als älterer Mensch nach einem Altenheimplatz umsieht, sollte sich immer kritisch fragen: Was möchte ich noch erleben, was kann ich noch? Gleiches gilt natürlich auch für Kinder, die das für ihre Eltern oder Verwandten tun. Eines ist aber ganz wichtig. Man sollte das Haus immer selbst in Augenschein nehmen, sich ein eigenes Bild machen und mit den Verantwortlichen dort reden.“ Wer das im Haus im Voß’schen Garten tun möchte, kann sich unter der Rufnummer (02302) 28264500 mit Mariandl Bartz-Swienty in Verbindung setzen.

Foto: Jörg Fruck, Kaffeeklatsch im Haus am Voß’schen Garten

(BB/jk – 11/11/08)

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Am Leben teilhaben: Altenzentrum St. Josef in Annen

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Seit mehr als 20 Jahren bietet die städtische Seniorenhilfe älteren Wittenerinnen und Wittenern qualifizierte Unterstützung an. Das Seniorenbüro ist in leicht erreichbaren Räumen im Sockelgeschoss des Rathaus-Südflügels zu finden. Als neuen Schritt, den Bürgerinnen und Bürgern das Angebot in „ihrer Stadt“ näher zu bringen, macht Birgit Böcker vom Seniorenbüro eine Tour durch alle neun Wittener Altenpflegeheime und stellt nun ihre Erkenntnisse und Erlebnisse vor. Heute: das Altenzentrum St. Josef in Annen.

Rolf Riemer (Foto – mit Birgit Böcker) braucht mit seinen 86 Jahren einen Gehwagen, draußen fährt er noch mit einem Elektrorollstuhl seine Wege und ist viel unterwegs. Er fühlt sich wohl in dem großen Haus, in dem er seit vier Jahren auf einer Heimstation in seinem eigenen Zimmer  wohnt. 160  Frauen und Männer können in den Einzel- und Doppelzimmern von St. Josef ein neues zu Hause finden. Auf den einzelnen Heim- und Pflegestationen gibt es eine Menge selbst zu organisieren und zu tun – etwa in der Gemeinschaftsküche der Heimstationen, die auch rege genutzt wird.

„Aber es gibt auch gemeinsame Veranstaltungen des Hauses“, erzählt Rolf Riemer. So hat er in seinem Zimmer ein kleines „Studio“ eingerichtet, wo er alte Filme aufnimmt und mit Hilfe der Sozialbetreuer alle vier Wochen Filmnachmittage macht. „Ohne das Engagement der Betreuer ginge hier lange nicht so viel, sie sind immer für uns da“, so Riemer.  Auch die stellvertretende Pflegedienstleiterin Angelika Theißen stimmt dem zu: „Wir dürfen viel selbst entscheiden, haben hier im Haus viel Freiheiten zum Organisieren.“

Das Gespräch mit Rolf Riemer findet beim regelmäßigen Mittwochskaffeetrinken statt, das dieses Mal unter dem Motto „Schwarzwaldnachmittag“ steht und mit Operettenliedern beginnt. Oft erfreue die Bewohner dabei eine nette ältere Dame, die dann auch Klavier spiele, erzählt Rolf Riemer: „Sie ist schon 94 Jahre und kommt jede Woche ehrenamtlich zu uns.“ Eine ganz besondere Freude seien aber die Kinder, die die Seniorinnen und Senioren regelmäßig besuchen. Dann sei zum Beispiel beim Minigolfspielen Spaß und Bewegung angesagt. Geselligkeit gäbe es aber auch bei den „Kneipenabenden“, wenn in der Kaminecke bei Bier, Wein und Sekt zum Akkordeon gesungen wird. Riemer: „Bei uns ist immer was los, allein muss niemand sitzen.“

Nach ihrem Besuch zieht Birgit Böcker ihr Fazit: „Auch größere Häuser bieten neben guter Ausstattung viel Lebensqualität an. Schauen Sie es sich an, sprechen Sie mit den Betreuern und Bewohnern, machen Sie sich ein rundes Bild. Und wenn Sie vergleichen wollen, besuchen Sie auch die anderen Wittener Häuser.“ Das Altenzentrum St. Josef in Annen ist an der Stockumer Straße inmitten einer durchgrünten Siedlung mit angegliederten Altenwohnungen zu finden. Für Nachfragen steht die Pflegedienstleiterin Bernadette Heiduk unter der Rufnummer (02302) 665 0 zur Verfügung.

(BB/jk 27/11/08)

Wohnen und Pflege im Grünen: Haus Buschey in Bommern

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Um den Bürgerinnen und Bürgern die Altenpflegeheime in „ihrer Stadt“ vorzustellen, macht Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros derzeit eine Tour durch alle neun Einrichtungen. Ihre Erkenntnisse und Erlebnisse stellt sie in einer kleinen Serie vor. Heute: Haus Buschey in Bommern.

„Ich war mit Leib und Seele Krankenschwester und kann nun auch die Hilfe für mich annehmen“. Hanni Braun (Foto, mit Birgit Böcker) lebt seit etwa einem Jahr im Haus Buschey. Sie ist 81 Jahre und hat ihr halbes Leben in Bommern gewohnt und wollte auch dort bleiben. Kurze Wege kann sie noch mit ihrem Gehwagen machen. „Für weitere Fahrten holt mein Sohn mich mit dem Auto ab“, so Hanni Braun. Sie bekommt fast jeden Tag Besuch.

Sie fühlt sich wohl in dem kleinen Haus, wo sie in einem schönen Zimmer in ihren eigenen Möbeln wohnt. Eine Freundin, mit der sie immer zusammen sein könnte, hat sie noch nicht gefunden, dafür aber eine nette Zimmernachbarin und viele nette Mitbewohner. 70 Frauen und Männer können in den Einzel- und Doppelzimmern vom Haus Buschey ein neues zu Hause finden.

Langweilig wird es ihr selten, jeden Tag wird etwas angeboten. „Ich bin fast jeden Tag dabei, mache gern Sitzgymnastik, Sitztanz und singe ganz besonders gern“. Ein Höhepunkt sind auch immer die gemeinsamen Feste, da sind die Bewohner schon immer ein bisschen aufgeregt. Auch die regelmäßigen Besuche durch Kindergruppen machen viel Spaß. Zusätzlich gibt es Kinonachmittage mit herrlich alten Filmen und Bingonachmittage.

Das wöchentliche Waffelbacken wird gern angenommen: „Es riecht dann so lecker im Haus“, freut sich Hanni Braun und dankt den freiwilligen Helfern, die sich dann immer so lieb um alles kümmern. Dort hat auch der Besuch stattgefunden, wobei sie über den Heimalltag lieber in ihrem gemütlichen Zimmer erzählen wollte.

Nach ihrem Besuch zieht Birgit Böcker ihr Fazit: „Es ist ein kleineres gemütliches Heim, das neben guter Ausstattung viel Grün zu bieten hat. Schauen Sie es sich an, sprechen Sie mit den Betreuern und Bewohnern, machen Sie sich ein rundes Bild. Und wenn Sie vergleichen wollen, schauen Sie sich die anderen Wittener Häuser auch an.“

Das Haus Buschey in Bommern ist eine Einrichtung der Evangelischen Stiftung Volmarstein und an der Wengernstraße 53 zu finden. Für Nachfragen steht Heimleiter Robby Staude unter der Rufnummer (02302) 93 60 00 zur Verfügung. Die städtische Seniorenhilfe bietet seit Jahren älteren Wittenerinnen und Wittenern qualifizierte Unterstützung an. Das Seniorenbüro ist in leicht erreichbaren Räumen im Sockelgeschoss des Rathaus-Südflügels zu finden.

Foto: Jörg Fruck

(BB/jk – 18/12/08)

178 Pflegeplätze: Seniorenzentrum der AWO auf der Egge

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Um den Bürgerinnen und Bürgern die Altenpflegeheime in „ihrer Stadt“ vorzustellen, macht Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros derzeit eine Tour durch alle neun Einrichtungen. Ihre Erkenntnisse und Erlebnisse stellt sie in einer kleinen Serie vor. Heute: Das Seniorenzentrum der AWO auf der Egge.

„Hier habe ich meine letzte Wohnung bezogen“, mit diesen Worten begrüßt Gisela Himmen mich in ihrem Einzelzimmer. Sie ist 79 Jahre und lebt seit bald fünf Jahren in der „Egge“. In ihrem Zimmer hat sie eine gemütliche Sitzecke, die mit ihren mitgebrachten Möbeln liebevoll eingerichtet ist. 60 Jahre hat sie geraucht, das durfte sie auch in ihrem Zimmer in der Egge. Nach einer Erkrankung im letzten Jahr hat sie aufgehört - mit 79 Jahren. Sie ist nicht rückfällig geworden und ist stolz darauf.

Gisela Himmen fühlt sich wohl hier und denkt nur ungern an die letzen Monate in ihrem alten Zuhause zurück. „Hätte ich gewusst, dass es mir hier so gut geht, hätte ich nicht so lange gewartet und wäre schon eher umgezogen.“ Bei gutem Wetter sitzt sie gern auf ihrem Balkon, der zum Eingang des Hauses zeigt und wo sie den ganzen Tag ein reges Treiben verfolgen kann - und sie sitzt selten lange allein dort.

Viele Kontakte

Sie hat viele Kontakte im Haus, hilft sogar hier und da noch einem älteren Herrn, der „schlechter dran sei“ als sie. Verreisen möchte sie nicht mehr, auch wenn jedes Jahr Fahrten angeboten werden, zum Beispiel zum Landhaus Fernblick nach Winterberg. „Da können sogar die Angehörigen mitfahren“, sagt Gisela Himmen. Kleine Ausflüge zum Wochenmarkt, zum Weihnachtsmarkt und mal in den Park macht sie aber gern mit. Vor allem freut sie sich auf die zahlreichen Feste: Grillen, Sommerfest, Frühlingsfest, Nikolaus, Weihnachten und natürlich auf die Kindergruppe. Jede Woche geht sie zum Stammtisch, Bier und Wein trinkt sie nicht, Spaß macht’s aber trotzdem.

„Mit den Mitarbeiterinnen in allen Bereichen komme ich wunderbar aus, sie sind alle nett und kümmern sich, man muss gar nicht erst selbst was sagen“, freut sich Gisela Himmen. „Auch ein Schokoladenfleck im Bett wird nicht krumm genommen“, schmunzelt sie. Wenn sie auch gern mal allein sitzt, so genießt sie doch die gemeinsamen Mahlzeiten. In der Gemeinschaft schmeckt es halt besser - und Gemeinschaft kann ein Haus mit 178 Pflegeplätzen allemal und jederzeit bieten.

Großes Haus

Das AWO-Seniorenzentrum ist eines der großen Häuser in Witten. Die Verantwortlichen haben aber eine Atmosphäre geschaffen, in der auch „das Persönliche“ nicht zu kurz kommt. Das Haus liegt am Rand des Stadtparks in einer ruhigen Straße, der „Egge“. Für Nachfragen steht der Pflegedienstleiter, Mathias Müller, unter der Rufnummer (02302) 910 45 00 zur Verfügung.

Birgit Böcker zieht ein Fazit ihres Besuches: „Kleine wie große Einrichtungen haben ihre Vor- und Nachteile. Jeder muss sich selbst ein Bild machen und vergleichen. Entscheidend ist, dass sich die Bewohner wohl und gut betreut fühlen.“

Die städtische Seniorenhilfe bietet älteren Wittenerinnen und Wittenernseit Jahren qualifizierte Unterstützung an. Das Seniorenbüro ist in leicht erreichbaren Räumen im Sockelgeschoss des Rathaus-Südflügels zu finden.

(BB/jk – 10/02/09)

Leben und Wohnen im Alter: Feierabendhäuser der Diakonie

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor Um den Bürgerinnen und Bürgern die neun Altenpflegheime in Witten vorzustellen, macht Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros derzeit eine Tour durch alle Einrichtungen. Heute: Das neue Feierabendhaus der Diakonie Ruhr.  

Als das Haus 2001 eröffnet wurde, war Alois Lindemann einer der ersten Bewohner. Schon auf dem Weg zu seinem Zimmer gibt es erste Eindrücke. Wohngruppen tragen Namen wie  Nordsee- und Winzergruppe und sind auch gleich an entsprechenden Symbolen wie Strandkorb oder Weinreben zu erkennen. Gerade findet ein Kegelwettbewerb statt und die Kegel krachen nur so um.

Nicht langweilig im Haus 

„Es wird nicht langweilig hier im Haus“ so Alois Lindemann, der in seinem Zimmer gemütlich am Erkerfenster sitzt. Seit einem Schlaganfall ist der 79jährige auf Hilfe angewiesen. Neben ihm hängt ein Bild einer Fußballmannschaft, die sich „Hol di jung“ nannte und wo er lange als Torwart mitgespielt hat. Mit der Mannschaft war er viel unterwegs, hat sogar gegen den WDR gespielt. Daher freut er sich, wenn vom Haus schon mal eine Fahrt zum VfL Bochum organisiert wird. „Da war richtig Stimmung, am meisten haben die mitgefahrenen Damen die Spieler angefeuert.“ Außerdem gab es noch Fahrten zum Eisenbahnmuseum oder zur DASA, Alois Lindemann macht alle gern mit.

Dinner-Abend

Früher war er viel unterwegs, denn er war Busunternehmer und auf der Straße zu Hause. Die Fahrten haben ihn bis nach Asien und Afrika geführt. „Heute wollte ich das nicht mehr, Tagesausflüge sind schön, aber abends bin ich gern wieder zurück.“ Jetzt freut er sich auf den monatlichen Dinner-Abend, wo man nach Anmeldung auch einen Gast mitbringend darf. „Es wird immer besonders lecker gekocht, es ist besonders fein eingedeckt, ein Pianospieler begleitet das Essen und wir machen uns schick.“ Zusätzlich nimmt er an den wöchentlichen Angeboten teil, so wird montags das Interessanteste der Woche vorgelesen, es gibt Kino, Kleinkunst, viel Therapie oder Gesundheitstage, bei denen Anbieter ihre Dienste vorstellen. 

Alois Lindemann hat viele Kontakte im Haus, schon wegen seiner Arbeit als Vorsitzender des Heimbeirates. Er sitzt selten allein, meist bekommt er Besuch und es wird gemeinsam ferngesehen.

111 Pflegeplätze

In den beiden Bereichen der Feierabendhäuser gibt es insgesamt 111 Pflegeplätze, überwiegend sind es Einzelzimmer. Dort wurde auch eine gesonderte Demenzwohngruppe eingerichtet. Zurzeit wird ein neuer Komplex errichtet, der das Angebot – etwa durch Tagespflege - erweitern wird. Dann wird in den Feierabendhäusern auch „Betreutes Wohnen“ angeboten.

Nach ihrem Besuch zieht Birgit Böcker ihr Fazit: „Jedes Haus hat seine eigene Note. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie die Einrichtungen, damit Sie sich ein eigens Bild machen können. Entscheidend ist, dass sich die Bewohner wohl und gut betreut fühlen“. Die Feierabendhäuser der Diakonie Ruhr sind hinter dem Evangelischen Krankenhaus an der Pferdebachstr. 27 – 41 zu finden. Für Nachfragen stehen die Sozialdienstmitarbeiterinnen Bettina Greese und Margareta Menne unter der Rufnummer (02302) 175 1750, zur Verfügung.

Das Seniorenbüro, das neben der Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz auch in anderen Lebenslagen qualifizierte Unterstützung anbietet, ist in leicht erreichbaren Räumen im Südflügel des Rathauses zu finden.

Foto Jörg Fruck: Birgit Böcker und Alois Lindemann

(BB/jk – 05/03/09)

 

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Leben und Wohnen im Alter: St. Josefshaus in Herbede


Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Um den Bürgerinnen und Bürgern die neun Altenpflegheime in Witten vorzustellen, macht Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros derzeit eine Tour durch alle Einrichtungen.

Heute: Das St. Josefshaus in Herbede.

Anne Mommertz ist 79 Jahre und lebt seit einem halben Jahr im „St. Josef“. In ihrem Einzelzimmer hat sie eine gemütliche Sitzecke am Fenster, die sie mit ihren eigenen Möbeln liebevoll eingerichtet hat. Bis sie 74 Jahre war, hat sie jeden Tag gearbeitet, mit ihrem Mann zusammen in ihrer Apotheke, dann ging es von heute auf morgen wegen einer Erkrankung gar nicht mehr.

Der Anfang im Pflegeheim sei ihr schwer gefallen, erzählt Anne Mommertz. Die Betreuer hätten aber nicht nachgelassen und sie immer wieder ermuntert und gefordert. Nach zehn Tagen habe es klick gemacht, sagt sie - und da sei ihr klar geworden, dass es ihr hier viel besser gehen wird. Zu Hause wäre die Versorgung nicht mehr möglich gewesen. Sie fing an mit zu machen und dann ging es auch mit der Gesundheit bergauf. Jetzt ist sie im „St. Josef“ zu Hause, sitzt bei schönem Wetter gern auf der großen Terrasse im Innenhof - nicht alleine, denn mittlerweile hat sie gute Kontakte und sogar eine Freundin im Haus gefunden.

Jeden Tag gibt es Angebote, auf dem Programm stehen Basteln, Gedächtnistraining, Bingo und Messen. Außerdem gibt es oft ‚besondere Höhepunkte’, wie zum Beispiel das Kegeln in der „Alten Tür“, ein Fußballspiel im Stadion oder Fahrten zu Märkten. Nicht zu vergessen die eigenen Feste des Hauses: Erst vor kurzem hat das „St. Josef“  eine Karnevalsfeier organisiert. Regelmäßig kommen Kindergartengruppen zu Besuch, ebenfalls die Schüler der Kämpenschule. „Dann unternehmen wir etwas gemeinsam’, erzählt Anne Mommertz, und alle Beteiligten haben Spaß dabei.“

Beim St. Josefshaus in Herbede handelt es sich um eines der älteren Häuser in Witten. Die Betreiber haben es aber geschafft, eine heimelige Atmosphäre zu schaffen. Das Haus liegt im Herzen von Herbede, in der Voestenstraße 15 -17. Auch mit dem Gehwagen kommt man von dort leicht in den Stadtkern.

Fazit des Besuches: „Kleine wie große Einrichtungen haben ihre Vor- und Nachteile. Jeder muss sich selbst ein Bild machen und vergleichen. Entscheidend ist, dass sich die Bewohner wohl und gut betreut fühlen“, so Birgit Böcker. Für Nachfragen steht die Pflegedienstleiterin, Hedwig Kotylla, unter der Rufnummer (02302) 97 621 zur Verfügung.

Das Seniorenbüro, das neben der Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz auch in anderen Lebenslagen qualifizierte Unterstützung anbietet, ist in leicht erreichbaren Räumen im Südflügel des Rathauses zu finden.

(BB/jk – 25/03/09)

Wohnen und Pflege im Alter: Lutherhus in Bommern

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Um den Bürgerinnen und Bürgern die neun Altenpflegheime in Witten vorzustellen, macht Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros derzeit eine Tour durch alle Einrichtungen. Ihr aktueller Besuch galt dem neuen Lutherhaus an der Ulmenstraße in Bommern.

Nach der Neueröffnung des Lutherhauses im Jahr 2008 gehörte Gretchen  Freitag zu den ersten Bewohnerinnen, die neu in das Pflegeheim aufgenommen wurden. Die 84jährige war zu Hause gefallen und konnte nach dem Krankenhausaufenthalt nicht mehr allein zu Hause leben. „Für mich war klar, dass nun ein Umzug in eine sichere Versorgung anstand“, so Gretchen Freitag. Zunächst ging es in die Kurzzeitpflege im Haus, um doch die Option nach Hause zu halten. Aber schnell wurde klar, dass sie dort bleiben wird. Mittlerweile hat sie sich eingelebt, hat mehrere Kontakte geschlossen und macht fast alles mit einer Mitbewohnerin zusammen.

Offene Wohnzimmer

Gretchen Freitag lebt in einem Einzelzimmer, gerne halten sich die Bewohner aber auch in den gemütlichen kleinen „Wohnzimmern“ auf, die es auf den offenen Bereichen der Etagen gibt. Dort gibt es schöne alte Schränke, gemütliche Polstermöbel und natürlich auch einen Fernseher „für alle“.

Sie selbst nimmt nicht so viel an den angebotenen Beschäftigungen teil. Sie hat lange allein gelebt und mag nicht immer mit vielen Menschen zusammen sein. Die meiste Zeit sitzt sie mit  ihrer neuen Bekannten Marga Mozelt zusammen. Sie unterhalten sich, sehen fern und warten auf den Frühling, damit sie endlich die große neue Terrasse nutzen können. Vor kurzem war ein schöner Liedernachmittag, da war sie dann doch gern dabei.

Gretchen Freitag ist noch mit dem Gehstock unterwegs, während ihre Freundin einen Gehwagen benutzt. Manchmal geht sie auch noch raus, setzt sich dann in den Bus und fährt in die Stadt zum Einkaufen. Aber das macht sie nicht mehr so oft, denn sie fühlt sich recht unsicher auf den Beinen.

80 Pflegeplätze

Das Lutherhaus in der Ulmenstraße wurde übrigens ganz neu gebaut, das alte Gebäude soll später als Begegnungshaus genutzt werden. Es gibt 80 Pflegeplätze - alle in Einzelzimmern. Zusätzlich steht auf dem Gelände ein zweiter Komplex, wo Service-Wohnen angeboten wird. Diese Wohnungen haben einen herrlichen Blick über das Ruhrtal.

Nach ihrem Besuch zieht Birgit Böcker ihr Fazit: „Neue wie alte Häuser haben ihre eigene Note. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie die Einrichtungen, damit Sie sich ein eigens Bild machen können. Entscheidend ist, dass sich die Bewohner wohl und gut betreut fühlen“. Für Nachfragen über das Lutherhaus in Bommern steht Heike Fellensiek von der Heimleitung unter der Rufnummer (02302) 956 2030 zur Verfügung.

Seniorenbüro

Das Seniorenbüro, das neben der Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz auch in anderen Lebenslagen qualifizierte Unterstützung anbietet, ist in leicht erreichbaren Räumen im Südflügel des Rathauses zu finden.

(BB/jk – 20/04/09)

Wohnen und Pflege im Alter: AWO - Seniorenzentrum in Annen

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vor

Um den Bürgerinnen und Bürgern die neun Altenpflegheime in Witten vorzustellen, macht Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros derzeit eine Tour durch alle Einrichtungen. Ihr aktueller Besuch galt dem AWO-Seniorenzentrum Annen.

Das Haus an der Kreisstraße hat eine bewegte Geschichte, war erst eine Seniorenresidenz, dann den meisten Wittenern als Hotel Mercure bekannt. Nun hat es zu seinen alten Wurzeln zurück gefunden und ist wieder als Pflegeeinrichtung eröffnet worden.

Dort hat Annelore Muche, genannt Mücke, seit fast einem Jahr ihr neues Zuhause gefunden. Sie hat immer in Annen gewohnt und kennt sich hier gut aus. Das Treffen findet im Kreativkreis statt, gemeinsam mit einem munteren Tisch von Mitbewohnern bastelt Annelore Muche Troddeln für lustige Deko-Tiere. „So etwas mache ich gern“, erzählt sie und kämpft mit der Wolle. Nach einem Sturz konnte sie lange Zeit gar nichts mehr tun, aber jetzt kann sie endlich wieder aktiv sein.

Keine Langeweile

„Basteln mag ich gern, aber lieber singe ich und am allermeisten freue ich mich auf das Tanzcafé, da bin ich immer dabei“, strahlt sie. Mit der AWO verbindet sie viel, denn sie ist auch schon früher immer zu den Treffen in den Begegnungsstätten gegangen. „Es wird nicht langweilig hier im Haus“ so Annelore Muche, jeden Tag gibt es mindestens zwei Angebote im Haus, auch Gottesdienste. Nach dem Tod ihres Mannes wurde es ruhig um sie, zu ruhig, wie sie heute sagt. Jetzt lebt sie in einem Einzelzimmer, konnte einen Teil ihrer Möbel mitnehmen. Bei gutem Wetter ist sie gern draußen, sitzt im Garten und geht auch schon mal nach Annen zum „shoppen“. Auch auf die bald geplanten Ausflüge freut sie sich schon.

80 Pflegeplätze

Das AWO-Seniorenzentrum in Annen hat insgesamt 80 Pflegeplätze, davon nur vier Doppelzimmen, die von Ehepaaren bewohnt werden. Für Nachfragen steht die Sozialdienstmitarbeiterin Heidi Köstermeier, unter der Rufnummer 5840935 / 584090, zur Verfügung.

Nach ihrem Besuch zieht Birgit Böcker ihr Fazit: „Jedes Haus hat seine eigene Note. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie die Einrichtungen, damit Sie sich ein eigens Bild machen können. Entscheidend ist, dass sich die Bewohner wohl und gut betreut fühlen“.

Seniorenbüro

Das Seniorenbüro, das neben der Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz auch in anderen Lebenslagen qualifizierte Unterstützung anbietet, ist in leicht erreichbaren Räumen im Südflügel des Rathauses zu finden.

Foto Jörg Fruck: Birgit Böcker im Gespräch mit Annelore Muche

(BB/jk – 13/05/09)

 

Umhegt und gepflegt: Leben im Alter - Boecker-Stiftung

Seniorenbüro stellt Wittener Altenpflegeheime vorUm den Bürgerinnen und Bürgern die neun Altenpflegheime in Witten vorzustellen, hat Birgit Böcker vom Team des Seniorenbüros alle Einrichtungen besucht. Zum Abschluss ihrer Tour war sie in der „Leben im Alter - Boecker-Stiftung“ in der Innenstadt zu Gast.

Das Haus an der Breite Straße ist erst kürzlich modernisiert worden. Es hat neben einem großen Bereich für Kurzzeitpflege auch ein schönes neues offenes Bistro bekommen. Dort feierte Hausbewohnerin Marianne Wöller (Foto) erst kürzlich mit der Familie ihren 80. Geburtstag. Seit Dezember 2008 lebt sie in einem Einzelzimmer der Boecker-Stiftung. Ihre Möbel hat sie ebenso mitgebracht wie ihre geliebten Bücher.

Erst vor fünf Jahren war sie von Rostock in die Nähe ihrer Tochter nach Herbede in eine seniorengerechte Wohnung gezogen, wo sie gern gewohnt hat. Leider hat die Gesundheit nicht mitgespielt und sie musste wieder umziehen. In der Boecker-Stiftung wird sie ihrer Gesundheit entsprechend umhegt und gepflegt, freut sich auf die Besuche ihrer Familie, war sogar kürzlich mit der Tochter im Kino. Mit dem Laufen klappt es trotz des Gehwagens nicht mehr so gut, daher hat sie für draußen einen Rollstuhl.

Schöne Angebote

Marianne Wöller, liest gern und unterhält sich gern. Da der eine oder andere Bewohner das nicht mehr so gut kann, freut sie sich, wenn „ihr netter Zivi“ mal den Kopf durch die Tür steckt und Zeit mitbringt. Sie zieht sich gern mal bei Musik oder zum Fernsehen zurück, nimmt aber auch viel an den Veranstaltungen teil. Jeden Tag gibt es ein bis zwei Angebote, an denen man teilnehmen kann. Es wird vorgelesen, gebastelt, geturnt und sich erinnert. Am besten hat ihr der Shanty-Chor gefallen, wo sie doch von der Küste kommt.

In die Begeisterung stimmt auch der Mitbewohner Rudolf Hönig mit ein, der noch sehr mobil und dadurch immer unterwegs ist. Er besucht oft seine alte Gemeinde in Herbede und nimmt die Angebote im Haus fast alle wahr. Besonders begeistert ist er von der Minigolfbahn, die einmal  im Monat im Haus aufgebaut wird. Da spielen etwa zehn Kinder und zehn Seniorinnen und Senioren aus der Boecker-Stiftung gegeneinander.

84 Pflegeplätze

Die Boecker-Stiftung in der Innenstadt hat 84 Pflegeplätze, davon  54 in Einzelzimmern, der Rest in Doppelzimmen. Für die Kurzzeitpflege stehen 20 Plätze zur Verfügung.

Das Haus an der Breite Straße 30 liegt beinahe zentral in der Innenstadt. Für Nachfragen steht Hausleiter Michael Schillberg unter der Rufnummer (02302) 2070 zur Verfügung.

Nach dem Besuch zieht Birgit Böcker ihr Fazit: „ Wer gern in der Innenstadt lebt, ist hier gut aufgehoben. Im Stadtgebiet gibt es neun Pflegeheime. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie die Einrichtungen, damit Sie sich ein eigens Bild machen können. Entscheidend ist, dass sich die Bewohner wohl und gut betreut fühlen“.

Seniorenbüro

Das Seniorenbüro, das neben der Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz auch in anderen Lebenslagen qualifizierte Unterstützung anbietet, ist in leicht erreichbaren Räumen im Südflügel des Rathauses zu finden.

(BB/jk – 10/06/09)

Uni Witten Herdecke

Link: Universität Witten Herdecke

VHS

Link: Volkshochschule Witten Wetter Herdecke

KiWi

TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN

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KiJuPa

Das Jugendamt.

WIN

Link: Wittener Internationales Netzwerk

Klickit-witten.de

Bündnis Soziale Stadt

Apothekennotdienst

Link: Apothekennotdienstkalender

Pflege-Info EN

Link: Pflegeberatung EN

Blutspendetermine

DRK-Blutspendedienst West
Aktuelle Blutspendetermine in WITTEN
 
 

Stadt Witten | Marktstr. 16 | Postfach 2280 | 58449 Witten
Telefonzentrale: 02302 581-0 | E-Mail: rathaus@stadt-witten.de