Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Witten

Laufzeit
01.02.2011 bis 31.01.2012

Förderkennzeichen
FKZ 03KS0939

Ziel und Inhalt des Vorhabens

Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre, vor allem die des Kohlendioxids (C02), ist durch die Industriealisierung in den letzten 150 Jahren extrem angestiegen, und unsere Atmosphäre heizt sich dadurch stark auf. Sollte der steigenden Erwärmung in Zukunft nicht Einhalt geboten werden, hat das weltweit schwerwiegende Folgen. Daher gilt es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den durch menschliches Einwirken verursachten Treibhauseffekt deutlich zu begrenzen.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40% zu reduzieren. In diesem Zusammenhang besteht seitens der Bundesregierung das Ziel, die Energieproduktivität in Deutschland jährlich um 3% zu erhöhen Die EU -  Richtlinie für erneuerbare Energien (2009/28/EG) legt zudem für Deutschland fest, dass erneuerbare Energien im Jahr 2020 insgesamt 18% des Bruttoendenergieverbrauchs decken sollen.

Die Städte und Gemeinden verfügen über wesentliche Handlungsmöglichkeiten beim Klimaschutz und sind somit wichtige Akteure  bei der Umsetzung der internationalen und deutschen Klimaschutzzielstellungen. Mit der Erarbeitung von integrierten kommunalen Klimaschutzkonzepten wird ein konzeptioneller Ansatz und damit die Basis für diese Aufgabe geschaffen.

Mehr und mehr deutsche Städte erarbeiten energetische Ist-Analysen und darauf aufbauend Energiekonzeptionen, begleitet von kommunalem Energiemanagement. Damit geht eine Professionalisierung einher, die eine Kontrolle der gesetzten Ziele ermöglicht und das know how zur systematischen Umsetzung liefert.

Am Montag, 21. März 2011, hatte der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) in nicht-öffentlicher Sitzung einen wichtigen Schritt auf Wittens energiepolitischem Weg in Richtung European Energy Award (eea®) gemacht: Einstimmig stimmte der HFA der Beauftragung eines Gutachtens zur Erstellung eines Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes durch die Ingenieurbüros GERTEC aus Essen und PLANERSOCIETÄT Dortmund.

Vorgesehen ist der Aufbau des Integrierten Klimaschutzkonzeptes in 6 Teilen:

  • Erstellung einer stadtweiten C02 – Bilanz
  • Sektorspezifische Ermittlung von C02 – Minderungspotenzialen
  • Prozess für eine partizipative Maßnahmenentwicklung
  • Erstellung eines Maßnahmenprogramms mit Prioritäten
  • Konzept für Fortschreibung und Erfolgsbilanzierung
  • Umsetzungskonzept mit Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Um auf dem Weg einer klimafreundlichen Stadt voranzukommen – und letztlich auch den Energy Award zu erhalten, sind zahlreiche Maßnahmen erforderlich. Zentraler Baustein ist hier das Kommunale Klimaschutzkonzept, das einerseits ein wichtiges strategisches Analyse- und Planungswerk darstellt, andererseits aber auch selbst konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz erhalten wird und zudem die Tür für weitere Förderanträge der Stadt Witten öffnet.

Ein Klimaschutzkonzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen und für mögliche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Es zeigt kommunalen und anderen Entscheidungsträgern, welche technischen und wirtschaftlichen C02 – Minderungspotenziale bestehen und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig C02 – Emissionen zu reduzieren und Energieverbräuche zu senken. Gleichzeitig legt es Ziele zur Minderung der C02 – Emissionen fest und beschreibt, wie der Weg zu diesen Zielen kontrolliert werden kann.

Klimaschutzkonzepte umfassen alle klimarelevanten Bereiche. Bei Kommunen sind das in der Regel mindestens die eigenen Liegenschaften, die Straßenbeleuchtung, die privaten Haushalte und die Bereiche Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, Industrie, Verkehr, Abwasser und Abfall. Klimaschutzkonzepte geben auch Impulse für die Reduzierung von Treibhausgasen im privaten und gewerblichen Sektor.

Gefördert wird das Integrierte Klimaschutz – und Klimaanpassungskonzept zu 100%, und zwar durch

  • das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (60%)
  • das Land Nordrhein-Westfalen (20%)
  • die Stadtwerke Witten (10%)
  • die Sparkasse Witten (10%)

Unter dem Motto „Klimaschutz geht alle an“ sollen für dieses ein Jahr laufende Projekt möglichst viele Klimaschutz-Mitstreiter in Witten gefunden werden. 

Zuwendungsempfänger

Stadt Witten
Baudezernat
Annenstraße 113
58452 Witten
Federführung: Herr Dr. Markus Bradtke (Stadtbaurat)
Projektleitung: Herr Dieter Weitz

Auftragnehmer

GERTEC GmbH – Ingenieurgesellschaft, Essen
Projektleitung: Herr Andreas Hübner,
PLANERSOCIETÄT – Stadtplanung, Verkehrsplanung, Kommunikation, Dortmund
Projektleitung: Herr Gernot Steinberg

Beteiligte Partner und gefördert durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit (BMU)
www.bmu-klimaschutzinitiative.de

Projektträger Jülich
Forschungsträger für das BMU
www.fz-juelich.de/ptj/Klimaschutzinitiative

Stadtsparkasse Witten
www.sparkasse-witten.de

Stadtwerke Witten
www.stadtwerke-witten.de

Bezirksregierung Arnsberg
www.bezreg-arnsberg.nrw.de

Ansprechpartner

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Was ist der eea®

Energetisches Qualitätsmanagementsystem European Energy Award - eea® in Witten

Der European Energy Award®  ist ein Managementsystem, das es Kommunen ermöglicht, die Qualität der Energieerzeugung und –nutzung zu erfassen und zu bewerten sowie regelmäßig zu überprüfen. Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz können identifiziert und erschlossen werden. Das Verfahren orientiert sich an dem Managementzyklus „Analysieren – Planen – Durchführen – Prüfen – Anpassen“.

Ziel des europäischen Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystems ist es, durch den effizienten Umgang mit Energie und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien zu einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik unserer Gesellschaft beizutragen. Zunächst wird das Qualitätsmanagementsystem für den Kommunalen Energiebereich aufgebaut und das Zertifizierungsverfahren durchlaufen, um danach in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess fortlaufend energieeffiziente Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen.

Hierzu sind im eea®  drei Qualitätsstufen vorgesehen:

  • Kommunen (noch) ohne Auszeichnung
  • Kommunen mit mindestens 50% bis 74% der möglichen Bewertungspunkte als eea® - Award-Kommune
  • Kommunen mit mindestens 75% der möglichen Bewertungspunkte als eea® - Gold-Award-Kommune

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Witten nimmt teil am eea® Prozeß

  • eea-Teilnehmer
  • eea-Urkunde

Durch einstimmigen Beschluss hat der Rat der Stadt Witten am 25.08.2008 die Teilnahme am European Energy Award® als ersten Baustein zu einem kommunalen Klimaschutzkonzept beschlossen.

Nach erfolgter Bewilligung entsprechender Landesfördermittel hat die Bürgermeisterin der Stadt Witten, Frau Sonja Leidemann, am 01.12.2008 die Vereinbarung über die Teilnahme am eea® -Verfahren mit der EnergieAgentur.NRW, Wuppertal unterzeichnet. Das Wirtschaftsministerium ist Regionaler Träger des eea®  Landesprogramms in Nordrhein-Westfalen.

Die Landesfördermittel dienen insbesondere der Finanzierung der Beratungsleistung von verwaltungsexternen eea®  - Beratern sowie der Durchführung des eigentlichen Zertifizierungsverfahrens, welches durch den TÜV erfolgt.

Unter Anleitung zertifizierter eea® - Berater hat dann ein „Energieteam“ der Verwaltung in sechs zentralen Handlungsfeldern die aktuellen Managementstrukturen der Verwaltung aufzuarbeiten, um Stärken und Schwächen des aktuellen Managements transparent und bewertbar zu machen.

Das Energieteam ist somit für die Umsetzung des European Energy Award®  - Zertifizierungsverfahrens in der Stadt Witten zuständig. Es ist „Entwicklungszentrale“ und „Motor“ der energiepolitischen Arbeit.

Diese Handlungsfelder sind:

  • Entwicklungs-/Raumplanung
  • Gebäude / Anlagen
  • Ver- und Entsorgung
  • MobilitätInterne Organisation
  • Kommunikation / Kooperation

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Das Wittener Energieteam

Entwicklungs-/ Raumplanung 
Herr Dieter Weitz 

Gebäude / Anlagen  
Herr Klaus Rüther 

Ver- und Entsorgung  
Herr Nikolaos Amanatidis  

Herr Rudolf Grothaus 

Mobilität  
Herr Andreas Müller  

Interne Organisation 
Herr Kay Wylich  

Kommunikation / Kooperation 
Herr Dieter Weitz 

Energieteamleiter 
Herr Dieter Weitz 

eea®  - Berater  
Herr Andreas Hübner 

Frau Sabine Lohoff 
Sabine.Lohoff(at)gertec.de

Die Arbeit des Wittener Energieteams wurde am 19.02.2009 aufgenommen. Organisatorisch ist das Projekt unmittelbar dem Dezernat des Stadtbaurates, Herrn Dr. Bradtke, zugeordnet.Im Rahmen des Projektes wird an dieser Stelle regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten berichtet.

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Aktuelles

Präsentationen:  

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Links

eea®-Geschäftsstellen

Informationen zum eea®

Projektdarstellungen von Kommunen zum eea®

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eea®-Kontaktstelle Witten

Dieter Weitz
Stadt Witten
Flächennutzungsplanung, vorbereitende Bauleitplanung
Projektleiter kommunaler Klimaschutz im Baudezernat
Annenstr. 113
58452 Witten
Tel.: 02302 581 4178
eMail: Dieter.Weitz(at)stadt-witten.de
Internet: www.witten.de

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Telefonzentrale: 02302 581-0 | E-Mail: rathaus@stadt-witten.de