Vor rund vier Jahren wurde das Projekt gestartet, vor ziemlich genau zwei Jahren haben die 52 Frauen aus Witten und weiteren vier Partnergemeinden der Ruhrstadt begonnen, das „Internationale Frauentagebuch“ zu schreiben. Jetzt liegt das fertige Buch vor und ab dem 22. Juni ist „Von Rosa und anderen Tagen“ im Buchhandel zu haben. Herausgegeben wird das Buch vom Stadtarchiv Witten/Kulturforum und der Stadt Witten.
Der Klartext-Verlag in Essen verlegt das 300 Seiten starke und mit mit zahlreichen farbigen Abbildungen versehene Buch. Dr. Ludger Claßen, Geschäftsführer des Klartext-Verlages bei der Buchvorstellung: „Wir waren schon von der Idee des Buches begeistert. ‚Von Rosa und anderen Tagen’ ermöglicht es, in die unterschiedlichen Lebenswelten, in die subjektiven Zeugnisse von Alltag und Festtag in Europa einzutauchen. Man kann Vertrautes finden und Unbekanntes entdecken, Gegensätzliches und Gemeinsamkeiten.“ [mehr]

Mit diesen Worten schaffte Werner Wittersheim, beim WDR verantwortlich für die Programmgruppe Musik, in seiner Ansprache anlässlich des Empfangs der Bürgermeisterin im Märkischen Museum Nähe zwischen dem diesjährigen Schwerpunkt der Wittener Tage für neue Kammermusik und der Ruhrstadt. Denn viele der Komponisten, allen voran Friedrich Cerha, um dessen Person und Werk sich das Programm rankte, sowie Vocalisten und Musiker waren aus der Österreichischen Bundeshauptstadt angereist.
Reiseprobleme, verursacht durch Islands Welt aus Feuer und Eis, vereitelten ein Konzert. Doch schönstes Festival-Wetter verwöhnte wieder einmal die Gäste zahlreicher Nationalitäten. Neben den Spielorten Saalbau und Rudolf-Steiner-Aula war mit gleich vier Veranstaltungen das Märkische Museum eingebunden. Hinzu kamen ein Orgelkonzert in der Johanniskirche und ‚Wittener Nächte’ im Unikat-Club, dem im Verborgenen schlummernden Wartesaal des Hauptbahnhofes. [mehr]
Bereits einen Monat bevor am 23. April mit den Tagen für neue Kammermusik 2010 in Witten die Kulturhauptstadt-Aktivitäten beginnen, bietet der Tourist & Ticketservice des Wittener Stadtmarketings am Rathausplatz eine interessante Auswahl an Souvenirs rund um das Ruhrgebiet und RUHR.2010 an: T-Shirts die Akzente setzen, Kleinigkeiten, die zum Sammeln einladen und viele weitere Artikel, die sich auch hervorragend verschenken lassen.
Wer sich schon jetzt einen detaillierten Überblick über die Wittener Aktivitäten verschaffen möchte, sollte sich schnell das neue Faltblatt mit dem Wittener Gesamtprogramm beim Stadtmarketing besorgen. Der Innenteil dieses Flyers rückt die „Local Hero“-Woche vom 20. bis 26. Juni in den Vordergrund und bietet einen umfassenden Überblick über alle Termine.
Ob Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen und Kunstaktionen – es wird alles aufgeboten, um in Witten das Besondere im Allgemeinen aufscheinen zu lassen.
Foto Jörg Fruck: Julia Biermann (Stadtmarketing) präsentiert eine Auswahl an Souvenirs
(jf – 05/03/10)

Beim Casting im Haus Witten stellten sich fast 50 Kinder und Jugendliche einer Jury. Sie entscheidet darüber, wer beim Musical in der "Local Hero"-Woche eine größere Rolle singen darf.
Dana Okeefe holt tief Luft, dann geht die Zehnjährige mit festen Schritten durch den Saal im Haus Witten und stellt sich der Jury. Musik klingt aus dem CD-Player und dann legt die Schülerin los. Sie will im Wittener Musical „Auf gleicher Höhe” mitmachen und ihre Stimme entlockt nicht nur den Juroren ein Lächeln.
Fast 50 Nachwuchstalente kamen am Samstag zum Casting. Das Musical wird im Rahmen der „Local-Hero”-Woche auf dem Kornmarkt aufgeführt und stammt aus der Feder der Wittener Gerhard Giel und Martin Friedrich Pohl. Die schönen und die starken Töne treten dabei gegen die Stille an. Von klassischer Musik über Rap und Jazz sind alle Stilrichtungen vertreten. Und gut 250 Kinder und Jugendliche stehen dafür auf der Bühne.
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Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Kreise des Ruhrgebiets haben im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres ein eigenes Kulturprogramm erstellt. Weil der Mythos des Ruhrgebietes vor allem männlich geprägt ist, steuert der „Frauenkulturfahrplan" von Januar bis Dezember 2010 immer neue Haltepunkte im Ruhrgebiet an und stellt dabei Frauen in den Mittelpunkt, die die Geschicke dieser Region über Jahrhunderte hinweg geprägt und bewegt haben oder heute noch beeinflussen. Da sind Piratinnen oder Engel, Jazzinterpretinnen, Kabarettistinnen, Hafenarbeiterinnen, Schauspielerinnen, Fotografinnen, Autorinnen – kurzum: berühmte oder unbekannte, historisch oder top-aktuelle Frauen, die in jedem Fall „Heldinnen der Region" sind.
Als eine von 53 Städten ist auch Witten am wechselnden Reigen der so genannten „Local Hero Wochen" beteiligt. [mehr]
5.000 Quadratmeter Ruhrgebiets-Geschichte - das ist das neue Ruhr Museum, das seit dem 9. Januar auf dem Welterbe Zollverein besucht werden kann.
Die Dauerausstellung vereint Geschichte, Naturkunde, Archäologie und Fotografie der Region unter dem Dach der ehemaligen Kohlenwäsche. Mehr als 5.000 Exponate aus allen Sammlungsbereichen des Museums und mehr als 1.000 Leihgaben aus allen wichtigen Museen und Archiven des Ruhrgebiets dokumentieren die Historie und das Selbstverständnis der Region. Das Ruhr Museum geht zurück auf das 1904 gegründete Ruhrlandmuseum der Stadt Essen, eines der ältesten und traditionsreichsten Museen der Region.
Zu den bedeutendsten Leihgaben der neuen Ausstellung gehören u.a. das Karolingische Evangeliar und der liturgische Kamm des heiligen Altfrid aus dem Essener Domschatz, die Schädelkalotte des "ältesten Westfalen" aus der Hagener Blätterhöhle, archäologische Funde aus der Zeit der Varusschlacht aus Haltern und Xanten, der berühmte Atlas Minor des Duisburger Kartographen Gerhard Mercator und die lebensgroße Statue des Bischofs Engelbert aus dem Märkischen Museum Witten. Der Ausstellungs-Parcours beginnt in der Gegenwart und befasst sich danach mit den Themenbereichen Gedächtnis und Geschichte. [mehr]
Mit schnellen Trommelrhythmen, beeindruckenden Tanzeinlagen und viel Witz begeisterte das Wittener „Jump - Nur ein Sprung”- Ensemble die Besucher der „Ruhr2010-Volksfestes”.
Auf der großen Bühne vor der eindrucksvollen Kulisse der alten, schneebedeckten Kokerei sorgten die Jugendlichen knapp 45 Minuten lang mit Ausschnitten aus ihrem Musical für eine unterhaltsame Show. Der altbekannte Stress zwischen Jungen und Mädchen ist das pfiffig und aktuell umgesetzte Thema. Ein tiefsinniger und gleichzeitig humorvoll-leichter Einblick in die stets gleichen Probleme jeder neuen Generation.
„Wir spielen hier die Hauptrolle” geben sich die Jüngeren selbstbewusst. Und sie haben den Grund für die Probleme der Älteren bereits analysiert: „Das ist alles wegen der Hormone!” Aber die Hormone sorgen im Musical „Jump - Nur ein Sprung” nicht nur für Verwirrung und Stress, sondern auch für erste Zuneigung zwischen den Jungen und Mädchen.
Aus den anfänglichen „Balletthäschen” des Tanztheaters Abrakadabra und den sehr coolen „Free-Runnern” von „Dynamic Concepts” werden am Ende Paare, die das Publikum mit tollen Tanzchoreographien begeisterten. Perfekt unterstützt wurden die Tänzer von den Trommlern „Barulheiros des Stockum”, die im viel beschriebenen Wintermärchen auf dem Zechengelände für südamerikanisches Flair sorgten. Die Zuschauer belohnten den gelungenen Auftritt mit viel Beifall.
Für Ruhrgebiets-Flair und Ausblicke auf seine Bewohner sorgte die Ausstellung „face to face – Gesichter des Ruhrgebietes” in der alten Mischanlage der Kokerei. Großformatige Fotos von ganz unterschiedlichen Ruhrgebietsbewohnern beeindruckten an stahlgrauen, hohen Wänden. An dem Städteübergreifenden Jugendprojekt sind auch fünf Mitglieder der Jugendkunstschule in der Werkstadt beteiligt.
Zur Fotostrecke von Rainer Weu
Quelle WAZ Witten, 12.01.2010, Michaela Schloemann
Foto: Rainer Weu
Workshopteilnehmer der WERK°STADT auf der Eröffnungsveranstaltung RUHR2010 am 10.01.10 in der Kohlenmischanlage auf der Zeche Zollverein in Essen
Über 350 Jugendliche der Jugendkunstschulen der gesamten Metropole Ruhr verliehen der Region Gesichter und neue Ansichten. Über Fotografien, Interviews und eigene Texte entstanden jugendliche Perspektiven auf die Heimat und ihre Menschen, mit denen die Jugendlichen in einen Dialog traten.
Auf einer gesamten Etage der Kohlenmischanlage auf Zeche Zollverein wurden am 10. Januar insgesamt 26 großformatige Exponate der jungen Fotografen zur Eröffnungsveranstaltung von Ruhr2010 ausgestellt. Darunter allein sechs Werke, die im Rahmen des Face to face - Fotoworkshops der WERK°STADT in Witten entstanden sind.
Diejenigen, die nicht in den Genuss kamen die Ausstellung zu besuchen, kommen aber noch auf ihre Kosten. 2010 wachsen im Rahmen der Initiative "Die Farben des Ruhrgebiets" aus Hunderten von Gesichtern und Ansichten eine große Gemeinschafts- und verschiedene dezentrale Ausstellungen. Den Höhepunkt bildet im September 2010 die Präsentation der großformatigen Arbeiten im Rahmen des "Jugend.Kultur.Festivals NRW & RUHR.2010" am neu eröffneten Dortmunder U.
Zu "face to face - Gesichter Europas" erweitert sich dieses erste Vernetzungsprojekt der Jugendkunstschulen der Metropole Ruhr dann, wenn die Revier-Jugendlichen in Workshops und per Internet mit Gleichaltrigen aus Europa in einen kreativen Austausch treten.
"face to face" ist der Auftakt für eine dauerhafte enge Kooperation der Jugendkunstschulen in der Metropole Ruhr und in Europa.

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