Uraufführungen von Matthias Pintscher und Jörg Widmann
Ob Streichquartett in der Steiner-Schule, Kammeroper im Saalbau, Performance im Haus Witten oder Klanginstallation in der Zeche Nachtigall - für ein Wochenende im Jahr versammeln sich in Witten an der Ruhr Musiker und Musikliebhaber aus aller Welt zu einem dreitägigen Konzertmarathon mit Musik, die zuvor noch nie erklungen ist.
Seit 1969 werden die Wittener Tage für neue Kammermusik in gemeinsamer Anstrengung von der Stadt Witten und dem Westdeutschen Rundfunk veranstaltet. Das Festival gibt in steter Regelmäßigkeit den "Kammerton" an für Tendenzen der Gegenwartsmusik, es ist "Klassentreffen der Avantgarde" ebenso wie Musikmesse für Veranstalter und Verleger, für Kenner und Liebhaber. In Witten waren in den letzten vier Jahrzehnten viele wichtige Werke erstmals zu hören, Werke, die aus der neueren Musikgeschichte nicht wegzudenken sind: Quartett-Novitäten von Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Iannis Xenakis oder Harrison Birtwistle, Vokalmusik von Isang Yun, György Kurtág und Heinz Holliger, Ensemblestücke von Gerard Grisey, Hans Abrahamsen und Mathias Spahlinger, Soli von Beat Furrer oder Luciano Berio, Kammermusiktheater von Hans Werner Henze, Salvatore Sciarrino oder Georges Aperghis. Insgesamt wurden hier (seit 1969) mehr als 600 Werke uraufgeführt, die in der Mehrzahl im Auftrag des WDR entstanden sind und die seit ihrer Premiere in aller Welt vielfach nachgespielt wurden.
2010 kommen Novitäten der beiden Henze-Schüler Matthias Pintscher (mit dem Klangforum Wien) und Jörg Widmann (mit Carolin Widmann) zur Uraufführung.
Eine Kooperation der Wittener Tage für neue Kammermusik
und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010
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