„53 Städte – 53 Lesungen
P.E.N-Autoren zu Gast in der Metropole Ruhr“
Auch die Literatur wird im Kulturhauptstadtjahr mit außergewöhnlichen Veranstaltungen gewürdigt. So wird am 10.5. auch Witten wieder zum Schauplatz eines Kulturhauptstadtprojektes.
Der 10. Mai ist der Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten. Im Rahmen der Kulturhauptstadtveranstaltungen lädt die RUHR2010 GmbH gemeinsam mit der deutschen Sektion des Schriftstellerverbandes P.E.N in jeder der 53 Städte des Ruhrgebiets zu einer Autorenlesung ein. Nach Witten kommt der Herausgeber und Lyriker Hans Thill. Am Montag, 10.05.2010 wird er um 20 Uhr in der Hauptstelle der Stadtbücherei, Ruhrstraße 48, aus seinen Werken lesen.
Der 1954 geborene Heidelberger Autor studierte Jura, Germanistik und Geschichte und ist Mitgründer des Verlages Das Wunderhorn.
Er hat zahlreiche Bücher aus dem Französischen übersetzt. Sein Schwerpunkt sind die Klassische Moderne (z.B. Jean Giono) und die Literatur des Maghreb (z.B. Assia Djebar). Seit 2000 ist er Herausgeber der Reihe Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter. Hier hat er, gemeinsam mit Gregor Laschen, Gedichte aus Russland, England, der Ukraine, der Schweiz und zuletzt aus Schweden zusammengestellt. In den Anthologien Punktzeit und Das verlorene Alphabet, die er zusammen mit Michael Braun herausgegeben hat, ist deutschsprachige Lyrik der 80er und 90er Jahre versammelt.
Seit 1995 lebt er zunehmend von den Veröffentlichungen eigener Texte wie Zivile Ziele und Kopfsteinperspektiven. Für Kühle Religionen ist er 2004 mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet worden. Außerdem beteiligt er sich mit zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften und im Lyrikjahrbuch an der aktuellen Lyrikdiskussion und setzt Literatur in Hörspielbearbeitungen um.
Im Rahmen eines Austauschprojekts war Hans Thill in Plovdiv/ Bulgarien und hat einen Bericht darüber in der von ihm herausgegebenen Reihe „Deutsche Reise nach Plovdiv“ veröffentlicht, aus dem er in der Stadtbücherei vorlesen wird unter dem Motto: „Post aus Plovdiv und Sofia“. – Die literaturinteressierten Wittener erwartet also ein überaus interessanter Abend bei freiem Eintritt.
(KuFo/jf - 30.04.2010)
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