„Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich informieren oder mitarbeiten möchten, sind herzlich eingeladen“, macht die städtische Integrationsbeauftragte Claudia Formann auf das nächste WIN-Treffen am Donnerstag, 23. Februar, aufmerksam. Das Wittener Internationale Netzwerk (WIN) kommt dann ab 17.30 Uhr im Konferenzraum von Haus Witten an der Ruhrstraße 86 zusammen.
Ein Punkt auf der Tagesordnung der WIN-Sitzung wird ein neues Projekt der QuaBeD behandeln. Unter dem Titel „native navigator“ geht es um die Rolle von Eltern mit fremder Staatsanghörigkeit beim Wechsel ihrer Kinder von der Schule in den Beruf. Um ihnen qualifizierte Entscheidungen zu ermöglichen, werden sie in dem neuen Projekt über Themen der beruflichen Zukunftsplanung informiert. Außerdem gibt´s Infos zur besseren Orientierung im Schul- und Ausbildungsangebot.
Anschließend wird der Kurzfilm „WELTWEIT - WELTNAH“ gezeigt. Acht Wittener berichten aus ihrem Leben. Zu Wort kommen Junge und Alte, Studierende, eine Spätaussiedlerin, als Kinder Zugewanderte, in Witten Geborene... Sie schildern ihre Erfahrungen, was sie mit Heimat verbinden und wo sie sich heimisch fühlen, sie berichten von ihrer Kindheit und ihren Familien. Wie erleben sie Urlaube in den Herkunftsländern ihrer Eltern, wie erleben sie Rassismus und Vorurteile, was bedeuten Schlagwörter wie Migration und Vielfalt für sie und welche Probleme und Schwierigkeiten sehen und erleben sie, vor allem von Seiten der Mehrheitsgesellschaft?
Danach stehen beim Treffen am Donnerstag wieder Austausch und Vernetzen in lockerer Atmosphäre, Kurznachrichten aus der Stabsstelle und unter der Rubrik „Pinnwand“ Kurzinfos aus den Vereinen an. Claudia Formann: „In diesem Sinne sind die WINerinnen und WINer herzlich aufgerufen, Nachrichten und Informationen aus ihren Organisationen bzw. Vereinen mitzubringen.“
Stichwort Wittener Internationales Netzwerk (WIN)
Im September 2005 hatten sich elf Migrantenvereine mit Mitgliedern aus fünf Nationen zusammengetan, um für die Wahrnehmung ihrer Interessen ein Netzwerk zu bilden. Die Netzwerkteilnehmer arbeiten je nach Interessenlage in Arbeitskreisen mit, manche sind gleich in mehreren vertreten, andere möchten nur bei den Netzwerktreffen dabei sein. Für fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer handele es sich um ehrenamtliche Mitarbeit, so die Integrationsbeauftragte. Das Engagement der Wittener sei wirklich beachtlich. Claudia Formann sieht dabei an erster Stelle die Möglichkeiten: „Migranten mit ihren unterschiedlichen Potentialen stellen einen Gewinn und eine Chance für die Stadt dar. Es hängt davon ab, wie wir mit Unterschieden, Vielfalt und Fremdheit umgehen – und ob es uns gelingt, das Bestmögliche für unsere Stadt daraus zu machen.“
Wer sich über die Arbeit des Netzwerks informieren möchte, findet auf den Seiten www.win-witten.de aktuelle Informationen.
(rv – 22.2.12)
Stadt Witten | Marktstr. 16 | Postfach 2280 | 58449 Witten
Telefonzentrale: 02302 581-0 | E-Mail: rathaus@stadt-witten.de