„Die Bahnunterführungen an der Herbeder Straße und der Ruhrstraße sind die wichtigsten Eingangtore zu unserer Stadt“, freut sich Stadtplanerin Barbara Bokel vom Planungsamt über die Nachricht, dass die Stadt Witten für diese beiden Brücken jeweils 25.000 Euro von der Hamburger Stiftung „Lebendige Stadt“ bekommt. Deren bundesweite Illuminationsoffensive fördert mit 775.000 Euro für insgesamt 31 Bahnunterführungen in 24 deutschen Städten eine moderne, energieeffiziente Lichttechnik. Das Ziel: Stadträume aufzuwerten, Energie zu sparen und (Beleuchtungs-)Kosten zu senken.
Städte und Gemeinden konnten sich bis Ende Oktober bei der Stiftung „Lebendige Stadt“ für einen Beleuchtungskostenzuschuss in Höhe von 25.000 Euro bewerben. Für ihre beiden „Stadttore“ hat Witten mit Erfolg zwei „Idealfall-Entwürfe“ eingereicht, die allerdings nicht ohne zusätzliches Sponsoring umgesetzt werden können. An der Ruhrstraße belaufen sich die Kosten auf 30.940 Euro, bei der deutlich längeren Brücke an der Herbeder Straße auf 59.381 Euro. Dort sind außer der Stirnseite der Brücke zwischen den Brückenstreben zehn Felder mit je vier energiesparenden LED-Spots in Szene zu setzen. „Vielleicht kann man auch in sinnhafter Weise etwas reduzieren“, so Bokel. Momentan müssten aber erstmal Gespräche mit den in der Stiftungsbroschüre genannten Ansprechpartnern wie Deutsche Bahn oder Handwerkskammer geführt werden. „Wir freuen uns natürlich über jede Unterstützung – sei sie finanzieller oder handwerklicher Art“, wirbt Bokel für das Projekt, das Planungsamtsleiter Franz Buresch für Witten angestoßen hatte. Im September könnten die Brücken schon leuchten.
Kulturverein „Akzente“ hat gezeigt, wie’s geht
„Erfahrungsgemäß unterstützen die Menschen gerne Projekte, die sie sich vor ihrem geistigen Auge vorstellen können. Auch deshalb danken wir dem Kulturverein ‚Akzente’, der bereits vor Jahren an der Herbeder Straße moderne Lichtkunst installiert hat, auf die wir jetzt aufbauen können“, hofft Bokel auf eine Umsetzung beider Projekte. Im Zweifelsfall – auch das muss in Zeiten kommunaler Finanznot klar sein – wird eben ‚nur’ die Brücke an der Ruhrstraße illuminiert: „Als haushaltsgesicherte Stadt dürfen für ein solches freiwilliges Projekt kein Geld ausgeben, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Mehrkosten an der Ruhrstraße mit Unterstützung von Firmen und Bürgern stemmen können“, so Bokel.
Ansprechpartner für Spenden und handwerkliche Unterstützung
Wer spenden oder handwerkliche Unterstützung anbieten möchte, kann sich ab sofort an die Pressestelle der Stadt Witten wenden, die gerne einen Kontakt zum Planungsamt herstellt: (02302) 581 1330, pressestelle(at)stadt-witten.de.
(15/01/12 – lk)
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