Das Integrierte Handlungskonzept dient der Vorbereitung eines Förderantrages zur Stadterneuerung 2012. Es zielt auf einen Antrag für die Programme Stadtumbau West oder Soziale Stadt. Die Rahmenbedingungen beider Programme werden allerdings noch politischen Entscheidungen unterworfen sein. Eine genaue Festlegung auf eines der Programme ist deswegen derzeit noch nicht sinnvoll. Das Handlungskonzept berücksichtigt deswegen beide Programminhalte und beinhaltet Vorschläge für investive (städtebauliche) und soziale Maßnahmen, um die Schwerpunkte beider Programme abzudecken .
Bei Anerkennung durch den Fördergeber ist das Integrierte Handlungskonzept die Grundlage für Förderanträge zu einzelnen Fördermaßnahmen. Aus jetziger Sicht sind erste Startermaßnahmen ab 2013 zu erwarten. Ohne finanzielle Eigenbeteiligung wird die Förderung jedoch nicht möglich sein. Die Verankerung in der städtischen Finanzplanung ist deswegen eine grundlegende Voraussetzung.
Darüber hinaus werden auch Eigenbeteiligungen anderer Akteure vorausgesetzt. Eine weitere Voraussetzung sind die politischen Beschlüsse.
Plangebiet Heven-Ost / Crengeldanz
Das Plangebiet besteht aus dem östlichen Rand von Heven und dem Rand von Witten-Mitte und beinhaltet damit ein Gebiet, dessen Wohnbedingungen durch die Nähe zu Hauptverkehrsstraßen, Schienenwegen und großen Industriebetrieben gekennzeichnet sind. Es ist nicht an Stadtteilgrenzen gebunden, weil die Fördermöglichkeiten an bestimmte strukturelle Defizite geknüpft sind. Die Arbeiten zum Handlungskonzept wurden unter dem Titel Heven-Ost begonnen. Die Analysen zeigen, dass ein Maßnahmenschwerpunkt in den Gebieten beiderseits der Crengeldanzstraße liegt. Die Plangebietsbezeichnung Heven-Ost / Crengeldanz ist also eigentlich zutreffender. Aber auch die Herbeder Straße zählt zum Plangebiet...
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Das Plangebiet ist je nach Bedarf noch veränderbar und richtet sich nach den für zweckmäßig gehaltenen Maßnahmen. Aktuell wurde der östliche Plangebietsrand aufgrund von Änderungen am Handlungskonzept Witten-Mitte neu gefasst. Die Bahnfläche Drei Könige zählt nun zum Plangebiet des Handlungskonzeptes Mitte, weil hier die Aussicht auf eine frühe Förderung besteht.
Grünes Licht für die Weiterbearbeitung des Handlungskonzeptes
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz beriet am 24. November den Zwischenbericht des Integrierten Handlungskonzeptes. Die Politiker beauftragten die Verwaltung mit weiteren Planungsschritten.
Zunächst soll ein Erneuerungskonzept für den Schwerpunktbereich Wannen, Sprockhöveler Straße, Fischertalweg entwickelt werden. Weiterhin soll die Bürgerbeteiligung zum Umbau der Sprockhöveler Straße genutzt werden, um die Grundstückseigentümer in die Stadterneuerung einzubinden und ihre Mitwirkungsbereitschaft am Stadterneuerungsprogramm zu erkunden. Denn das Förderprogramm ist auf das enge Zusammenwirken von Stadt, Bürgerinnen und Bürgern und professionellen Akteuren angelegt. Die Gespräche mit den sogenannten Akteuren, etwa Wohnungsvermietern, den Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen, werden nun mit Billigung des Fachausschusses fortgesetzt.
Fachwerkstatt "Soziales" am 17.11.2011
Am 17. November nahmen über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Kinder- und Jugendbereich an einer Fachwerkstatt im Evangelischen Gemeindehaus am Steinhügel teil, um Projektvorschläge zu bilden. Auch das Seniorenbüro der Stadt Witten war vertreten, eingeladen hatte das Planungsamt. Prof. Dr. Reiner Staubach vom Dortmunder Büro für Architektur und Stadtentwicklung moderierte zusammen mit seinem Kollegen Dennis Zilske die Veranstaltung. Die Vorschläge der Fachleute finden Eingang in das Handlungskonzept.
Ganz oben auf der „Defizitliste“ der Teilnehmer steht die Verbesserung von Aufenthaltsflächen für Kinder. Die meistgenannten Projektvorschläge beziehen sich auf die Hellwegschule mit dem Jugendzentrum „Freeze“, auf die Crengeldanzschule und ihr Umfeld und den Spielplatz Steinhügel/Billerbeckstraße.
Erster Schritt zur Stadterneuerung: Wannen/Sprockhöveler Straße
Der Bereich Wannen/Sprockhöveler Straße /Fischertalweg ist das „Eingangstor“ nach Heven und als Nahversorgungszentrum des Einzelhandels ausgewiesen. Überdimensionierte Verkehrsflächen prägen das Bild. Trotzdem ist die Verkehrsführung und die Erschließung des Getränkemarktes unbefriedigend. Das städtebauliche Erscheinungsbild ist mangelhaft. Hinzu kommt der Wunsch nach einem breiteren Einzelhandelsangebot, das die Nahversorgung in vollem Umfang ausfüllt. Eine gute und verkehrssichere Fußgänger- und Radwegeführung zwischen Heven und Innenstadt ist ebenfalls nicht vorhanden.
Als erstes sollen unterschiedliche Planungsvarianten entwickelt werden, die das Spektrum an Erneuerung verdeutlichen. Sie werden dann in die in die politische Fachberatung eingebracht, um eine Leitentscheidung zu ermöglichen. Ziel ist es, die Eigentümer und Bewohner frühzeitig einzubinden: Möchten Sie mitreden? Wenden Sie sich an das Planungsamt der Stadt Witten.
Es gibt viele gute Beispiele - Welche Projekte sind die richtigen für Heven?
Handlungskonzepte sind dort erfolgreich, wo sich Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Stadtteilentwicklung beteiligen. Eine starre Vorgabe für das Integrierte Handlungskonzept gibt es nicht. Es muss unter den örtlichen Gegebenheiten entwickelt werden. Spielraum für die Berücksichtung örtlicher Gegebenheiten ist somit da. Gute Beispiele gibt es viele – in Annen, das durch Soziale Stadt Mittel gefördert wird, und in anderen Städten, die schon von Stadtumbau West profitierten. Doch welche Maßnahmen sind die richtigen für Heven-Ost ? Soll man sich eher auf bauliche Erneuerungen konzentrieren oder besteht Bedarf an sozialen Projekten ? Was gefällt Ihnen gut, wo sind Veränderungen sinnvoll? Machen Sie Vorschläge!
Weitere Links:
Kontakt:
Büro für Architektur und Stadtentwicklung, Borsigstraße 1, 44145 Dortmund,
Tel. (0231)7281971
Mail: basta.do(at)cityweb.de,
Homepage: http://www.basta-do.de

Das Integrierte Handlungskonzept für die Wittener Innenstadt stellt den Rahmen für die schrittweise Umsetzung von öffentlichen und privaten Planungen zur nachhaltigen Aufwertung und Stärkung der City dar. Es gibt damit einen Ausblick auf kurz-, mittel- und längerfristige Planungen und Projekte zur Stärkung der Innenstadt.
Im Integrierten Handlungskonzept werden im Wesentlichen die bereits vorliegenden Planungen und Gutachten des Prozesses „Unser Witten 2020“ konkretisiert. Als Grundlagen sind insbesondere der städtebauliche Rahmenplan Witten-Mitte, die Masterpläne Wohnen und Einzelhandel und Freiraum sowie weitere Fachgutachten und –beiträge im Kontext des Stadtentwicklungskonzeptes (STEK) zu nennen.
Damit führt das Integrierte Handlungskonzept aktuelle öffentliche wie auch private Planungen – beispielhaft zu nennen sind die Planungen zur Umgestaltung des ZOB, des vorgelagerten Stadtplatzes und der Poststraße sowie der Entwurf des City-Bogens einschließlich des Berliner Platzes oder auch Planungen zur Gründung von Immobilienstandortgemeinschaften – zusammen und integriert sie in einen Gesamtplan für die Innenstadt.
Das Integrierte Handlungskonzept ist bis zum Jahr 2016 angelegt und ist notwendige und zwingende Voraussetzung zur Erlangung öffentlicher Städtebauförderungsmittel aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“.
Download:
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