Masterpläne

Masterpläne sind kooperative Verfahren, in denen die fachlichen Grundlagen und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen mit gutachterlicher Unterstützung (Auftragsvergaben) gemeinsam mit lokalen ExpertInnen und AkteurInnen erarbeitet werden.

Jeder dieser vier Masterplanprozesse unterliegt demselben Verfahrensgrundmuster. Dabei erfolgen sowohl Abstimmungen und Rückkopplungen zwischen den Masterplänen als auch mit der allgemeinen Leitbilddiskussion und den Stadtteilwerkstätten zu den Stadtteilrahmenplänen. Die Experten-Workshops zu den Masterplänen sind Einladungsveranstaltungen mit ausgewählten Wittener ExpertInnen und Akteuren.

Ergebnisse der Masterpläne sind aufeinander abgestimmte fachliche Leitbilder, Ziele, Handlungsempfehlungen und Leitprojekte, die in das Handlungsprogramm des Stadtentwicklungskonzeptes einmünden. Sie werden folglich auch nicht einzeln, sondern als Gesamtpaket zum Stadtentwicklungskonzept vom Rat verabschiedet. Sie bilden außerdem zusammen mit den weiteren Fachbeiträgen eine wichtige fachliche Grundlage für die Diskussionen in den Stadtteilwerkstätten.

Als Masterpläne werden die Themen erarbeitet:

Wohnen

Der Masterplan Wohnen wurde von dem Büro INWIS Forschung und Beratung GmbH Bochum erarbeitet im Zusammenwirken mit einer Expertenrunde aus Akteuren des Wittener Wohnungsmarktes und interessierter Bürgerinnen und Bürger.


Folgende Anforderungen und Fragen waren dabei zu bearbeiten:

Wie hoch wird der Flächenverbrauch in Zukunft, trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen ausfallen? Welche Flächenpotenziale stehen jetzt und in naher Zukunft zur Verfügung? Welche Qualitäten besitzen die verfügbaren Flächen bzw. für welche Zielgruppen können die einzelnen Baugebiete entwickelt werden? Welche Rolle spielt das Wohnumfeld bei der Wohnungsentscheidung und welche Standorte werden nachgefragt? In welchen Wohnungsmarktsegmenten ist mit einer zusätzlichen Nachfrage zu rechnen? Wie hoch wird die Nachfrage in den einzelnen Teilsegmenten sein? Welche Chancen hat die Stadt, ihre Anziehungskraft für junge Familien zu stärken? Welche Zielgruppen besitzen welche Wohnwünsche und fragen welche Wohnungen nach? Welche Wohnungsgrößen werden überwiegend nachgefragt? Wie entwickeln sich die Wohnwünsche im Verhältnis von Miete und Eigentum? Welche Auswirkungen haben die demographischen Veränderungen auf die zukünftige wohnungsbezogene Infrastrukturausstattung? Welche Infrastrukturangebote müssen künftig in den Stadtquartieren aufgegeben, vorgehalten bzw. neu geschaffen werden?


Zur Beantwortung dieser Fragen wurden eine quantitative und qualitative Wohnungsbedarfs- sowie eine Wohnungsnachfrageprognose für sachliche und regionale Teilmärkte erstellt.
Die Themen Wohneigentum (einschließlich einer Bauflächenanalyse), altenbetreutes bzw. altengerechtes Wohnen und öffentlich geförderter Wohnungsbau erfuhren innerhalb des Masterplans eine besondere Beachtung.
Weiterhin wurde im Masterplan eine detaillierte Standort- und Quartiersbewertung vorgenommen. Unter Einbeziehung relevanter Akteure wurden als Ergebnis konkrete Handlungsempfehlungen zu Wohnungsneubau und -bestand differenziert nach Stadträumen abgeleitet.


Übersichtskarte Neue Wohnbauflächen FNP 2020: Vorschläge frühzeitige Trägerbeteiligung

Endbericht Masterplan Wohnen

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Freiraum

In dem Masterplan „Freiraum“ soll der Freiraum als eigenständiges Element profiliert werden, so dass Grün als Qualität bestimmendes Merkmal der Stadt Witten neue Bedeutung erhält.


Ziele und Inhalte
Die auf dem Gebiet der Stadt vorhandenen Freiräume sollen in ein gesamtstädtisches Freiraumkonzept eingebunden werden, um nachhaltig zu einer hohen Lebensqualität und zu einem positiven Standortimage der Stadt Witten beizutragen. Der Masterplan „Freiraum“ soll Leitbilder für die übergeordnete Freiflächenentwicklung darstellen, Lösungsansätze für einen Ressourcen schonenden Umgang mit Freiflächen aufzeigen sowie konsensorientierte Leitbilder, Qualitätsziele und Entwicklungsmodelle für innerstädtische Schwerpunkträume und die wichtigsten Erholungsräume im Außenbereich entwerfen.

Die Leitfrage, die Gegenstand des Masterplanprozesses sein sollte, lautet:
Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet der Freiraum für eine nachhaltige Stadtentwicklung bei gleichzeitiger qualitativer Aufwertung der Freiflächenfunktionen?


Bausteine
Neben vorhandenen Fachdaten und -informationen (Biotopkataster der LÖBF, Schutzwürdige Böden des GD sowie Ausgleichsflächenkonzept der Stadt Witten) bilden der Stadtökologischen Fachbeitrag (LÖBF) und die Klimaanalyse (RVR) die wesentlichen Bausteine des Masterplanes. Beide Fachplanungen werden derzeit erarbeitet.

Darüber hinaus erstellt die Stadt Witten einen Kleingarten- u. einen Friedhofsbedarfsplan sowie einen Sport- u. einen Spielflächenbedarfsplan.

Der Masterplan schafft somit die freiraumspezifische Grundlage für die Erarbeitung der fachübergreifenden Stadtteilrahmenpläne sowie für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans.

Der Abschlussbericht Freiraum kann bei Bedarf beim Planungsamt angefordert werden.



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Einzelhandel

Im Rahmen des Masterplans „Einzelhandel“ wird eine Bestandsanalyse durchgeführt und ein Zentrenkonzept erarbeitet. Es sollen Leitlinien zur Stabilisierung bzw. Weiterentwicklung der Versorgungszentren festgelegt und ein Handlungsraster zur Bewertung von Ansiedlungsvorhaben dargestellt werden.


Ziele und Inhalte
Mehrere Fragestellungen sollen Gegenstand des Masterplans sein:

  • Wie hat sich der Wittener Einzelhandel seit dem Einzelhandelsgutachten aus dem Jahr 1997 entwickelt? Wie stellt sich der Wittener Einzelhandel zurzeit dar (Angebotssituation hinsichtlich der Waren und unter räumlichen Gesichtspunkten)?
  • Welche Entwicklungsmöglichkeiten können anhand dieser Situation aufgezeigt werden? Welche Strukturentwicklungen sind wünschenswert (z.B. Branchenmix)?
  • Wie kann die mittelzentrale Versorgungsfunktion gestärkt werden?
  • Sollten Sondergebiete für den großflächigen Einzelhandel entwickelt werden?

Während des Erarbeitungsprozesses werden verschiedene Szenarien zur Einzelhandelsentwicklung aufgezeigt. Unter Berücksichtigung der herausgestellten Zielvorstellung werden dann Entwicklungs- und Steuerungsstrategien für zukünftige Ansiedlungsvorhaben erarbeitet.

Nach der Festlegung und Darstellung der abgestuften Versorgungszentren wird herausgestellt, ob insbesondere die Nahversorgung der Wittener Bevölkerung sichergestellt ist. Tiefe und Breite der Analysen und Prognosen sind fokussiert auf die Generierung eines Masterplans „Einzelhandel“. Der Masterplan Einzelhandel wird dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt. Somit wird eine verbindliche Leitlinie für die Genehmigung von Ansiedlungsvorhaben geschaffen.


Bausteine
Den ersten Baustein des Masterplans liefert ein Standort- und Branchenkonzept, welches u.a. den Verkaufsflächenbedarf bis zum Jahr 2015 aufzeigen wird. Des Weiteren wird eine Kundenwohnorterhebung durchgeführt. Die weiteren Bausteine sind das Nahversorgungs- und Zentrenkonzept sowie eine Wittener Liste zentrenrelevanter Sortimente und ein Handlungsraster zur Beurteilung von Ansiedlungsvorhaben.

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Wirtschaft

Wirtschaftsflächen

Im Rahmen des Projektes „Unser Witten 2020“ und der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes wird eine themenübergreifende Positionsbestimmung sowie eine Neudefinition der mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der Stadt Witten verfolgt. Der über vier Jahre angelegte Gesamtprozess soll unter breiter Beteiligung der Bürger und wichtiger Institutionen erfolgen. Die fachlichen Grundlagen für das Stadtentwicklungskonzept und den Flächennutzungsplan sollen durch unterschiedliche Masterpläne geschaffen werden.  

Mit der Erstellung des Masterplans Wirtschaftsflächen wurde die CIMA Stadtmarketing GmbH im April 2006 beauftragt. Folgende Anforderungen und Fragen waren dabei zu bearbeiten:

  • Analyse der Wirtschaftsstruktur und -entwicklung sowie der Standortpotenziale der Stadt Witten:
  • Welche strukturellen Merkmale zeichnen die Wittener Wirtschaft aus?
  • Welche Branchen haben sich vergleichsweise dynamisch entwickelt?
  • Wo sind rückläufige Entwicklungen festzustellen?
  • Welche Entwicklungen sind zukünftig zu erwarten?
  • Detaillierte Analyse der Gewerbeflächen der Stadt:
  • Wie sieht die gesamtstädtische Wirtschaftsflächenbilanz aus?
  • Wie stellen sich die Entwicklungsmöglichkeiten ausgewählter Standorte dar?
  • Welche Entwicklungsflächen kommen zur mittel- und langfristigen Sicherstellung eines ausreichenden Flächenangebotes in Frage?
  • Diskussion von Entwicklungs- und Handlungsspielräumen:
  • Welche Erwartungen haben die ansässigen Unternehmer an die Wirtschafts- und Gewerbeflächenentwicklung?
  • An welchen Leitvorstellungen sollte die zukünftige Wirtschafts- und Wirtschaftsflächenpolitik aus-gerichtet werden?
  • Schlussfolgerungen für die gewerbliche Flächenentwicklung in Witten:
  • Welche gutachterlichen Empfehlungen ergeben sich aus der Analyse und der Leitbilddiskussion für das Gesamtprojekt Witten 2020, die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans sowie die praktische Arbeit der Stadtplanung und der Wirtschafsförderung?

Im Rahmen der Erstellung des Masterplans Wirtschaftsflächen Witten wurden folgende Untersuchungsschritte durchgeführt:

- Zusammenstellung und Aufbereitung vorliegender Informationen zum Wirtschaftsstandort Witten

  • Standortbegehungen der Gewerbeflächen vor Ort
  • Auswertung vorhandener Daten zu den Wittener Gewerbeflächen
  • Durchführung von Expertengesprächen
  • Moderation einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der relevanten Institutionen (u. a. IHK, Kreishandwerkerschaft, HWK), Wittener Unternehmern und der Universität Witten/ Herdecke.

Die Arbeitsgruppe traf sich zu insgesamt vier Sitzungen, in denen fortlaufend die Ergebnisse des Masterplans Wirtschaftsflächen präsentiert und von den Teilnehmern diskutiert und vertieft wurden.

Der Abschlussbericht Wirtschaft kann bei Bedarf beim Planungsamt angefordert werden.

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Solarpotenzialkataster

eea Klimaschutz

Logo eea

Unser Witten 2020

Logo: Unser Witten 2020

Soziale Stadt Annen

Logo: Annen gestalten

Bündnis Soziale Stadt

Baustellen-Hotline

Link: Baustellen in Witten
 

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