
Wittener Ordnungspartnerschaft - was ist das?
Öffentliche Ordnung und Sicherheit sind ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in einer demokratischen Gemeinde. Es ist eine wichtige Aufgabe, diese zu erhalten bzw. sicherzustellen. Dies betrifft alle Verantwortungsträger in Staat und Gesellschaft.
Aus diesem Grunde hat der Rat der Stadt Witten in seiner Sitzung am 15.06.1998 die Bildung einer Ordnungspartnerschaft und die Gründung eines ständigen Arbeitskreises beschlossen. Mitglieder des Arbeitskreises sind:
Was will die Wittener Ordnungspartnerschaft?
Aufgabe des Arbeitskreises ist es, laufende Projekte zu begleiten, Fehlentwicklungen zu erörtern und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen und neue Projekte zu initiieren. Ziel der jeweiligen Projekte ist die Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls und der objektiven Sicherheitslage. Hierzu ist es erforderlich, dass möglichst alle Verantwortlichen ihre Kräfte durch bessere Koordination, Kommunikation und Kooperation bündeln.
Zur Zeit werden folgende Projekte schwerpunktmäßig begleitet:
Förderung und Erhaltung der Aufenthaltsqualität in der Stadt
Die verschiedenen Problembereiche werden Schritt für Schritt unter Berücksichtigung eines geographischen Ansatzes angegangen. Erste Maßnahmen wurden in der Innenstadt bzw. in Annen durchgeführt.
Im Stadtteil Herbede sind im Rahmen einer "Bürgerbefragung" im Frühjahr 2000 zwei Problembereiche benannt worden. Maßnahmen zur Verbesserung der genannten Situationen werden ergriffen.
Kinder und Jugendliche
Das Kinder- und Jugendparlament hat mehrere Themen benannt, die im Rahmen eines "runden Tisches" am 20.04.1999 mit Vertretern verschiedenster in Witten in der Kinder- und Jugendarbeit tätigen Institutionen erörtert wurden.
Ein Schwerpunktthema ist "Gewalt unter Kindern und Jugendlichen". Dieses wird nach den Sommerferien in Zusammenarbeit mit Schulen, Freizeiteinrichtungen und weiteren potentiell Beteiligten aufgegriffen.
An der Kronenschule hat im Mai 2000 das Projekt Schulsozialarbeit begonnen. Dort wird an zwei Tagen pro Woche durch eine Mitarbeiterin des Jugendamtes in Zusammenarbeit mit der Schule Einzel- bzw. Gruppenarbeit angeboten. Eine Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen soll aufgebaut werden. An der Freiligrathschule ist ein ähnliches Projekt in Planung.
Zusammenarbeit und Aufgabenwahrnehmung zwischen Polizei und Stadtverwaltung
Auf den verschiedensten Ebenen finden regelmäßig Besprechungen statt, um die Zusammenarbeit zum Wohle der Bürger zu verbessern. Positive Auswirkungen haben sich in verschiedenen Bereichen bzw. bei Anlässen gezeigt (z.B. Weltkindertag, Stadtservice, Information über Müllablagerungen).
Kinder im Straßenverkehr
Es haben zwei Sitzungen der Projektgruppe stattgefunden. Themenschwerpunkte von Projekten sollen sein:
Am 18.06.2000 fand anlässlich des 50 - jährigen Bestehens der Verkehrswacht Witten ein Verkehrssicherheitstag statt. Im Rahmen eines umfangreichen Programms wurde über die Probleme der Kinder als Teilnehmer im Straßenverkehr informiert und für einen rücksichtvollen Umgang aller Verkehrsteilnehmer geworben. Was geschieht sonst noch?
Der Arbeitskreis hat sich in seinen Sitzungen mit weiteren Themen beschäftigt.
Hierzu zählen u.a.:
Schulbusbegleiter
Auf den Schulwegen kommt es in öffentlichen Verkehrsmitteln immer wieder zu Problemen. Dies sind u.a.: Beschädigungen in den Verkehrsmitteln, Auseinandersetzungen zwischen Schülern bzw. Schülern und Erwachsenen, Nichtmitnahme von Schülerinnen und Schülern. Aus diesem Grunde versucht die BOGESTRA Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 als Schulbusbegleiter zu gewinnen. Auf den von ihnen zum täglichen Schulbesuch benutzten Linien soll es ihre Aufgabe sein, in Fällen von Unregelmäßigkeiten oder Streitigkeiten zu vermitteln bzw. zu schlichten. Die Schüler werden für ihre Aufgabe intensiv geschult.
Das Pilotprojekt begann am 11.11.1999 mit der Hardenstein-Gesamtschule. Die bisherigen Erfahrungen sind sehr positiv. Seit dem 26.05.2000 nimmt die Adolf-Reichwein-Realschule an dem Projekt teil. Weitere Wittener Schulen haben Interesse an diesem Projekt angemeldet.
Poli Bär
Mit der Symbolfigur Poli Bär hat sich die Polizeiinspektion Witten an die Wittener Kinder gewandt. Hierdurch sollen diese auf kindgerechte Weise animiert werden, sich zu melden, wenn etwas nicht stimmt. Poli Bär wird dafür sorgen, dass alle Kinder, die sich bei ihm melden, auch eine Antwort erhalten. Hierdurch sollen die Kinder erkennen, dass sie in der Gesellschaft Gehör finden . Weiterhin können sie durch diese Aktion spielerisch lernen, sich für gesellschaftliche Probleme mitverantwortlich zu fühlen.
Sicheres Radfahren
Im Rahmen eines "runden Tisches" sollen die Möglichkeiten, die Situation für Fahrradfahrer in Witten zu verbessern, erörtert werden. Hierzu gehört u.a. die Entwicklung eines Radverkehrs-Konzeptes.
Grundgedanke von Ordnungspartnerschaften ist die Überlegung, dass Sicherheit alle angeht. Die Ordnungspartnerschaft soll bewirken, bei den Bürgern die Eigeninitiative und Mitverantwortung für ihr Lebensumfeld zu stärken bzw. zu wecken und zu fördern. Unter diesem Gesichtspunkt besteht grds. für jedermann die Möglichkeit, sich an Projekten zu beteiligen.
Für die projektübergreifende Koordination sind sowohl bei der Stadt Witten als auch bei der Polizeiinspektion Witten je ein Mitarbeiter verantwortlich. Hier können Sie allgemeine Informationen erhalten und neue Projekte bzw. Themen vorschlagen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Kontakte zu den jeweiligen Projektgruppen herzustellen.
Ansprechpartner sind:
Stadt Witten: Herr Overkamp, Tel.: 02302/581-3222
Polizeiinspektion Witten: Herr Gölitz, Tel.: 02302/2093501
Stadt Witten | Marktstr. 16 | Postfach 2280 | 58449 Witten
Telefonzentrale: 02302 581-0 | E-Mail: rathaus(at)stadt-witten.de