Offene Kindertreffs  - Stadt Witten

Offene Kindertreffs bestehen in Witten seit den 60er Jahren und haben somit eine lange Tradition. Mittlerweile findet man sie an 11 Standorten (überwiegend Grundschulstandorten) in Witten.

Der Zugang zu den Angeboten der Offenen Kinderarbeit wird den Kindern bewusst leicht gemacht. Die Angebote sind vielfältig und offen (eine Anmeldung ist i.d.R. nicht erforderlich). Vom Freispiel über konkrete Projekte bis hin zu Außenaktivitäten, Kreativangeboten, Ausflügen und Workshops ist alles vertreten. Die Kindertreffs haben wochentags von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Alle Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren sind willkommen.

Das Konzept sieht vor, dass Kinder im selbstgestalteten Raum spielerisch entdecken, wie z.B. gemeinsame Lösungsstrategien den Teamgeist stärken oder wie sich die Besonderheiten der geschlechterspezifischen Entwicklung auswirken. Sie sollen in ihren individuellen Fähigkeiten bestärkt und zu eigenverantwortlichem Handeln, zu gesellschaftlicher Mitwirkung, zu Toleranz und demokratischer Teilhabe befähigt werden. 

Kindertreffs im Überblick

  • Kindertreff KiWitZ,
    Haus der Jugend, Nordstr. 15 in Witten, Tel.: 02302 279184
  • Kindertreff In der Mark,
    In der Mark 172 in Witten, Tel.: 02302 62810
  • Kindertreff Heven,
    AWO Ennepe-Ruhr in Witten, Hellweg 42, Tel.: 02302 2789233
  • Kindertreff Annen,
    AWO Ennepe-Ruhr, In den Höfen 15 in Witten, Tel.: 02302 2783581
  • Kindertreff Hüllbergschule,
    AWO Ennepe-Ruhr, Hüllbergweg 31 in Witten, Tel.: 02302 7072941
  • Kindertreff Vormholz,
    Vormholzer Str. 90 in Witten, Tel.: 02302 79823
  • Kindertreff Herbede,
    Deutsches Rotes Kreuz, Wilhelmstr. 4 in Witten, Tel.: 02302 2052016
  • Kindertreff Pferdebach,
    Rebecca-Hanf-Str.10 in Witten, Tel.: 02302 88423
  • Kindertreff Stockum,
    Ev. Kirche/Ratz Fatz, Hörder Str. 304 in Witten, Tel.: 02302 2825837
  • Kindertreff Katakommbe,
    Ev. Kirchengemeinde Bommern, Bodenborn 48 in Witten, Tel.: 02302 31465
  • Kindertreff Rüdinghausen,
    AWO Ennepe-Ruhr, In der Dickete 4 in Witten, Tel.: 02302 2786899

KimBo, ein generationenübergreifendes Projekt

KimBo (KiWitZ mit Boecker) ist ein Projekt eines Offenen Kindertreffs und zweier Senioreneinrichtungen in Witten Mitte. Bereits seit August 2007 erleben Generationen miteinander gesellige Nachmittage, geprägt von Freude, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und neuen Erfahrungswelten.

Der KiWitZ (Kindertreff Witten Zentrum) ist eine städtische, offene Einrichtung für Kinder im Alter von 6-12 Jahren. Additiv nehmen viele weitere Kinder der in denselben Räumlichkeiten untergebrachten Offenen Ganztagsgrundschule die Angebote des KiWitZ bis zum frühen Abend wahr. Die wenigsten Kinder, die den KiWitZ besuchen kennen ihre Großeltern.

In direkter angrenzender Nachbarschaft zum KiWitZ befindet sich ein Altenwohnheim und in fußläufiger Nähe ein zweites. Das Haus „Leben im Alter“ (LIA) und das „Haus am Voß’schen Garten“ (HavG) sind beides Häuser der gleichen Stiftung – der Boecker-Stiftung.

Bereits seit 2001 kooperiert der KiWitZ mit der LIA. Kinder die durch eine verbindliche Betreuung auch eine Mittagsmahlzeit bekommen, nehmen diese in der LIA zu sich. So entwickelte sich eine aus praktischen Gründen gefundene Lösung zum Grundstein für eine intensivere Zusammenarbeit. Kleine Kontakte zur Mittagszeit entstanden, Begegnungsfreude seitens der Senioren, sowie Neugier der Kinder ließen sich täglich beobachten. So war das Aufgreifen und der Ausbau dieser Kontakte der Beginn des Projektes KimBo.

Die Verwirklichung der Idee wurde durch die City-Offensive 2007 –Alt und Jung- möglich. Finanzielle Unterstützung für materiellen und personellen Bedarf für zunächst ein Jahr bedeuteten den Startschuss.

Zehn Kinder besuchen mit zwei Betreuerinnen die Alteneinrichtungen einmal wöchentlich. Gemeinsam wird gebastelt, gemalt, vorgelesen, gespielt, erzählt und noch vieles mehr. Beide Seiten –Alt und Jung- freuen sich gleichermaßen aufeinander. Es ist sehr rührend, mit welcher Ungeduld die Kinder teilweise erwartet werden. Oft sind es die kleinen Gesten, die leisen Momente, die eine besondere Intensität ausstrahlen.

Es lässt sich beobachten, dass durch die Kinder bei den Senioren eine große Motivation aufkommt an den Angeboten mitzumachen. So werden zum Beispiel Schneidearbeiten gemeistert, die vorher noch durch eingeschränkte Sehkraft oder verloren geglaubte motorische Fähigkeiten kaum machbar schienen.

Auch an KimBo teilnehmende Kinder erfahren vielseitige Bereicherungen, insbesondere in sozialen Belangen. Rücksichtnahme und Hilfestellung werden, wenn nötig, eigenständig angewendet. Altersbedingte Einschränkungen werden akzeptiert, schrecken nicht ab. Die Vermittlung von Werten wie Respekt, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft findet ganz wie von selbst statt. Alle Akteure sind sich einig, dass dies ein für die Beteiligten bereicherndes Projekt ist. 

Weitere Informationen bekommen Sie im Kindertreff KiWitZ bei I. Janz, Tel.: 02302 279184, kt-kiwitz(at)witten.de.

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Ein pädagogischer Dreiklang

Grundschulen, Offene Ganztagsschulen (OGS), Kindertreffs in Witten

Im Zuge der Neustrukturierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ergab sich im Mai 2006 der Projektauftrag "Verzahnung der Angebote der Offenen Kindertreffs mit den Angeboten der Offenen Ganztagsschulen (OGS)".

Bereits an mehreren Grundschulstandorten in Witten werden heute Grundschulkinder bei Bedarf von Unterrichtsbeginn bis in den Nachmittag hinein nahtlos gefördert und betreut. Lehrer und pädagogische Fachkräfte gestalten den Tag mit Unterricht, Mittagsimbiss, Hausaufgabenbetreuung, AG-Angeboten und Freispiel.

Die Zusammenarbeit der drei Systeme Grundschule, Offene Ganztagsschule (OGS) und Kindertreff „unter einem Dach“ verfolgt das gemeinsame Ziel, jedem Kind, unabhängig von seiner Herkunft, möglichst große Chancen auf ein gesundes Aufwachsen, eine erfolgreiche Bildung und die Förderung seiner persönlichen Fähigkeiten zu geben.

Den Nutzen haben Kinder und Eltern. Für die Kinder wird der Wechsel von Zuständigkeiten im Tagesverlauf nicht sichtbar. Sie erleben ein vielfältiges abwechslungsreiches Tagesprogramm in ihrem Haus des Lebens und des Lernens. Eltern profitieren bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenn die Betreuung bis 16.00 Uhr in der Offenen Ganztagsschule nicht reicht, kann die im selben Gebäude stattfindende Betreuung des Kindertreffs bis 18.00 Uhr genutzt werden.

Die Chancen und Synergien, die sich aus dieser Verzahnung ergeben, sind in der Broschüre "Ein pädagogischer Dreiklang, Grundschulen-Offene Ganztagsschulen (OGS)-Kindertreffs in Witten" näher ausgeführt.