Brauckstraße  - Stadt Witten
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Brauckstraße

Anders als die anderen Unterkünfte in der Stadt stand die Brauckstraße 14-18 in der Hoch-Zeit der Flüchtlingszuströme (2016) besonders im Fokus –  schon wegen ihrer Größe und der Besonderheit, dass  hier aus einer ehemaligen Gewerbeimmobilie Wohnraum für viele Menschen entstanden ist.

Deshalb erklärt die Stadt Witten an dieser Stelle, wie das „Leben vor Ort“ aussehen  würde, wenn viele Geflüchtete dort wohnten – denn Wissen baut Fragen, Sorgen und Vorbehalte ab.

Rückblick: Warum Brauckstraße?

Mit Ratsbeschluss vom 25.1.2016 wurde die Anmietung des Gebäudes an der Brauckstraße zur Unterbringung von Flüchtlingen beschlossen.

2016 wurden freie Wohnplätze in der Unterkunft Brauckstraße durch die Kündigung so genannter Monteurwohnungen und den Umzug der Personen in die Unterkunft Brauckstraße belegt.

Zahlen und Daten zur Immobilie

In den Gebäuden an der Brauckstraße könnten bis zu 752 Personen ein Zuhause auf Zeit finden.

  • Gebäudeanzahl: 3, davon 2 für die Unterbringung und ein Gebäude mit Flächen für Verwaltung, soziale Betreuung und Lagerung
  • Flächen: Gebäudeflächen: ca. 7.500 m²
  • Befestigte Freiflächen: ca. 5.445 m²
  • Grünflächen: ca. 10.855 m²

Das Gelände ist eingezäunt und nur über einen öffentlichen Zugang erreichbar. An diesem Zugang befindet sich ein Pförtnerhaus, das dem Sicherheitsdienst zur Verfügung gestellt wird. Der Sicherheitsdienst ist immer vor Ort, die Zahl der Sicherheitskräfte ist abhängig von der Belegung der Unterkunft.

Umbau-Planung für die Gebäude

Standort Brauckstraße

Gebäude P:      Sozialräume, Verwaltung, Lagerung                
Gebäude O:     Wohngebäude, 208 Personen                          
Gebäude N1:    Wohngebäude, 144 Personen                          
Gebäude N2:    Wohngebäude, 128 Personen                          
Gebäude N3:    Wohngebäude, 128 Personen                          
Gebäude N4:    Wohngebäude, 144 Personen                          


Das Gebäude N hat vier parallel angeordnete Gebäudeflügel, die alle über einem jeweils mittig angelegten Verbindungsflur zu erreichen sind.

Blick nach vorne: Nutzung der Immobilie

Die Belegung erfolgt gesondert nach Nationalitäten und Konfessionszugehörigkeit, um Konfliktpotenzial von Anfang an zu vermeiden. Vor allem Familien sollen dort ein Zuhause finden.

Für die erforderlichen Einrichtung- und Ausstattungsausgaben wurden durch Ratsbeschluss vom 25.1.2016 300.000 € bereitgestellt. Die Unterkünfte sind standardisiert mit Betten, Schränken, Tischen, Stühlen und Kühlschränken eingerichtet. Eine darüberhinausgehende individuelle Ausstattung obliegt den Bewohnern. Es stehen Kochmöglichkeiten und sanitäre Einrichtungen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Die Unterkunft verfügt über einen zentralen Raum mit Wasch- und Trocknungsmöglichkeiten. Der Betrieb von Koch- und Waschgelegenheiten in den Wohnräumen wird aus brandschutzrechtlichen Gründen untersagt.

In allen Gebäuden wird freies WLAN zur Verfügung gestellt. Der Kontakt via Smartphone in die Heimat, das zeigen alle Erfahrungen, ist von enormer emotionaler Bedeutung für die Flüchtlinge.

Die Verwaltung benötigt sechs Büros, die nach den allgemeinen Anforderungen entsprechend eingerichtet werden. Für Dritte (Integration Point, Help-Kiosk u.a.) werden insgesamt sieben Büros zur Verfügung gestellt, die während der allgemeinen Bürozeiten genutzt werden können. Für die soziale Betreuung gibt es Multifunktionsräume.  Lagerflächen stehen für städtische Belange und für Dritte zur Verfügung.

Engagiert für Flüchtlinge – Willkommen in der Brauckstraße

Im Laufe des Jahres 2015 kamen ca. 1000 Menschen nach Witten um Schutz vor Krieg, Verfolgung, Terror, Armut und Hunger zu finden. Es galt, eine bis dahin nicht gekannte Zahl an Flüchtlingen zu empfangen, unter zu bringen und zu versorgen – sie willkommen zu heißen. Das Engagement der Wittener Bürgerinnen und Bürger, beruflich und privat Tätiger, war von Beginn an groß und ist bis heute vorbildlich.

Um auch die Menschen, die in der Brauckstraße leben werden bei ihren ersten Schritten in Deutschland zu unterstützen und somit eine gelungene Integration zu fördern, sind folgende Angebote sowohl in der Unterkunft als auch in der Nachbarschaft geplant:

  • Sprachkurse (Volkshochschule Witten-Wetter-Herdecke, Deutsches Rotes Kreuz, studentische Flüchtlingsinitiative etc.)
  • Sport- und Freizeitaktivitäten, kulturelle Angebote (verschiedene Sportvereine, Ort der Begegnung etc.
  • Kinderbetreuung (Deutsches Rotes Kreuz, Jugendverein JuKiKuPe e.V. etc.)
  • Unterstützung im Alltag (Help Kiosk e.V., ev. Martin Luther Gemeinde etc.)
  • Begegnungscafé(s) (verschiedene Kirchengemeinden, Ort der Begegnung, Caritas Verband Witten etc.
  • Patenschaften (ev. Martin Luther Gemeinde, Kirchenkreis Hattingen-Witten etc.)
  • Angebote und Beratung für Frauen (Frauenberatung EN, Deutsches Rotes Kreuz etc.)
  • Kursangebote zum Leben in Deutschland (studentische Flüchtlingsinitiative, Caritas Verband Witten etc.)
  • Schulungen in Erster Hilfe und im Brandschutz für Helfer und Bewohner (Arbeiter-Samariter-Bund e.V., Feuerwehr Witten etc.)
  • Schwimmkurse (Deutsches Rotes Kreuz)
  • Fortbildungen für ehrenamtlich Tätige (Kirchenkreis Hattingen Witten, Volkshochschule Witten-Wetter-Herdecke, Help Kiosk e.V., Frauenberatung EN etc.)

Vor Ort stehen zwei Multifunktionsräume zur Verfügung, die für Angebote aller Art gebucht werden können. Die Außenanlagen bieten zudem viele Möglichkeiten der Beschäftigung und Freizeitgestaltung.

Zahlreiche Organisationen, Initiativen und Wohlfahrtsverbände sind bereits in der Flüchtlingshilfe aktiv und werden die Stadt Witten auch bei den in der Brauckstraße anstehenden Aufgaben unterstützen.

Wenn auch Sie sich engagieren möchten,