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„Der Schoß ist fruchtbar noch…“: Stadtarchiv lädt zum Vortrag über Facetten des Antisemitismus ein

Eingang des Stadtarchivs in der Saalbau-Passage (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Das Soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Witten und das Stadtarchiv Witten laden für Mittwoch, 4. Juli, ab 19.30 Uhr zu einem Vortrag von Bastian Steinhauer zum Thema „Facetten des Antisemitismus“ in das Stadtarchiv (Bergerstraße 25) ein. Der Eintritt ist frei.

Antisemitismus – bei diesem Begriff kommen den meisten in Deutschland sozialisierten Menschen Leichenberge und der „Holocaust“ in den Sinn – auch die Frage, wie es dazu kommen konnte. Antisemitismus ist jedoch keine Erfindung der Nationalsozialisten, sondern war schon vorher weit verbreitet. Bastian Steinhauer wird in seinem Vortrag insbesondere frühere und spätere Formen des Antisemitismus darstellen, analysieren und erklären. Gleichzeitig wird sich der Frage genähert, was Antisemitismus von anderen gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten unterscheidet.

Der Referent Bastian Steinhauer studiert Sozialwissenschaften und Geschichte. Außerdem ist er in der Begegnungsstätte „Alte Synagoge Wuppertal“ und als Zivilcourage-Trainer tätig.

Trauriges Jubiläum

Vortrag und Diskussion sind Teil einer Veranstaltungsreihe zum Thema Antisemitismus und Erinnerungskultur. Veranstalter ist das Soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“ in Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten anlässlich der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 vor 80 Jahren. Von den gewaltsamen Ausschreitungen im November 1938 waren auch Wittener Jüdinnen und Juden betroffen und die 1885 eingeweihte Wittener Synagoge wurde von Nationalsozialisten niedergebrannt.

Die Veranstaltungsreihe wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ für das Jugendforum des Jugendrings Witten mit freundlicher Unterstützung des Wittener Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen gefördert.