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Gleichstellung

Internationaler Tag gegen Homophobie: Stadtarchiv lädt zu Vortrag und Begleitausstellung am 15. Mai

Stolperstein für Wilhelm Erdmann (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Ein Stolperstein für Wilhelm Erdmann, verlegt am 10.12.2014 an der Breite Straße 40. Wilhelm Erdmann geb. am 02.05.1900 in Witten, ermordet am 17.02.1941 im Konzentrationslager Dachau, Foto: J. Fruck

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (kurz „IDAHOT 2018“, englisch „International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia ) am 17. Mai bietet das Stadtarchiv Witten am 15. Mai ein ganztägiges Programm mit zwei Vorträgen zur NS-Verfolgung von Homosexuellen am Beispiel der Biographie Wilhelm Erdmanns. Außerdem gibt es eine Ausstellung zum IDAHOT, Titel „Verurteilt nach § 175 StGB“.

Das Gesamtprogramm zur Themenwoche IDAHOT 2018 findet man auf den Internetseiten des Stadtarchivs (www.kulturforum-witten.de/stadtarchiv) als PDF-Datei.

Vortrag: „Durch den Kamin gehen...“ NS-Verfolgung von Homosexuellen am Beispiel der Biografie von Wilhelm Erdmann

Am 2. Mai 1900 in Witten geboren, wurde der spätere Bankbeamte, Kaufmann und Rechtsberater - weil er Männer liebte - 1936 zu einer Zuchthausstrafe verurteilt und später über die Konzentrationslager Buchenwald (1939) und Mauthausen (1940) nach Dachau deportiert. Wie viele andere KZ-Gefangene wurde er systematisch von der SS zu Tode geschunden. Wilhelm Erdmann starb 1941 im Alter von 40 Jahren im KZ Dachau. Angeregt durch das europaweite Kunst- und Erinnerungsprojekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig, forschte Jürgen Wenke u. a. zur Biografie Wilhelm Erdmanns und initiierte die Verlegung eines Stolpersteins durch den „Arbeitskreis Stolpersteine in Witten“ am 10. Dezember 2014 an der Breite Straße 40.

Schüler/innen der Holzkamp-Gesamtschule hören den Vortrag am 15. Mai in der Zeit von 12 bis 14 Uhr. Interessierte Wittener/innen können ihn am Abend hören: In der Zeit von 19 bis 20.30 Uhr, im Stadtarchiv Witten, Bergerstraße 25 (Saalbau-Passage). Der Eintritt ist frei.

Begleitausstellung zum Vortrag: „Verurteilt nach § 175 StGB“

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie am 17. Mai zeigt das Stadtarchiv Witten am 15. Mai 13 Schautafeln der Hamburger Ausstellung „Homosexuellenverfolgung in Hamburg 1919 bis 1969“. Die Dokumentation der Initiative „Gemeinsam gegen das Vergessen – Stolpersteine für Hamburger NS-Opfer“ wird durch drei Portraits verfolgter Homosexueller aus Nordrhein-Westfalen ergänzt, die Jürgen Wenke, Verein Rosa Strippe, erstellte.

Zu sehen ist die Ausstellung am Dienstag, 15. Mai, in der Zeit von 14 bis 19 Uhr. Im Stadtarchiv Witten, Bergerstraße 25 (Saalbau-Passage). Auch hier ist der Eintritt frei.

Das Stadtarchiv dankt dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe für die finanzielle Förderung beider Veranstaltungen.