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„Damit Kulturgut nicht versauert“ – Stadtarchiv Witten nimmt zum 10. Mal am landesweiten Projekt LISE teil

LISE verhindert den Papierzerfall (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Trotz erheblicher Einschränkungen durch die Pandemie kann das Stadtarchiv Witten zum zehnten Mal an der Landesinitiative Substanzerhalt (LISE) teilnehmen.

Unter Einhaltung der geltenden hygienischen Schutzmaßnahmen sind über 300 Kilogramm Archivgut für die Blockentsäuerung nach Leipzig geschickt worden. Dazu gehören die nutzungsintensiven Urkundenbücher mit 2.931 Geburts- und Sterbeeinträgen der Jahre 1910 und 1940 sowie zwei alphabetische Namensregister von 1907 bis 1910. „Für diese standesamtlichen Unterlagen sind seit 2009 die Kommunalarchive zuständig,“ erklärt Ana Muro, Diplomarchivarin im Stadtarchiv und Verantwortliche für das LISE-Projekt.

Aus dem Bestand Bommern wählte das Archivteam für die konservatorische Maßnahme Unterlagen zu verschiedensten Themen für den Substanzerhalt aus wie zum Beispiel zur Lebensmittelversorgung während des Ersten Weltkriegs, zur Französischen Besatzungszeit, zur Verwaltungsgeschichte der Gemeinde, zu Grundstücksangelegenheiten, zur Feuerwehr und zur Amts-Sparkasse Bommern.

Das Archivgut wird voraussichtlich im Herbst 2021 zurückgebracht und steht dann für zukünftige Nutzungen zur Verfügung.

Papierzerfall aufhalten: Diese wichtige Aufgabe hat LISE

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die Initiative 2006 gestartet, um die Entsäuerung von überwiegend kommunalem Archivguts finanziell zu fördern und koordinierend zu unterstützen. Diese präventive Maßnahme verlangsamt den drohenden Papierzerfall, schützt und stärkt die Originale nachhaltig und dient der Bestandserhaltung für zukünftige Nutzungen und Digitalisierungsverfahren.

Das Kulturforum Witten und die Stadt Witten danken dem Land NRW für die finanzielle Förderung des Projekts. Der Dank gilt besonders dem LISE-Team des LWL-Archivamts für Westfalen in Münster für die fachliche Beratung, die Projektentwicklung und die praktische Unterstützung.

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