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Gegen das Vergessen: Stadtarchiv bietet kostenlose Informationen zum ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald

Literatur zum KZ-Außenlager Buchenwald beim Stadtarchiv. Foto: Jörg Fruck

Erst in den 1980er Jahren entdeckten Schülerinnen und Schüler des Albert-Martmöller-Gymnasiums das Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald in Witten-Annen wieder. Seitdem sind einige Dokumentationen und Publikationen zu diesem authentischen Ort nationalsozialistischen Verbrechens erschienen – und häufig auch bereits wieder vergriffen. Das Stadtarchiv Witten macht nun einige dieser Publikationen zugänglich: Restexemplare auf einem Büchertisch, andere digital. Der Büchertisch mit Informationen zur Mitnahme wird vor dem Stadtarchiv in der Saalbau-Passage, Bergerstraße 25, montags bis donnerstags von 9 bis 15:30 Uhr stehen, das digitale Angebot auf der Homepage unter https://www.kulturforum-witten.de/stadtarchiv/ präsentiert.

Anlass ist der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ am 27. Januar. Der „Ort der Erinnerung ehemaliges KZ-Außenlager Buchenwald in Witten-Annen“ befindet sich im Bereich Westfeldstraße / Immermannstraße und ist die Restfläche eines Areals, das von 1941 als NS-Zwangsarbeitslager und ab September 1944 bis April 1945 als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald diente. Seitdem dieser authentische Ort nationalsozialistischen Verbrechens in den 1980er Jahren von Schülerinnen und Schülern des Albert-Martmöller-Gymnasiums wiederentdeckt wurde, hat er als Teil des nationalsozialistischen Vernichtungssystems im öffentlichen Gedenken eine zentrale Rolle. 1992 wurde die Fläche unter Denkmalschutz gestellt. Es folgten archäologische Untersuchungen und historische Forschungen, die von der Stadt Witten beauftragt und fachlich begleitet wurden. Einige der seit den 1980er Jahren in diesem Zusammenhang erstellten Dokumentationen und Publikationen sind längst vergriffen oder nur noch als Restexemplare vorhanden. Das Stadtarchiv stellt nun in chronologischer Folge das mittlerweile Archivmaterial als Fachliteratur für schulische Zwecke und Interessierte zur Verfügung.

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Vor 25 Jahren, 1996, erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar in Anlehnung an den Tag der Befreiung der Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz am 27. Januar 1945 zum nationalen Gedenktag. Mit diesem Gedenktag wird an alle Opfer des totalitären Nazi-Regimes erinnert. 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Day of Commemoration in Memory of the Victims of the Holocaust).

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