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Märkisches Museum öffnet mit zwei neuen Ausstellungen - Eintritt frei!

Collage mit Exponaten der neuen Ausstellungen im Märkischen Museum

Bildcredits: Birgit Werres, ohne Titel, # 6/21, 2021, Kunststoff ©Foto: Birgt Werres, VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Birgit Werres, ohne Titel #2/21, 2021, Kunststoffgewebe, Metall, Pigment ©Foto: Birgt Werres, VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Alexander Chekmenev, Perewalsk, Luhansk Region, aus der Serie: DONBASS, 2005, C-Print auf Alu-Dibond © Alexander Chekmenev Frauke Dannert, Netz, 2014, Collage © Foto: Ben Hermanni, Lemgo Kirsten Krüger, Fischblumenland, 2001, verschiedene Materialien @ Foto: Kirsten Krüger, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Endlich darf das Märkische Museum Witten wieder Gäste empfangen und präsentiert – bei freiem Eintritt – zwei neue Ausstellungen: Werke von Birgit Werres sowie „Pleased to meet you“ mit einer vielfältigen Auswahl an Schenkungen. Ab morgen, 17. März, können Besucherinnen und Besucher wieder Werke der Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation erkunden.

Birgit Werres, 17. März bis 20. Juni 2021

In seinen sechs Wechselausstellungsräumen präsentiert das Märkische Museum eine Einzelausstellung der Düsseldorfer Bildhauerin Birgit Werres. Ausgangsmaterialien ihrer Werke sind industriell vorgefertigte Gegenstände, Fragmente, insgesamt: Dinge, die ihr ästhetisches und sinnliches Interesse wecken und Basis eines Werkes werden. Sie findet diese Materialien auf Lagerplätzen und Produktionsstätten der Industrie im Ruhrgebiet und dem Rheinland. Entdeckung und Veränderung des Entdeckten sind die beiden großen Arbeitsschritte, die ein eigenständiges Kunstwerk bei Birgit Werres entstehen lassen.

„Upcycling“: die Einzigartigkeit von Produktionsausschuss

Sie verwendet Bau- und Verpackungsfolien, Schläuche, Draht und Gummibänder und Produktionsausschuss, der auf Halden zu verrotten droht. Ein „Upcycling“ geschieht aufgrund der Erkenntnis von Einzigartigkeit des Fundstückes, das ins Zentrum der jeweiligen Wahrnehmung gerückt wird. Die Herkunft und Bestimmung des Materials bleiben oftmals unbestimmt, lediglich seine ästhetischen und sinnlichen Werte werden les- und empfindbar.

Der ästhetische Wert im vermeintlich Wertlosen

Die Umformulierung profaner Dinge zum Kunstwerk wird durch Materialverbünde, Schichtungen, Reihungen und den massiven physischen Einsatz der Künstlerin vollzogen, die kraftvolle Installationen, Plastiken, Wandreliefs und kleinere Objekte entstehen lassen.

Die Ausstellung verschafft einen Überblick über das vielseitige Werk der Künstlerin, die durch ihre Arbeit mögliche Transformationsprozesse von vermeintlich Bekanntem darstellt und eine konsequente Neubewertung unserer Alltagskultur und Alltagswahrnehmung formuliert. Den ästhetischen Wert im vermeintlich Wertlosen darstellbar und konsequent fassbar zu machen, ist ein übergeordnetes Anliegen von Birgit Werres. Die Künstlerin hat eigens für die besonderen Ausstellungsräume des Märkischen Museums Witten eine großformatige, temporäre Installation errichtet.

„Pleased to meet you!“ Schenkungen und Sammlungsbestände des Märkischen Museums Witten, 17. März bis 20. Juni 2020

Im Sammlungsbereich präsentiert das Märkische Museum eine Auswahl von Schenkungen der vergangenen Jahre, die an das Haus von Künstler*innen sowie aus Nachlässen übergeben wurden. In der Ausstellung sind 39 Schenkungen zu sehen.

Gemeinsam mit Auszügen des altbekannten Museumsbestands werden vorrangig Werke von zeitgenössischen Künstler*innen gezeigt. Die Ausstellung will neben der Vielzahl der großzügigen Schenkungen die künstlerisch-stilistischen Schwerpunkte der Museumssammlung hervorheben, die von gegenständlicher Malerei und Skulptur, über Fotografie und abstrahierender Auflösung in eine konkrete künstlerische Formulierung reichen.

Von der gegenständlichen zur abstrakten Kunst

In den ersten Räumen des Sammlungsbereiches werden anhand gegenständlicher Kunstwerke Mensch und Landschaft thematisiert, zudem stehen einige Exponate miteinander in erkennbarer erzählerischer Beziehung. Leben und Tod, aber auch weltgesellschaftliches Geschehen wird angedeutet und lädt zum Nachdenken ein. Im Mittelschiff dokumentieren Exponate den Weg von der Gegenständlichkeit in die Abstraktion, die dann in der klaren Formensprache des Konkreten mündet. Metaebenen, Konzentration und Kontemplation stehen hier im Vordergrund, während das hintere Seitenschiff den Stilpluralismus der Bildenden Kunst allgemein wieder aufnimmt. Gegenständlichkeit, surrealistische Bildwelten, Abstraktion und konkrete Kunst finden in den Werken der Künstler*innen die unterschiedlichsten Äußerungen und führen auch zu Vermischungen der verschiedenen Stile untereinander.

Wichtige Information:

Wegen der Corona-Regeln kann das Märkische Museum nur nach Voranmeldung besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Terminbuchung kann per E-Mail am maerkisches.museum(at)stadt-witten.de oder per Telefon unter 02302-581 2550 (nur während der Öffnungszeiten) erfolgen. Besucherinnen und Besucher müssen sich registrieren, eine Maske tragen (medizinische oder FFP2-Maske) sowie die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregelungen einhalten. Weitere Informationen zum Anmeldeverfahren und den Zugangsbeschränkungen unter Internetseite: www.maerkisches-museum-witten.de  

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