FAQ  - Stadt Witten

Häufig gestellte Fragen zu Baumaßnahmen

Weshalb gibt es in Witten so viele Baustellen ? 

Um die hohe Qualität der städtischen Infrastruktur zu erhalten, müssen Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser erneuert werden. Es existieren in  der Stadt noch einige Kanäle, die 100 Jahre alt sind, diese sind dringend zu ersetzen. Außerdem kommen auch Straßen  "in die Jahre". Bei hoher Verkehrsbelastung oder Witterungsschäden ist dann der Punkt erreicht, dass die Fahrbahnbeläge saniert werden müssen. Des Weiteren sind für Wirtschaft und private Haushalte Anbindungen an das Infrastruktur- und Versorgungsnetz zu schaffen. Dies geht natürlich nur mit Baustellen. In der Stadt müssen Infrastruktur und Verkehr auch während der Bauarbeiten aufrechterhalten werden, zudem gibt es Einschränkungen wegen Lärm, unvorhergesehen Ereignissen, Arbeitschutz und –sicherheit. Deshalb brauchen Baustellen ihre Zeit! Und nicht nur die Stadt Witten baut im Straßenraum, sondern auch der Landesbetrieb Straßen NRW, Stadtwerke Witten GmbH, ESW, Telekommunikationsunternehmen oder  andere private Unternehmen.

Weshalb koordiniert die Stadt die Baustellen nicht oder nicht besser ?

Die städtischen Baumaßnahmen sind mit den Betreibern der Ver- und Entsorgungsleitungen koordiniert. Das Tiefbauamt ist die Schlüsselstelle für alle Baustellen im öffentlichen Straßengebiet, hier laufen alle Anträge zur Erteilung einer Aufbruchgenehmigung auf. Somit sind auch Baumaßnahmen anderer Träger bekannt. Die Anzahl der jährlichen Aufbrüche im Stadtgebiet beläuft sich im Durchschnitt auf 500 – 600 wovon ca. 90% sog. Kleinaufbrüche sind, welche eine Verweildauer von 1 bis 14 Tage im Verkehrsraum haben. Die restlichen größeren Maßnahmen werden in der sog. „Versorgungsleitungsrunde“, in der alle Ver- und Entsorgungsunternehmen u. die Stadt Witten vertreten sind, vorgestellt und koordiniert.

Wer muss sich darum kümmern, dass der Verkehr während der Bauzeit ordnungsgemäß geleitet wird ?  

In Absprache mit dem Tiefbauamt erstellen die bauausführenden Unternehmen Pläne zur Verkehrsregelung während der Bauzeit. Diese werden dann vom Tiefbauamt angeordnet und überwacht. Bei größeren Maßnahmen können sich diese verkehrslenkenden Maßnahmen, je nach Baufortschritt, verändern.

Warum wird die Straße an einer Stelle mehrmals aufgerissen ?                                                                                                       

Unabhängig voneinander beantragen verschiedene Leitungsbetreiber (z.B. Stadtwerke, AVU, Ruhrgas, ESW für den Kanalbau oder auch die verschiedenen Telekommunikationsanbieter etc.) einen Aufbruch der Straße.
Bei größeren Maßnahmen unter Beteiligung mehrerer Leitungsbetreiber werden Straßenabschnitte bis zur endgültigen Wiederherstellung als Provisorium hergestellt. Diese Maßnahmen werden ergriffen, um eine flexiblere Verkehrslenkung und damit einhergehend eine Erleichterung des Straßenverkehrs zu erzielen. Darunter zählen z. B. Aufhebung von Fahrtrichtungssperrungen, Wegfall von Baustellensignalanlagen. Des Weiteren ist die Anlegung eines Provisoriums zur Aufrechterhaltung der Sicherheit (Rettungswege für Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei) oft notwendig. Erst nach Beendigung aller Leitungsbauarbeiten werden die Provisorien durch die endgültige Straßenwiederherstellung ersetzt.
Bei nicht planbaren Ereignissen, wie oben bereits beschrieben (Störungen, Reparaturen), ist eine Koordinierung nicht möglich, so dass es hier, oft bedingt durch Folgeschäden (z. B. Wasserrohrbruch u. dadurch bedingt Schäden an Telekommunikations- oder Stromkabeln, Hauswänden, Straßenflächen etc.) zu wiederholtem Aufbrechen des Straßenkörpers an der gleichen Stelle kommen kann.


Warum sieht man zuweilen bei Baumaßnahmen oft die Bauarbeiter nur bis 16 Uhr arbeiten oder manchmal gar nicht, anstatt die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr zu minimieren ?

Nach den üblichen arbeitsschutzrechtlichen Regelungen darf nicht länger als zehn Stunden hintereinander gearbeitet werden.
Mehr Arbeitskräfte zu beschäftigen, die im Schichtbetrieb oder am Wochenende arbeiten müssten, würde einen höheren finanziellen Aufwand bedeuten.
Eine entsprechende vertragliche Ausgestaltung wird dann praktiziert, wenn es bei bestimmten Projekten sinnvoll erscheint. Bei allen Maßnahmen werden die verschiedenen Aspekte berücksichtigt und abgewogen.
Bei verschiedenen Prüfungen, welche an neuen Leitungsanlagen durchgeführt werden müssen (bei Wasserleitungen die Prüfung auf Keimfreiheit und damit einhergehend das mehrfache Spülen der Leitungen, Dichtigkeitsprüfungen bei Gasleitungen, Abbindezeiten bei Beton etc) ist kein oder nur ein minimaler Personalaufwand nötig. Hierdurch wird dann der Eindruck erweckt auf der Baustelle „täte sich nichts“. Auch Montagearbeiten in Baugruben sind selten von Außen einsehbar.

Die Stadt Witten ist immer bemüht, in Absprache mit den Ordnungsbehörden, den Leitungsbetreibern und den bauausführenden Firmen, eine Lösung zu finden, bei der sich die verkehrlichen Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer und die finanziellen Belastungen für den Haushalt der Stadt Witten in einem vertretbaren Rahmen bewegen, allerdings kann ein störungsfreier Ablauf der Baumaßnahmen aus den vorgenannten Gründen nicht immer gewährleistet werden.