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Kanal und Fahrbahn in Knappensiedlung werden erneuert – Öffentlichkeitsbeteiligung startet

Knappensiedlung in Herbede. Foto: Jörg Fruck

Eine Baustelle, zwei Maßnahmen: Ab nächster Woche ist die Knappensiedlung voll gesperrt. Dort werden der Mischwasserkanal und die Fahrbahndecke ausgetauscht. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Juli 2021 dauern. Da die Eigentümer an den Kosten beteiligt werden, startet heute, am 20. November, die Öffentlichkeitsbeteiligung. Wegen der Corona-Beschränkungen wird diese wieder digital stattfinden.

Sowohl die Kanäle als auch die Fahrbahndecke in der Knappensiedlung sind sichtbar in die Jahre gekommen. Sie werden deshalb erneuert und modernisiert. Weil die Straße so eng ist, muss sie während der Arbeiten voll gesperrt bleiben. Die Zufahrt zur Sackgasse Im Hauswinkel bleibt aber jederzeit möglich.

Kanal wird vergrößert

Zunächst wird der Mischwasserkanal auf etwa 310 Metern zwischen der Wittener Straße und dem Gebäude Knappensiedlung 45 ausgetauscht. Bis zum Haus Nummer 23 wird der alte Kanal durch einen Kanal mit einem größeren Durchmesser ersetzt, ab Hausnummer 23 bis zur Hausnummer 45 wird in geschlossener Bauweise in den alten Kanal ein Schlauchliner, also ein Glasfaser-Gewebeschlauch, in den vorhandenen Kanal eingezogen. Der aktuelle Kanal stammt aus dem Jahr 1952.

Zeitgemäße Frostschutzschicht

Auch die Fahrbahndecke war erneuerungsbedürftig, der Unterbau entsprach nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. In einem ersten Schritt wird daher im Bereich zwischen Wittener Straße und dem Gebäude Knappensiedlung 23 auch die Fahrbahn erneuert. Dies ist sinnvoll, weil dort für den neuen Kanal ohnehin die Straße aufgebrochen werden muss. In dem Zuge erhält die Straße eine zeitgemäße Frostschutzschicht.

Der zweite Teil der Fahrbahnerneuerung zwischen der Hausnummer 23 und Am Huchtert folgt später.

Die Umleitung erfolgt über die Wittener Straße, Voestenstraße, Kirchstraße, Am Huchtert und Knappensiedlung. Sie wird entsprechend ausgeschildert. Die Anlieger können jederzeit bis an die Baustelle heranfahren.

Kosten werden teilweise auf die Eigentümer umgelegt

Die Kosten für die Maßnahmen sind umlagefähig. Das heißt, dass die Grundstückseigentümer nach dem Kommunalabgabengesetz und der Straßenbaubeitragssatzung der Stadt Witten an den Kosten beteiligt werden können. Die Gesamtbaukosten für den Kanal werden nach unserem derzeitigen Kenntnisstand etwa 580.000 Euro betragen, wovon 140.000 Euro für die Kanalbaumaßnahme umlagefähig sind. Den umlagefähigen Aufwand für die Fahrbahnerneuerung können wir zurzeit noch nicht beziffern. Das Land Nordrhein-Westfalen bezahlt Zuschüsse für die Hälfte dieser Kosten, somit werden auf die Grundstückseigentümer für den Kanal noch etwa 70.000 Euro umgelegt.

Die Kosten werden auf alle Eigentümer verteilt. Die genaue Höhe des Betrags ist dabei abhängig von der Größe, Bebauung und Nutzung der Grundstücke. Dazu zählen etwa die Geschosszahl und die Nutzung für Wohnen oder für Gewerbe. Die Beitragspflicht entsteht frühestens mit der technischen Fertigstellung der Maßnahme. Beitragspflichtig sind die Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Erbbauberechtigten der Grundstücke, deren Grundstücke von der jeweiligen Straße erschlossen werden. Die Abrechnung wird voraussichtlich frühestens 2022/23 erfolgen.

Anliegerinformation wieder online

Wenn die Kosten einer Straßensanierung auf die Anlieger umgelegt werden, ist zwingend eine Anliegerinformation durchzuführen. Da diese wegen der Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus nicht als Veranstaltung stattfinden kann, stehen alle notwendigen Unterlagen auf der Homepage der Stadt Witten unter www.witten.de/anliegerinfo  

Bei Fragen zu den Beiträgen wenden Sie sich bitte an Annette Schroeder (unter 02302 581 4560) oder Maik Melis (unter 02302 581 4568) vom Tiefbauamt der Stadt Witten.

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