Klimaschutz in Schulen  - Stadt Witten

Die Wasserwächter

Die Stromwächter

Neues aus dem Projekt „Klimaschutz in Wittener Schulen”

Startschuss

Am 16. Juli 2013 startete das Projekt mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung der 13 teilnehmenden Schulen im Albert-Martmöller-Gymnasium. Begeistert von dem Interesse der Schulen waren die Projektkoordinatoren aus dem Baudezernat sowie das Team des betreuenden Ingenieurbüros Gertec.

Nach den Sommerferien wurde ein Messkoffer übergeben, der Messinstrumente wie Luxmeter, Thermometer und ein Strommessgerät enthält. Die Koffer wurden durch eine Spende der Sparkassen- und Bürgerstiftung der Sparkasse Witten finanziert. Mit diesen Instrumenten können die Schüler den Energieverbräuchen in ihrem Klassenzimmer auf den Grund gehen und praktische Messerfahrungen sammeln.

Erarbeitung von Energiesparregeln

Die Energiedetektive der Vormholzer Grundschule haben durch die Messung von Lichtstärke, Temperatur und den Stromverbrauch von Computern, CD-Spielern ein Gefühl für Strom- und Wärmeverbräuche entwickelt und können nun bestimmen, wann z. B. das Licht ausgemacht oder die Heizung herunter gedreht werden kann. Diese Ergebnisse haben sie als Regeln ausgearbeitet und als Plakat für alle sichtbar in der Eingangshalle ausgehängt.           
An der Herbeder Schule geben die Energieluchse ihr Wissen an ihre Patenklassen weiter und überprüfen die Einhaltung der Energiesparregeln. In der Borbachschule soll das „Amt des Energiewächters“ jeweils von einem dritten Schuljahr an das nächste weitergegeben werden, um so einen fortdauernden Effizienz-Prozess zu initiieren.

Besuch des Energiemobils der EnergieAgentur.NRW

Am 24. März war das Energiemobil der EnergieAgentur.NRW am Ruhr-Gymnasium zu Gast. Die Berater der EnergieAgentur.NRW erklärten den Schülern der 9. Klasse anhand von Modellen die Funktionsweise und Vorteile moderner Klimaschutz-Technologie (Solarenergie). Zusätzlich gab es reichhaltiges Informationsmaterial zum Stromverbrauch, zu energiesparenden Haushaltsgeräten und zum effektiven Heizen und Lüften.

Lüftungsaktion

Eindrucksvoll konnte am 10. März 2014 das richtige Lüftungsverhalten in der Vormholzer Grundschule, der Borbach-Grundschule und der Herbeder Grundschule erprobt werden. Mit einer Nebelmaschine wurde das Klassenzimmer eingenebelt und beobachtet, wie schnell sich der Nebel bei verschiedenen Fensterstellungen verzog: So bringt beispielsweise ein Fenster auf Kipp fast keine Veränderung – bei einer Stoßlüftung (Öffnung aller Fenster) herrscht nach 5 Minuten wieder klare Sicht. Aus dem Versuch konnten wirkungsvolle Regeln zum richtigen Lüften im Klassenraum entwickelt werden.

KSI (Klimaschutzinitiative): Mit Spaß Energie sparen in meiner Stadt Witten

Zusammenhang:
Als ein weiteres Teilprojekt zum kommunalen Klimaschutz, neben dem European Energy Award® und dem Integrierten Klimaschutzkonzept, führt die Stadt Witten das durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützte Projekt "Einführung und Weiterführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten" durch.

Geldgeber:
Kommunaler Klimaschutz ist ein Schwerpunkt der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Von den Einnahmen aus dem Handel mit Emissi-onszertifikaten werden seit Beginn der Förderung (2008) bereits über 2000 Klimaschutzprojekte in den Kommunen unterstützt.

Unser Ziel:
Die Grundlage für diese Förderung bildet die "Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen". Ziel des Aktionsprogramms ist es, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren und für Lösungen zu motivieren sowie die erheblichen CO2-Minderungspotenziale zu aktivieren.

Motivation:
Unsere Gesellschaft beeinflusst durch ihr Verhalten das Klima. Ein Faktor ist dabei CO2. Es handelt sich um ein Gas, das mit einem Anteil von ca. 0,04 Volumen-% als natürlicher Bestandteil in der Atmosphäre vorhanden ist. Durch Verbrennungsprozesse fossiler Brennstoffe wird dieser Anteil soweit erhöht, dass Klimaveränderungen ausgelöst werden.

Kohlenstoffdioxid
Kohlenstoffdioxid (chemische Formel: CO2, was bedeutet, dass es sich um eine Ver-bindung von einem Kohlenstoffatom mit zwei Sauerstoffatomen handelt) ist ein Gas, das unsichtbar und geruchlos ist. Es spielt eine große Rolle im Stoffwechsel der Lebewesen. So atmet der Mensch CO2 aus. Durch Verbrennungsprozesse wird Ener-gie freigesetzt, Kohlenstoff verbindet sich mit Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid.
CO2 ist nicht giftig. Es handelt sich um ein Stickgas, das die Sauerstoffaufnahme behindert.
Eine erhöhte Konzentration von CO2 in der Umgebungsluft kann bei Menschen zu Kopfschmerzen führen und letztlich Bewusstlosigkeit auslösen.  Es ist aber eines der sog. "Treibhausgase" und damit mitverantwortlich für atmosphärische Veränderun-gen.

Das Projekt:
Ziel des Programms ist die Reduzierung des  CO2- Ausstoßes von Schulen, z.B. durch Optimierung von Heizungsvorgängen. Dazu wird jede teilnehmende Schule zunächst untersucht, danach werden Verbesserungsvorschläge konzipiert.
Der Förderzeitraum für Energiesparmodelle beträgt maximal drei Jahre. Die notwen-digen Investitionen für die Umsetzung der Energiesparmodelle liegen in der Verantwortung der Antragsteller.

Laufzeit der Förderung: 1.01.2013- 31.12.2015
 
Förderkennzeichen: FZK 03KS3274

Beteiligte Partner:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projekträger Jülich

Wittener Schulen:

Baedekerschule, Borbachschule, Buchholzer Schule, Crengeldanzschule, Dorfschule, Harkortschule, Hellwegschule, Herbeder Grundschule, Vormholzer Grundschule, Otto-Schott-Realschule, Holzkampschule, Albert-Martmöller-Gymnasium, Ruhrgymnasium