Starkregen- Risikokarte  - Stadt Witten

Wittener Starkregengefahrenkarte

Die Starkregengefahrenkarte wurde mit Hilfe eines computergestützten Modells berechnet. Sie zeigt, wo und wie hoch das Wasser bei Starkregen stehen kann. Aus der Karte erkennen Sie, ob Sie bzw. Ihr Verantwortungsbereich bei Starkregen betroffen sein können (blaue Flächen). Die Karte zeigt die Risikostellen bei einem Starkregen mit dem Index 7, d.h. einem außergewöhnlichen Starkregen, der statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt.

Für weitergehende Informationen zu den Gefahrenkarten und zur Klärung der Frage, ob Sie bei Starkregen betroffen sind, steht Ihnen Herr Wanders von der Entwässerung Stadt Witten zur Verfügung: esw(at)entwaesserung-witten.de, Telefon 02302 9173 790.

FAQ´s

Was ist „Starkregen“?

Bei „Starkregen“ fällt in kurzer Zeit außergewöhnlich viel Niederschlag. Im Gegensatz zu Dauerregen tritt Starkregen meist lokal begrenzt auf. Er entsteht typischerweise in Verbindung mit Gewittern im Sommerhalbjahr. Das Ergebnis ist oft lokale Überflutung, während in anderen Stadtteilen manchmal gar kein Regen fällt. Straßen und Grundstücke können überflutet werden, Senken oder gar Gebäude laufen voll.

Eine einheitliche Definition von Starkregen gibt es nicht. Allerdings warnt der Deutsche Wetterdienst vor Starkregen (Warnstufe „orange“), wenn

  • 15-20 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde vorhergesagt sind oder
  • 20-35 Liter Regen pro Quadratmeter in 6 Stunden vorhergesagt sind.

Wie kommt es zu Starkregen?

Starkregen in Form von riesigen Tropfen, Hagel und starken Güssen gab es schon immer. Er ist ein natürliches lokales Wetterphänomen, wie der Ausdruck „sintflutartige Regenfälle“ schon zeigt.

Steigt an heißen Tagen die Temperatur, gelangt mehr Wasserdampf in die Atmosphäre. Durch Temperaturunterschiede entstehen starke vertikale Winde, die feuchte Luft nach oben in kühle Zonen bringen, wo sich große Tropfen bilden, die die Kraft des Aufwindes übersteigen… und dann lokal und unberechenbar lokal als „Starkregen“ fallen.

Im Zuge des Klimawandels ist zu erwarten, dass Starkregen deutlich häufiger auftritt. Besonders in stark verdichteten Stadtgebieten oder über intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen kann das für Probleme sorgen.

Starkregen lässt sich kaum vorhersagen, er tritt räumlich sehr begrenzt auf – oft ist ein Stadtteil überflutet, während in einem anderen Stadtteil fast gar kein Regen fällt.

Wie lese ich die Wittener Starkregengefahrenkarte?

Die Starkregengefahrenkarte wurde mit Hilfe eines computergestützten Modells berechnet. Sie zeigt, wo und wie hoch das Wasser bei Starkregen stehen kann. Aus der Karte erkennen Sie, ob Sie bzw. Ihr Verantwortungsbereich bei Starkregen betroffen sein können (blaue Flächen). Die Karte zeigt die Risikostellen bei einem Starkregen mit dem Index 7, d.h. einem außergewöhnlichen Starkregen, der statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt.

Für weitergehende Informationen zu den Gefahrenkarten und zur Klärung der Frage, ob Sie bei Starkregen betroffen sind, steht Ihnen Herr Wanders von der Entwässerung Stadt Witten zur Verfügung: esw@entwaesserung-witten.de, Telefon 02302 9173 790.

Warum fangen Kanäle den Starkregen nicht komplett auf?

Für außergewöhnliche Starkregenereignisse ist die Kanalisation nicht ausgelegt. Das Wasser, das bei Starkregen an der Oberfläche abfließt kommt meist gar nicht im Kanal an. Es läuft zum großen Teil direkt über Abläufe drüber oder kann nicht mehr in die Kanalisation gelangen, weil diese bereits voll ist.

Kanalnetze sind so dimensioniert, dass sie für „normale“ Regenfälle ausreichen. Starkregen können sie daher nicht über die Kanalisation ableiten. Die Kapazitäten, die dafür nötig wären, übersteigen das technisch Machbare und finanziell Sinnvolle bei weitem. Deshalb ist es so wichtig zu untersuchen, wohin das Wasser fließt, wenn der Kanal voll ist.

Gibt es Warn-Apps für Starkregen?

Apps wie Warnwetter, KatWarn und Nina (alle im Android-Playstore und Apple-Store) warnen auch vor Starkregen, Starkhitze und Starkwind.

Welche Orte sind durch Starkregen besonders gefährdet?

Kann Wasser weder versickern noch kontrolliert ablaufen, bahnt es sich seinen eigenen Weg, oft mit großen Schäden.

Besonders gefährdet sind

  • Grundstücke in Senken,
  • Grundstücke am Hang (wegen möglicher Sturzbäche),
  • Dicht besiedelte Gebiete (große, stark versiegelte Flächen, in denen wenig Wasser versickert),
  • Grundstücke in der Nähe von Bächen, Flüssen oder Teichen,
  • U-Bahn-Stationen,
  • Tiefgaragen,
  • Kellerräume,
  • Souterrain-Wohnungen,
  • Gärten und Terrassen,
  • Häuser an Straßen und Wegen ohne ausgeprägte Bordsteinkante.

Wie verhalte ich mich bei Starkregen?

  • Treffen Sie rechtzeitig im Voraus Vorsorge!
  • Begeben Sie sich nicht an überflutete oder überflutungsgefährdete Orte.
  • Bleiben Sie zu Hause oder suchen Sie Schutz in Gebäuden.
  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, denken Sie auch an Dachluken und Kellerfenster.
  • Kommt es in überfluteten Räumen zum Austritt von gefährlichen Stoffen wie Öl oder Gas, rufen Sie bitte die Feuerwehr!

Welche Maßnahmen zur Starkregenvorsorge soll ich treffen?

Die zu ergreifenden Maßnahmen hängen immer von der individuellen Situation ab: Von den möglichen Wegen des Wassers, der vorhandenen Bausubstanz und der Nutzung der Räume. Neben baulichen Maßnahmen ist es auch wichtig, sich organisatorisch vorzubereiten, etwa durch einen persönlichen Notfallplan. Sie sollten die bei entsprechenden Wetterwarnungen für Sie wichtigen Informationsquellen kennen und nutzen. Einen guten Überblick, was zu beachten ist und welche Maßnahmen es gibt, finden Sie im Leitfaden Starkregen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Wer ist für Schutzmaßnahmen vor Starkregen verantwortlich?

  • Jede Person, die durch Hochwasser und Starkregen betroffen sein kann, ist im Rahmen dessen, was ihr möglich und zumutbar ist, verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachhaltigen Hochwasser- und Starkregenfolgen und zur Schadensminderung zu treffen. Treffen Sie also Vorsorge, auch in Ihrem eigenen Interesse! Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass von Ihrem Eigentum kein Schaden für Andere oder die Umwelt ausgeht, etwa durch auslaufendes Heizöl oder Treibgut. Im Vorfeld können Risiken oft mit einfachen Mitteln minimiert werden. Ist das Wasser einmal da, ist es hingegen für die meisten Maßnahmen zu spät.
  • Die Stadt Witten und die ESW informieren über die Starkregengefährdung im privaten Bereich und erfüllen ihre Vorsorgepflicht z.B. durch kommunale Flächenvorsorge in der Stadtplanung, durch ein kommunales Krisenmanagement im Rahmen der Gefahrenabwehr und durch kommunale Baumaßnahmen.
  • Die Feuerwehr und andere Einrichtungen der Gefahrenabwehr müssen sich bei großen Starkregenereignissen mit erster Priorität um die Rettung von Menschenleben und den Schutz wichtiger Infrastruktureinrichtungen kümmern. Sie können nicht überall gleichzeitig vor Ort sein. Daher dürfen Sie sich nicht grundsätzlich auf die Hilfe durch die Feuerwehr verlassen, etwa wenn Ihr Keller mit Wasser vollläuft.

Wird es in Zukunft häufiger Starkregen geben?

Es ist davon auszugehen, dass, bedingt durch den Klimawandel, Starkregenereignisse in Zukunft häufiger auftreten werden.

Wie ist es mit Starkregen in Witten?

Witten war in der Vergangenheit bereits von Starkregenereignissen betroffen, bei denen hohe Schäden entstanden sind. Es ist damit zu rechnen, dass auch in Witten die Starkregenereignisse zunehmen werden. Deshalb ist es wichtig, die persönlichen Risiken anhand der Gefahrenkarte einzuschätzen und Vorsorge zu treffen.

Was tun Stadt Witten und ESW zum Schutz vor Starkregen?

In der Vergangenheit wurden bereits einige Maßnahmen umgesetzt, um die Starkregengefahren im Stadtgebiet zu reduzieren. Auch zukünftig werden alle beteiligten Akteure im Rahmen eines Starkregen-Risikomanagements an einer weiteren Verbesserung des Starkregenschutzes in Witten arbeiten. Der Ansatz des Starkregen-Risikomanagements ist es, solche Ereignisse möglichst gar nicht erst zu einem Risiko für den Menschen und seine Tätigkeiten werden zu lassen, sondern das Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Wo Risiken nicht ganz vermieden werden können, soll zumindest das Schadenspotential gemindert werden. Durch ein koordiniertes kommunales Risikomanagement leisten wir einen Beitrag dazu. Diese kommunalen Maßnahmen müssen individuell von Eigenvorsorge ergänzt werden, damit sie wirksam werden können.

Bin ich gegen Starkregen versichert?

Von einer Gebäude- oder Hausratsversicherung sind Schäden durch Starkregen in der Regel nicht abgedeckt. Es ist dann eine zusätzliche Elementarschadenversicherung notwendig. Prüfen Sie bitte Ihre Versicherungspolice. Weitergehende Informationen zu dem Thema erhalten Sie z.B. von der Verbraucherzentrale.