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Unsere Mitte: gemeinsam gestalten

"Unsere Mitte" gemeinsam gestalten

Ausschuss beschäftigt sich mit Umweltthemen: Wildniswald, bienenfreundliche Haltestellendächer und Klimafolgen-Konzept

Mancher Spatz fühlt sich vielleicht schon wie der letzte Mohikaner - Foto: Michael Rogner

Solange sie noch können, pfeifen es die wenigen noch übrig geblieben Stadtspatzen von den Dächern: Wenn wir die Erde weiter zerstören, hat die Menschheit keine Zukunft mehr. Jetzt muss endlich gehandelt werden – global und vor Ort: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz der Stadt Witten beschäftigt sich am Donnerstag (12.09.) mit einer Reihe von Umweltthemen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 16 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.  

Nach den Berichten der Verwaltung geht es direkt mit dem Thema Bürgerwald weiter. Die Stadt favorisiert dafür einen Standort in Durchholz. Was es ökologisch bringt, steht als Frage noch im Raum.

Nächstes Umweltthema ist ein „Wildniswald" für Witten. Hier geht es u. a. darum, den Anteil unbewirtschafteter Flächen zugunsten der ökologischen Vielfalt auf mindestens 5 Prozent zu erhöhen.

Die Piraten möchten einen Prüfauftrag zur bienenfreundlichen Gestaltung von Haltestellendächern auf den Weg bringen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erklärt in diesem Zusammenhang, dass allein durch die Begrünung von Flachdächern und Garagen etwa zwei Drittel der versiegelten Flächen kompensiert werden könnten.

klimagerechte Stadtentwicklung

Außerdem steht eine Absichtserklärung der Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" auf der Tagesordnung. Dabei geht es vordringlich um ein Klimafolgenanpassungskonzept. In Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft streben die beteiligten Städte, darunter auch Witten, eine klimagerechte und gesundheitsförderliche Stadtentwicklung an. Denn durch den Klimawandel häufen sich extreme Wetterereignisse mit Starkregen oder langen Hitzeperioden. Das stellt die Kommunen vor enorme Herausforderungen. Konsequenzen sind nicht nur steigende Kosten - beispielsweise durch Überflutungsschäden und die notwendige Anpassung der Infrastruktur (u. a. Ausbau der Kanäle) - sondern auch zunehmende gesundheitliche Risiken und gravierende Folgen für die gesamte Vegetation und die Tierwelt.

Weitere Themen sind ein Grundsatzbeschluss zur Entwicklung der Thyssen-Deponie, der Bebauungsplan Bebbelsdorf-Süd, die Wohnumfeldverbesserung Tannenberg/Am Ahnenplatz, die Bauleitplanung "Technologiepark Dortmunder Straße" und der Bebauungsplan "Universität, Forschungs- und Entwicklungszentrum".

Gegen Ende der Sitzung stellt das Baudezernat noch sein Arbeitsprogramm für 2019 / 2020 vor.

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