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Unsere Mitte: gemeinsam gestalten

"Unsere Mitte" gemeinsam gestalten

„Energetischer Handlungsleitfaden“ für HOC / Unternehmen unterzeichnen Zielvereinbarung

limagerechter Stadtumbau ist Teamwork: Drescher (ICM) und Leidemann mit Konzept, Verwaltung und Unternehmen als starke Unterstützer. (Foto: Stadt Witten)

Eine weitere Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Heven-Ost und Crengeldanz ist fertiggestellt: Nach umfassenden Evaluationen, vielen Berechnungen und Gesprächen übergab Burkhard Drescher (Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH, ICM) am Dienstag, 18. Juni, das Integrierte Energetische Quartierskonzept für das Projektgebiet an Bürgermeisterin Sonja Leidemann.

Dieses Konzept bildet den „energetischen Handlungsleitfaden“ für ein zukünftiges Sanierungsmanagement, das Immobilieneigentümer unter anderem bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden unterstützen soll.

„Beim klimagerechten Stadtumbau sind viele Akteure gefragt, das ist Teamwork – und wir sind jetzt in Quartier Heven-Ost / Crengeldanz auf dem Weg zu wichtigen Zielen“, betont Leidemann.

Burkhard Drescher ergänzt: „Die von uns vorgelegten Ergebnisse zeigen deutlich, dass es im Bereich Energie und Klimaschutz verschiedene Handlungsräume und Handlungserfordernisse gibt. Diese müssen jetzt allerdings auch konkret angegangen werden, indem kurzfristig ein Sanierungsmanagement zur Umsetzung des Konzepts etabliert wird.“ Dabei sei das Engagement von den Akteuren vor Ort ein wesentlicher Aspekt, so Drescher weiter.

Klimagerechter Stadtumbau ist Teamwork: Zielvereinbarung als Signal

Um ihr Interesse an einem klimagerechten Stadtumbau im Quartier Heven-Ost / Crengeldanz zu unterstreichen, haben bereits drei bedeutende Wittener Unternehmen und Verbände eine Absichtserklärung abgegeben: Im Anschluss an die Konzeptübergabe unterzeichneten die Stadt Witten, die Kreishandwerkerschaft Ruhr, die Siedlungsgesellschaft Witten mbH und die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG eine Zielvereinbarung. Darin sagen die Unterzeichner zu, die Entwicklung des Quartiers zu unterstützen und eine zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen aus dem Konzept anzustreben.

Diese Senkungen von Energieverbrauch und CO2 sind realistisch
Die energetische Analyse des Konzeptes zeigt auf, dass die Steigerung der Energieeffizienz in Nicht-Wohngebäuden sowie die Sanierung von Wohngebäuden den größten Hebel darstellen, um CO2-Emmisionen im Quartier zu reduzieren. In insgesamt 40 Maßnahmen sieht das Konzept beispielsweise den Ausbau von Photovoltaik, die Modernisierung alter Heizungen sowie die Ausweitung einer klimagerechten Mobilität vor. Ebenfalls thematisiert werden Klimaschutzaktionen im Kindergarten, Mieterprojekte zum Energiesparen und Energielotsen für fremdsprachige Haushalte.

Sehr realistisch und konservativ gerechnet können in den kommenden fünf Jahren der Endenergieverbrauch um 5,7 Prozent (ca. 11.200 MWh/a) und die Treibhausgas-Emissionen um 5,4 Prozent (4.200 Tonnen CO2eq/a) gesenkt werden. Dies entspricht dem durchschnittlichen Wärme- und Strombedarf von rund 620 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland. Die eingesparten Treibhausgase entsprechen dem durchschnittlichen jährlichen CO2-Ausstoß von über 460 Personen oder den durchschnittlichen verkehrsbedingten Emissionen von 2.800 Berufspendlern pro Jahr.

Beteiligung bei der Konzepterstellung
Das vorgelegte Integrierte Energetische Quartierskonzept hat die ICM in Zusammenarbeit mit der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft und der RAG Montan Immobilien GmbH erarbeitet. Im Zuge der Konzeptphase wurden die Akteure aus Heven-Ost / Crengeldanz regelmäßig über sogenannte Projekttische und Einzelgespräche beteiligt. Durch die aktive Ansprache aller Beteiligten konnten sich diese mit ihren Ideen und Vorstellungen in das Projekt einbringen. Darüber hinaus konnten mittels Integration und Vernetzung auch zuvor nicht absehbare Synergien erkannt und nutzbar gemacht werden. Auch die Bürgerinnen und Bürger aus dem Quartier wurden über eine standardisierte Befragung in den Prozess eingebunden.

InnovationCity roll out

Der Name „InnovationCity roll out“ steht für eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Dessen Ziel ist, durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine darauf folgende Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion zu erzielen und die „Energiewende von unten“ weiter voranzutreiben. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ sollen im Rahmen des InnovationCity roll out auf 20 Quartiere der Metropolregion Ruhr übertragen werden. Gefördert wird das Vorhaben vom Ministerium Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“.

Alle wichtigen Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Projekt des „InnovationCity roll out“ und Informationen zum Quartier Witten Heven-Ost / Crengeldanz finden sich unter www.icrollout.de.

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