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Unsere Mitte: gemeinsam gestalten

"Unsere Mitte" gemeinsam gestalten

Entwässerung Stadt Witten: Bianca Diburg ist neue technische Leiterin der ESW

Bianca Diburg ist seit 3. April technische Leiterin der Entwässerung Stadt Witten, ESW. (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Eine Affinität zum Wasser hat Bianca Diburg, neue Leiterin der Entwässerung Stadt Witten (ESW), ganz eindeutig: Die 44-Jährige ist schon gerudert, gesegelt und getaucht. Qualifikationen fürs Führen von 45 Mitarbeitenden im Eigenbetrieb ESW (seit 2005) sind das natürlich nicht. Hier hat die Bauingenieurin, geboren in Recklinghausen, ganz andere Kompetenzen vorzuweisen, mit denen sie sich in einem „hochkarätigen Bewerberfeld“ – so Stadtbaurat Stefan Rommelfanger – durchgesetzt hat. Seit 3. April ist sie nun als Nachfolgerin von Rudolf Grothaus an Bord, lernt ihre Kollegen, die Aufgabengebiete und Teams kennen. „Ich muss ja verstehen, wie die ESW und ihre Abläufe funktionieren“, sagt Diburg, die mit einem klaren Credo in ihre Arbeit startet: „Wir sind Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger!“

„Wir freuen uns, dass wir Frau Diburg als technische Leiterin gewinnen konnten“, begründet Rommelfanger, „denn sie hat sowohl starke praktische Erfahrung als auch theoretische Forschungserfahrung.“ Damit verwies der Baurat beim Medientermin zur öffentlichen Vorstellung von Bianca Diburg auf einen starken Werdegang: vom exzellenten Abschluss des bauingenieurlichen Studiums (mit Vertiefungsfächern Wasserwirtschaft und Hydrologie, Siedlungswasserwirtschaft sowie rechnergestütztes Konstruieren) über die wissenschaftliche Mitarbeit beim Institut für Kanalisationstechnik (IKT; später „Institut für Unterirdische Infrastruktur) bis hin zur Leitung der IKT-Süd in München und der Leitung Kanalnetz bei den Technischen Werken Emmerich am Rhein.

Warum jetzt Witten?

„Ich komme aus dem Ruhrgebiet und kann mit dem neuen Job gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, freut sich Diburg auf die neue Aufgabe im „Pott“. „Zum einen komme ich zurück zu den Menschen, die ich mag, und auch näher zu meinen 80-jährigen Eltern. Zum anderen ist es für mich eine Riesenchance, die ESW zu leiten, denn das Aufgabengebiet ist noch mal umfassender als zuletzt.“ Schließlich gehört zum Arbeitsspektrum der ESW  nicht nur Entwässerung und die Pflege von rund 360 Kilometern Kanalnetz, sondern auch Klimafolgenanpassung (z.B. Starkregenereignisse) und Gewässerentwicklung (z.B.Renaturierung von Gewässern).

Warum ist ausgerechnet das „Unterirdische“ interessant?

Das liegt für Diburgseit dem Studiumauf der Hand: „Ich finde, dass es eine der am meisten unterschätzten Arbeiten in einer Kommune ist!“ Schließlich werde jeder sein Abwasser los, aber kaum jemand weiß, wie es funktioniert und wie viel Arbeit dahinter steckt. „Darüber hinaus“, sagt Diburg, „ist das Kanalnetz auch das größte Anlagevermögen einer Stadt.“  Und spannend sei es unter der städtischen Oberfläche definitiv: „Sich ein Schlauchliner-Verfahren live anzuschauen ist absolut beeindruckend“, erläutert Diburg die Technik. bei der ein speziell getränkter Gewebeschlauch in einen Kanal eingezogen, mit warmem Wasser aufgestellt und dann durch Wärmezufuhr ausgehärtet wird – als Rohr im Rohr. Wenn sie dann sagt, ihr Job sei nie langweilig“, glaubt man ihr das aufs Wort.