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Blick noch oben auf zwei Baukräne am Vosschen Garten
Ausschnitt einer Häuserfront am Annener Markt
Brückenilluminationen in der Unterführung Herbeder Straße

Heven-Ost/Crengeldanz: Stadt Witten fördert Sanierung von Außenwänden und Höfen in HOC

Zwei Personen an Schreibtisch, davor Laptop, dahinter an der Wand eine Karte

Alles nur Fassade? Nunja. Schön hergerichtete Außenmauern, Höfe und Gartenflächen erwecken allemal einen positiveren Eindruck von einem Stadtviertel, als wenn die Wände schmuddelig sind. Die Stadt Witten fördert die Sanierung von Fassaden sowie öffentlich zugänglichen Höfen und Gartenflächen im Quartier Heven-Ost/Crengeldanz (HOC). Die Architekten Simone Schmidtmer und Christian Wlost beraten im Auftrag der Stadt Witten Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowohl bei den Maßnahmen als auch bei den Anträgen auf Fördergelder für das Hof- und Fassadenprogramm.

Bessere Identifikation mit dem Stadtteil als Ziel

„Wir identifizieren uns alle mehr oder weniger mit dem Ort, an dem wir leben“, sagen Schmidtmer und Wlost. Klar ist dabei: Mit einem schön gestalteten Umfeld identifizieren sich die Menschen stärker. Dieses Ziel einer hohen Identifikation treibt sie beide an, auch wenn der Grund ihrer Motivation sehr unterschiedlich ist. Während es bei Simone Schmidtmer, die aus Darmstadt stammt, die Liebe zu Altbauten ist, ist es beim gebürtigen Dortmunder Christian Wlost die Liebe zur Region.

Beratung zu Maßnahmen und Anträgen

Das Beratungsangebot der beiden umfasst verschiedene Bereiche. Im ersten Schritt geht es in der Regel um die Fassade oder den Hof selbst: Wie ist die aktuelle Situation? Was ist zu tun? Was ist förderfähig? Die Beratung vor Ort ist durch die Corona-Regeln derzeit erschwert, mit entsprechendem Abstand aber möglich.

Die Beratung zu Fördertöpfen und Förderanträgen dagegen geht einfach per Telefon. Die beiden Architekten unterstützen die Eigentümerinnen und Eigentümer bei allen Antragsformalitäten bis zur Abgabe des Antrags bei der Stadtverwaltung.

Nicht zuletzt werden Simone Schmidtmer und Christian Wlost auch bei Eigentümerforen und Informationsveranstaltungen auftreten und dort beraten und Fragen beantworten. Schließlich stimmen sie sich eng ab mit dem Quartiersmanagement HOC und der Stadtverwaltung.

160.000 Euro für drei Jahre

Insgesamt 160.000 Euro stehen für das Hof- und Fassadenprogramm in HOC bis September 2023 zur Verfügung. Das Geld kommt zu 80 Prozent aus der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen, den restlichen Betrag stellt die Stadt Witten. Je Fassade ist eine Förderung von maximal 15.000 Euro möglich, höchstens aber 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Gefördert werden Maßnahmen der Fassadengestaltung wie zum Beispiel Ausbesserungs- und Putzarbeiten oder auch Begrünung. „Von der Sanierung profitieren die Eigentümerinnen und Eigentümer, aber auch das ganze Viertel“, erklären Schmidtmer und Wlost: „Das Gebäude wird schöner zu bewohnen beziehungsweise leichter zu vermieten. Und das Viertel wird schöner anzuschauen.“ Beides erhöht die Wohnqualität.

Unter Umständen ist es auch möglich, die Sanierung von Höfen und Gartenflächen fördern zu lassen. Zum Beispiel können Maßnahmen zur ökologischen und gestalterischen Aufwertung der Flächen, wie Entsiegelung und die Schaffung von Spielflächen unterstützt werden.

Motiviert durch die Liebe zum Altbau und zur Region

Simone Schmidtmer und Christian Wlost arbeiten im Dortmunder Architekturbüro post welters + partner mbB. Das Büro hat langjährige Erfahrung im Bereich der Stadterneuerung in mehreren nordrhein-westfälischen Städten. Schmidtmer beschäftigte sich schon im Studium unter anderem mit Baugeschichte. Ihr Interesse an Altbauten stammt aus diesem Schwerpunkt sowie nach eigenen Angaben aus dem besonderem Flair Altbau-geprägter Stadtviertel. „Solche Gebäude aufzuwerten, ihnen zu einer neuen, besseren Gestaltung oder Funktion zu verhelfen, ist mir sehr wichtig.“ In ihrer beruflichen Praxis spielt zudem die ökologische Sanierung von Gebäuden eine wichtige Rolle.

Christian Wlost ist gebürtiger Dortmunder und somit durch die Region und ihren Strukturwandel mit all seinen Folgen geprägt. Im Studium hat er sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie alte und neue Baustruktur sinnvoll miteinander verbunden werden können. Ein weiterer Schwerpunkt waren Baumaterialien – schädliche und nachhaltige. Er übernahm bereits Beratungen als Quartiersarchitekt in Hamm, Krefeld, Remscheid und Oberhausen. „Ich freue mich sehr, wenn die Eigentümerinnen und Eigentümer ihr Gebäude mit unserer Hilfe neu gestalten. So übernehmen sie auch Verantwortung für die Zukunft von Heven-Ost/Crengeldanz.“

Kontaktdaten der Quartiersarchitekten:

Simone Schmidtmer Tel.: 0176 / 45799194

Christian Wlost Tel.: 0176 / 55619520

Festnetz: 02302 97 86 726

E-Mail: quartiersarchitekten(at)witten-hoc.de

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