Wannen, Fischertalweg, Sprockhöveler Straße  - Stadt Witten

Quartiersentwicklung Wannen, Fischertalweg, Sprockhöveler Straße

Ausgangslage und Ziele

Das Umfeld der Sprockhöveler Straße wird als Wohnstandort negativ eingeschätzt. Diese Einschätzung spiegelte sich im Mietspiegel deutlich wieder. Die Stadt beabsichtigt deswegen, das Plangebiet Wannen, Fischertalweg und Sprockhöveler Straße städtebaulich zu entwickeln. Die Gründe für die geplante städtebauliche Entwicklung sind im einzelnen: 

  • Unzureichende Nahversorgung.
  • Unterdurchschnittliche Entwicklung der Bodenwerte.
  • Überwiegend mangelhafter Zustand der Liegenschaften (Zuschnitt, Nutzung und Erschließung, Ausstattung von Grundstücken und Wohnungen, Erneuerungs- und Modernisierungsbedarf der Baulichkeiten.
  • Zunehmender Wohnungsleerstand entlang der Sprockhöveler Straße.
  • Verkehr: überdimensionierte Verkehrsflächen, mangelhafte Verkehrsführung, Straßenquerschnitte nicht verkehrsgerecht, verbesserungsfähige Verkehrssicherheit, Ausbau der ÖPNV-Haltestellen.
    Es finden sich Brachflächen und untergenutzten Flächen.
  • Schaffung eines Vorbildprojektes in der Zusammenarbeit von Eigentümern, Stadt und Politik und Aufwertungsvorbild für das Umfeld Heven-Ost.
  • Verbesserungsfähiger Zustand der vorhandenen öffentlichen Grünflächen. 
  • Lücken im öffentlichen Wegenetz.

Neuordnung der Liegenschaften

Die städtebauliche und liegenschaftliche Neuordnung des Gebieteszwischen Wannen, Fischertalweg und Sprockhöveler Straße kann der Sprockhöveler Straße zu einem Impuls verhelfen, der nicht nur Imageverbesserung mit sich bringt, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Unter Neuordnung ist zu verstehen, die derzeit sehr ungünstigen Grundstückszuschnitte so zu verändern, dass neue Nutzungen möglich werden, Erschließungen besser und flächensparender angelegt werden können und nicht mehr zukunftsfähige Baulichkeiten, deren Modernisierung unwirtschaftlich ist, zu Gunsten moderner Architektur entfernt werden. Neubau in Verbindung mit hochwertiger Freiraumgestaltung soll Heven-Ost einen Aufwertungsimpuls vermitteln und dem Verfall von Immobilienwerten entgegen wirken. Die Kooperation der Liegenschafts- eigentümer bietet die Chance für eine Entwicklung zum Vorteil aller. Die Stadt hat deswegen einen kooperativen Dialog mit den Eigentümern angestoßen.

Verkehrskonzept

Die Anpassung der Verkehrsführung ist Teil einer sinnvollen städtebaulichen Neuordnung. Die Kreuzung Sprockhöveler Straße/ Wannen/ Billerbeckstraße/ Hans-Böckler-Straße ist Schulweg und immer wieder unfallträchtig gewesen, ohne jedoch ausgewiesener Unfallschwerpunkt zu sein. Die Geometrie der übergroßen Straßenverkehrsfläche sorgt bei Verkehrsteilnehmern häufig für Irritationen. Bereits 1994 entstanden Planskizzen für den Kreuzungsumbau für den Verkehrsentwicklungsplan. Verschiedene Bürger hatten sich im Zuge der städtebaulichen Rahmenplanung für eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Billerbeckstraße und im Wannen ausgesprochen; insbesondere der Durchgangsverkehr sollte verringert werden. Im Stadtentwicklungskonzept Unser Witten 2020 wurden deshalb alternative Verkehrsführungen beschrieben und öffentlich diskutiert, darunter auch Verbindungen für den Radverkehr zwischen der Innenstadt und dem Kemnader See sowie für den Freizeitverkehr in die Hevener Mark. Weitergehende Planungen und Entscheidungen unterblieben allerdings seinerseits wegen der fehlenden Finanzierbarkeit.

Haben Sie Anregungen zum Verkehrskonzept? Wenden Sie sich an das Planungsamt, Herrn Müller, Tel. (02302) 581-4160, Mail: planungsamt(at)stadt-witten.de.

Zur Diskussion: Städtebauliche Studie zur Neuordnung

Chancen und Rahmenbedingungen skizziert eine Ssädtebauliche Studie des Dortmunder Büros Planlokal, die wir hier zur Diskussion stellen. Sie können die städtebauliche Studie auch im Planungsamt, Annenstraße 113, Erdgeschoss (vor Raum 005) einsehen. Oder vereinbaren Sie einen Informationstermin.

Kontakt: Planungsamt, Herrn Kater, Tel. (02302) 581-4144, Mail: jens.kater(at)stadt-witten.de.

Download der städtebaulichen Studie

 

Vorgehensweise

Die Verwaltung beabsichtigt folgende Schritte:

  • Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch auf der Grundlage der Städtebaulichen Studie (öffentliche Auslegung sowie Veröffentlichung und Erläuterung im Internet). Das Planungsamt wird Anregungen dokumentieren, um sie dem Ausschuss bei weiteren Entscheidungen darzulegen.
  • Beauftragung von drei Testentwürfen zur städtebaulichen Neuordnung.
  • Fortführung der Eigentümergespräche mit dem Ziel, eine verbindliche Eigentümerbeteiligung an der Grundstücksneuordnung und am Stadtortentwicklungsplan zu vereinbaren.
  • Erarbeitung der verkehrsplanerischen Grundlagen, in denen mögliche Verkehrsvarianten mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt werden.
  • Die Verwaltung wird dann die Varianten zu Bebauung/Neuordnung (Testentwürfe) und Verkehr im Rahmen eines Vorentwurfs zum Standortentwicklungsplan in die Beratung der Ausschüsse für Verkehr und Stadtentwicklung und Umweltschutz einbringen und weitere Verfahrensschritte vorschlagen.

Weitere Maßnahmen der Standortentwicklungsplanung

Die Standortentwicklungsplanung geht über das Gebiet zwischen Wannen, Fischertalweg und Sprockhöveler Straße hinaus (siehe Integriertes Handlungskonzept, S. 48). Es gehören dazu:

  • Neuordnung des Straßennetzes (Wannen, Fischertalweg, Sprockhöveler Straße südlich Fischertalweg, Knoten Billerbeck-/ Sprockhöveler Straße, Hans-Böckler Straße) nach einem noch abzustimmenden Verkehrskonzept.
  • Die Aufschließung und Vermarktung des städtischen Grundstücks Fischertalweg.
  • Die Sicherung der ehemaligen NS VIII-Trasse als öffentliche Grünfläche.
  • Die Bereitstellung öffentlicher Wege.
  • Die Umgestaltung der öffentlichen Grünfläche unter Einbeziehung des Wannenbachs zwischen Fischertalweg und Hans-Böckler Straße.