Hintergrund / Anlass  - Stadt Witten

Hintergrund / Anlass der Konzepterstellung

Die Stadt Witten weist bereits sehr gute Bedingungen für den Freizeitradverkehr auf. Eine der am besten bewerteten Radrouten Deutschlands, der RuhrtalRadweg, führt durch das Stadtgebiet. Auch der Bahntrassenradweg „Rheinischer Esel“ ist bei Radfahrern äußerst beliebt – auf einigen Abschnitten des Rheinischen Esels wurden Radverkehrsstärken von bis zu 2000 Radfahrern pro Tag ermittelt.

Im Alltagsradverkehr hat Witten jedoch noch deutlichen Aufholbedarf. Obwohl Witten grundsätzlich eine günstige Siedlungsstruktur aufweist, das Zentrum von allen Stadtteilen aus in maximal 25 Minuten zu erreichen ist und Witten etwa 50 km Radverkehrsanlagen für den Freizeit- und Alltags-Radverkehr besitzt, liegt der Radverkehrsanteil lediglich bei lediglich 5 %. Dies entspricht dem Durchschnitt im Ruhrgebiet, aber nicht einmal der Hälfte des Radverkehrsanteils in Deutschland. Hierfür können verschiedene Ursachen ausgemacht werden:

  • Das Radverkehrsnetz weist zahlreiche Netzlücken auf.
  • Einige Abschnitte des Netzes sind unsicher, die Radverkehrsführungen entsprechen nicht mehr dem technischen Regelwerk und sind in ständiger öffentlicher Kritik.
  • Teile des Stadtgebiets sind hügelig.
  • Das Fahrradklima ist ungünstig.
  • Wegen seiner Haushaltsnotlage kann Witten die Hauptverkehrsstraßen nur sehr langsam fahrradfreundlich umbauen.