Erfahrungsberichte  - Stadt Witten
Ausbildung bei der Stadt Witten

Unsere Auszubildenden berichten

Franka M. (Bachelor of Laws)

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Meine Ausbildungszeit begann am 02.09.2019 mit zwei Theorieblöcken an der Hochschule für Polizei und Verwaltung (HSPV) in Hagen. Der Unterricht selbst ist auf Grund der verschiedenen Fachgebiete sehr abwechslungsreich und anstelle von überfüllten Hörsälen studieren wir in einem Kursverband mit ca. 30 Anwärtern bzw. Aufsteigern. Die Zusammenstellung der Fächer aus den Bereichen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sorgt für einen vielseitigen Unterricht. Der Lernaufwand an der HSPV ist definitiv höher als auf einer weiterführenden Schule, was man nicht unterschätzen sollte. Man gewöhnt sich jedoch sehr schnell daran, da durch den Kursverband eher Klassenatmosphäre herrscht, als Hörsaal-Anonymität. Die zwei Theorieblöcke ziehen sich über insgesamt 9 Monate. Im Januar und Mai wurden  sowohl mündliche als auch schriftliche Prüfungen in verschiedensten Fächern abgehalten. Die Aufregung war groß, aber mit Hilfe der Vorbereitung durch die Dozenten, selbst gebildeten Lerngruppen und dem Selbststudium zuhause war alles gut machbar.

Im Juni begann dann die Zeit in meinem ersten Fachbereich. Ich war im Ordnungsamt eingesetzt, genauer gesagt im Sachgebiet Verkehrsangelegenheiten. Alle Kolleginnen und Kollegen waren sehr freundlich, hilfsbereit und waren offen für alle Fragen, die sich zu Beginn natürlich ergeben haben. Durch die herzliche Aufnahme wurde mir schnell die anfängliche Aufregung genommen.

Zu Beginn war ich mit den Verkehrsaufsehern im Stadtgebiet unterwegs und bin mit dem Radarwagen mitgefahren.  Es war sehr spannend und hilfreich, einmal diese Seite kennenzulernen, auch wenn dies später nicht zu meinen Aufgabenbereichen gehören wird.

Während meiner Zeit im Ordnungsamt habe ich viel von meinen Kolleginnen und Kollegen lernen können und viele verschiedene Einblicke erhalten. So durfte ich Parkausweise ausstellen, Anordnungen erstellen (z.B. für Halteverbotszonen, Verkehrsschilder u.ä.) oder Sondernutzungserlaubnisse erteilen. Zudem war ich bei einigen Außenterminen dabei, da man sich gerade bei verkehrlichen Anordnungen oftmals ein eigenes Bild vor Ort machen muss, um eine Entscheidung treffen zu können.

Während des Praxisabschnitts habe ich auch viel mit Gesetzestexten gearbeitet, vorwiegend mit der Straßenverkehrsordnung, um bestimmte Entscheidungen verstehen und später auch begründen zu können.

Am Ende meines ersten Fachbereichs musste ich eine Prüfung absolvieren, die aus einem Aktenvortrag bestand. Hierbei wurde mir von meiner Praxisanleiterin ein Sachverhalt mit Aufgaben gegeben, die ich lösen und anschließend präsentieren musste. Durch meine Kolleginnen und Kollegen wurde ich im Vorhinein jedoch sehr gut auf diesen Tag vorbereitet, sodass die Aufgabe gut machbar war.

Ich habe nun das erste Jahr hinter mir und im September beginnt mein dritter Theorieabschnitt in Hagen.  Ich finde es sehr hilfreich, dass sich Theorie- und Praxisblöcke abwechseln, da ich somit das Gelernte auch anwenden kann und sich durch die folgende Praxis schon viele „Aha“-Momente ergeben haben. Man sollte auf jeden Fall Interesse am Umgang mit Gesetzen mitbringen, da dies vor allem in der Theorie tagtäglich gefordert ist und auch die Prüfungen darauf ausgerichtet sind.

An Witten gefällt mir besonders die Größe der Verwaltung. Es ist nicht zu klein, aber auch nicht zu groß, sodass keine Anonymität herrscht und generell ein sehr herzlicher Umgang gepflegt wird. Ein weiterer Vorteil ist die flexible Arbeitszeitregelung. Innerhalb der Rahmenarbeitszeit kann die persönliche Arbeitszeit weitgehend selbst gestaltet werden, natürlich in Absprache mit den Vorgesetzten und unter Einhaltung der Wochenarbeitszeit.

Die Ausbildung bei der Stadt Witten zu beginnen war also eine gute Wahl. Die Stadt und auch die HSPV bietet eine abwechslungsreiche, fundierte, aber auch spannende Ausbildung.

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