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#besserbereit: Kreis kurbelt Eigeninitiative der Bürger an

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(pen) Kurbel, kurbel, kurbel: Licht! Mitarbeitende der Kreisverwaltung verteilen in diesen Tagen kleine Pakete aus Kurbeltaschenlampen und Flyern an Bürgerinnen und Bürger, die zu den Dienststellen kommen. So machen sie auf die Kampagne #besserbereit aufmerksam, an der sich neben dem Ennepe-Ruhr-Kreis auch alle anderen 52 Städte und Kreise des Regionalverbands Ruhr beteiligen. Das Ziel: Um gut vorbereitet zu sein, falls es zu einem längeren Stromausfall kommt, sollte sich jeder informieren und Vorsorge treffen.

Liane Seewald hat sich gerade ihre vierte Covid-Impfung abgeholt und sitzt im Nachbeobachtungsbereich des Impfzentrums in Ennepetal, als plötzlich Landrat Olaf Schade an ihren Tisch tritt und ihr eine kleine Lampe überreicht. "Es gibt keinen Grund in Panik zu verfallen – jetzt nicht und auch bei einem Stromausfall nicht. Aber wenn Sie im Fall der Fälle etwas Licht haben und Ihnen Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamente nicht so schnell ausgehen, dann können Sie noch viel beruhigter sein", sagt er.

Bei Seewald stößt der Landrat auf sehr offene Ohren. "Ich habe selbst schon Vorräte angelegt und auch mit den älteren Menschen in meiner Familie darüber gesprochen, damit alle gut vorbereitet sind", berichtet sie. Nur eine Taschenlampe, die ohne Batterien auskommt, habe sie bislang nicht besessen.

Durchweg interessiert und dankbar zeigen sich auch die anderen frisch Geimpften, denen der Landrat die Kampagne erläutert – ebenso wie die ersten Bürgerinnen und Bürger, die von Mitarbeitenden der Kreisverwaltung im Jobcenter EN, im Gesundheitsamt in der Nebenstelle in Witten oder in der Ausländerbehörde informiert und ausgestattet werden.

"Mit unseren rund 500 Paketen aus Taschenlampen und Flyern können wir zwar nur einen Bruchteil der Kreisbewohnerinnen und Kreisbewohner erreichen", sagt Schade. "Aber wir hoffen, dass die Menschen darüber sprechen und die Botschaften aus der Kampagne in unserem Kreis damit weitere Kreise ziehen."

Dazu tragen auch die Busse der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr und Banner an Kreisgebäuden bei. So laufen auf allen Monitoren der VER-Busse im Kreisgebiet seit Ende Oktober die Slogans "Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist #besserbereit" und "Wenn‘s eng wird, rücken wir enger zusammen". Banner mit gleichlautenden Botschaften werden in den nächsten Tagen an allen kreiseigenen Gebäuden aufgehängt. Verwiesen wird jeweils auf www.besserbereit.ruhr, die Internetseite der Kampagne.

Dort sind alle wichtigen Informationen nachzulesen - auf Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch und Arabisch. Erklärt wird die Gasversorgungslage in Deutschland, was bei einer Gasmangellage passieren würde und wie die Kommunen Energie sparen. Checklisten zeigen, wie man sich auf einen Stromausfall vorbereiten kann und was in den Lebensmittelvorrat, in die Hausapotheke und in eine Dokumentenmappe gehört.

Auch auf der Internetseite des Kreises (www.en-kreis.de) stehen die Informationen, die mit den Taschenlampen verteilt werden, zum Herunterladen bereit. Ebenfalls zu finden sind dort ein Flyer, in dem Landrat Olaf Schade die ruhrgebietsweite Aktion #besservorbereitet erläutert, mehrsprachige einfache Energiespartipps – ein Kooperationsprojekt von AVU und Kommunalen Integrationszentrum des Kreises – sowie Hinweise von EN Wohnen, wie sich Heiz- und Energiekosten senken lassen.

Stichwort Lebensmittelvorrat

Was gehört in einen Lebensmittelvorrat? Das Bundesministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt grundsätzlich, Essen und Trinken für zehn Tage im Vorrat zu haben. Pro Tag sollten jeder Person zwei Liter Flüssigkeit zur Verfügung stehen, insgesamt also 20 Liter. Der Energiebedarf eines Erwachsenen ist in der Regel mit 2.200 Kalorien pro Tag gedeckt. Mit welchen Mengen an welchen Lebensmitteln man auf diese Kalorienanzahl kommt, zeigt der Vorratskalkulator, der auf www.besserbereit.ruhr verlinkt ist.

Stichwort Vor-Ort-Aktivitäten #besserbereit

Um #besserbereit im Ennepe-Ruhr-Kreis mit Vor-Ort-Aktionen öffentlicher zu machen, hatte der Kreistag der Kreisverwaltung im September rund 5.000 Euro zur Verfügung gestellt. Für die Kosten der Gesamtkampagne überweist der Kreis dem Regionalverband einen Anteil von rund 38.600 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises vom 3. November 2022

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