Die Ziele: Warum sanieren?  - Stadt Witten

Die Ziele: Warum sanieren?

Alles begann 2011 mit einer heute einfach erscheinenden Frage

2011 fragte Wittens Finanzdezernent Matthias Kleinschmidt: Kann es für eine Kommune im Nothaushaltsrecht wirtschaftlicher sein, ein Rathaus komplett zu sanieren als immer nur das Nötigste für die Sicherheit und den Funktionserhalt zu tun? Der Rat beauftragte ein Prüfung, und komplexe Bewertungs- und Berechnungsmodelle externer Gutachter zeigten dann tatsächlich, dass eine Unterhaltungsstrategie für das Rathaus nach dem Motto „nur das Nötigste“ werteverzehrend wirkt und unwirtschaftlich ist.
Inhaltlich geht es bei der Rathaussanierung um Frage, wie eine moderne Verwaltung aussehen soll und mit welchen Mitteln und Räumen sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ihren Service für die Menschen in der Stadt erbringt. Hier ist viel Beweglichkeit gefragt, damit nicht übermorgen schon verworfen werden muss was heute schlüssig erscheint.

Deutlich wird dies im Ratsbeschluss vom 25.11.2013, Vorlage 0844 / V15, Punkt 1 c):

  • Der Rat beschließt in Anerkennung der tief greifenden Veränderungs- und Entwicklungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung auf der Grundlage der Raumplanung des Büros Assmann Beraten + Planen, eine weitergehende Raumplanung mit dem Ziel, insbesondere die Verbesserung der Bürgerfreundlichkeit durch die Entwicklung eines barrierefreien Bürgerzentrums im Erdgeschoss – sowie bei Bedarf des darüber liegenden Zwischengeschosses – des Südflügels des Rathauses zu verbessern.
  • Vor dem Hintergrund der Veränderungs- und Entwicklungsprozesse der Verwaltung und der nur eingeschränkten Möglichkeit, bereits heute den langfristigen Raumbedarf der einzelnen Dienststellen der Verwaltung qualitativ und quantitativ zu bestimmen, beschließt der Rat unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Bestimmungen und bautechnischen Möglichkeiten eine weitgehende Entkernung des Rathauses und die maximale Flexibilisierung der raumbildenden Strukturen durch eine zeitgemäße, Stadtverwaltung Witten akustisch wirksame Möblierung und mobile bzw. leicht veränderbare räumliche Abtrennungen.
  • Bei der Ausgestaltung des Raumbedarfs stehen die Bürgerfreundlichkeit, die Wirtschaftlichkeit, die baurechtliche Zulässigkeit und technische Machbarkeit sowie die Bedürfnisse der Ämter mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vordergrund.
    Die gesamte Vorlage mit weiteren Punkten findet man hier.