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Flaggen wehen am Kornmarkt: Dienstag ist Equal Pay Day

Equal Pay Day: Fahnen am Kornmarkt. Foto: Jörg Fruck

Die Corona-Epidemie verdrängt in diesen Tagen alle anderen Themen. Deshalb wird in diesem Jahr in Witten keine öffentliche Aktion zum Equal Pay Day in der Fußgängerzone stattfinden. Doch es wird noch ein Leben nach Corona geben: Deshalb lässt es sich die städtische Gleichstellungsstelle nicht nehmen, wenigstens daran zu erinnern, dass am Dienstag (17.3.) wieder Equal Pay Day ist!

Motto: Auf Augenhöhe verhandeln – WIR SIND BEREIT

Denn der Equal Pay Day ist der Tag, der symbolisch den Gehalts- oder Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen markiert. In Deutschland beträgt dieser seit 2016 fast konstant 21 Prozent. „Auf Augenhöhe verhandeln – WIR SIND BEREIT“ lautet in diesem Jahr das Motto. Es soll mit dem verbreiteten Vorurteil aufräumen, dass Frauen die Lohnlücke selbst zu verantworten haben: „Studien belegen, dass Frauen sogar öfter als Männer Gespräche wegen einer Gehaltserhöhung oder Beförderung initiieren –“, sagt die städtische Gleichstellungbeauftragte Cornelia Prill. Doch Frauen, die fordernd auftreten, würden oft als zickig wahrgenommen, Männer dagegen als durchsetzungsstark.

Faire Kriterien für Beförderung und Gehaltserhöhung

Offenbar liegt es an unbewussten Vorurteilen und tradierten Rollenbildern, dass Frauen weniger erfolgreich in Verhandlungen sind und weniger Gehalt angeboten bekommen. „Deshalb brauchen wir transparente und faire Kriterien für Beförderung und Gehaltserhöhung in Unternehmen, um unbewussten Denkmustern vorzubeugen und Frauen und Personalverantwortlichen die Verhandlungen zu erleichtern“, erklärt Prill.

Prill: „Gesetze sind nötig“

Wie es funktionieren kann, zeigt das kleine Island: Dort gibt es seit 2018 ein Gesetz, das es verbietet, Frauen weniger zu bezahlen als Männer, wenn beide die gleiche Arbeit ausführen. Davon ist das große Deutschland, das in einem EU-Ranking in Sachen Lohnunterschied nur Platz 26 von 28 einnimmt, noch ganz weit entfernt: „Das ist beschämend und nicht hinnehmbar. Wir erwarten von der Politik, das endlich zu ändern“, sagt Cornelia Prill. Denn die Gleichheit sei im deutschen Grundgesetz Artikel 2, Abs. 3 verankert. „Es ist Aufgabe der Politik, diese umzusetzen. Dafür sind auch hier Gesetze nötig“, fordert Prill.

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