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Starkregen-Risikokarte

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Gemeinsam gegen Corona

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Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

Rathaussanierung

Auf ungewöhnlichem Weg zur Nachhaltigkeit

Infomaterial, zwei Stellwände und Blick zwischen den Stellwände hindurch auf sitzende Menschen

Fair Trade, energetische Gebäudesanierung, grüner Strom – Witten will „Global nachhaltige Kommune“ (GNK) werden. Nachhaltigkeit klingt gut und muss doch mit konkreten Zielen und Maßnahmen definiert werden, um nicht beliebig zu sein. Auf diesen Weg hat sich die Stadt Witten gemacht. Gemeinsam mit über 60 Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, moderiert von der Agentur LAG 21, fand Mitte Januar die zweite Sitzung der Steuerungsgruppe statt. „Wir wollen unsere Strategie zusammen mit den Menschen in dieser Stadt entwickeln“, sagt dazu Projektleiter Ralph Hiltrop von der Stadt Witten. „Eine nachhaltige Stadt muss sowohl von der Bevölkerung als auch von Politik und Verwaltung getragen werden.“

Die Stadt verfolgt mit diesem Projekt einen eher ungewöhnlichen Ansatz: Im Unterschied zu anderen teilnehmenden Kommunen wird die strategische Stadtentwicklung mit in das Konzept einbezogen. Das Ziel ist, so eine umfassende Grundlage für eine gemeinsame Nachhaltigkeits- und Stadtentwicklungsstrategie unserer Stadt zu legen.

Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, von den sehr abstrakten Zielen zu den Umsetzungen vor Ort zu kommen. In einem ersten Schritt, bei der Sitzung am 25.09.2019, wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den 10 Themenfelder einer Nachhaltigen Kommunalentwicklung die fünf aus, die aus ihrer Sicht für Witten am relevantesten sind. Zukünftig sollen nun die Bereiche „Nachhaltige Verwaltung“, „Nachhaltiger Konsum und gesundes Leben“, „Globale Verantwortung und eine Welt“, „Klimaschutz und Energie“ sowie „Nachhaltige Mobilität“ tiefer behandelt werden.

Die Schritte zur konkreten Umsetzung

In wechselnden Gruppen durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Steuerungsgruppe dann der Frage widmen, welche strategischen Ziele die Stadt in den einzelnen Themenbereichen überhaupt verfolgen soll. Im nächsten Schritt ging es dann aber auch schon darum, welche Maßnahmen dafür nötig wären – und welche Hürden auftreten könnten. Die Vielfalt der Beteiligten – aus Vereinen, Initiativen, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung mit sehr unterschiedlichem Alter – sorgte hier für zahlreiche, fruchtbare Diskussionen.

In den weiteren Sitzungen soll es dann zunehmend konkret werden. Im dritten Schritt sollen Leitlinien verabschiedet und operative Ziele erarbeitet werden. In der vierten Sitzung sollen wiederum diese Ziele verabschiedet und Maßnahmen erarbeitet werden. Zum Abschluss geht es um Evaluation und Fortschreibung. Außerdem soll die Nachhaltigkeitsstrategie festgezurrt werden. Über diese wird dann im Stadtrat abgestimmt, damit sie für Witten gültig werden kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind weiterhin eingeladen, Ideen und Themen in den Prozess einzubringen. Kontaktperson bei der Stadt Witten ist dafür Ralph Hiltrop unter ralph.hiltrop(at)stadt-witten.de und 02302 581 1025.

Das Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert und durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Dies unterstreicht die hohe Relevanz, die das Thema Nachhaltigkeit inzwischen besitzt.

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