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Emsiges Treiben im Innenhof des Rathaussüdflügels. Foto Jörg Fruck

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Bildungsquartier Annen: Die besten Entwürfe stehen fest

Foto des siegreichen Modells

Ein eigenes kleines Quartier für die Baedeker-Grundschule, in dem aber auch der Breitensport seinen Platz haben soll, der Raum für Vereine bietet und ein Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger ist: Die Anforderungen an das geplante Bildungsquartier Annen sind hoch. Umso beeindruckender, wie gut und vielfältig die Entwürfe bei dem Planungswettbewerb waren, den die Stadt Witten ausgeschrieben hatte. Gestern tagte eine hochkarätige, interdisziplinär besetzte Jury und machte sich auf die schwierige Suche nach den Preisträgern. „Wir freuen und, dass so viele unterschiedliche Entwürfe eingereicht wurden. Die Auswahl fiel deshalb nicht leicht, aber wir haben würdige Preisträger unseres Wettbewerbs gefunden“, so Wittens Stadtbaurat Stefan Rommelfanger.

Der Gewinner, der Entwurf von Kuckert Architekten aus Münster, gemeinsam erstellt mit WKM Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf, überzeugte die Jury sowohl architektonisch als auch bezüglich der Funktionalität. Doch auch drei weitere Teilnehmer können sich noch Chancen ausrechnen, am Ende den Zuschlag zu bekommen: Schaltraum Architekten aus Hamburg, Kroos und Schlemper Architekten aus Dortmund und EvaReber Architektur und Städtebau aus Dortmund. Sie alle erhalten nun die Chance, ihre Konzepte nachzubessern. Sie sollen außerdem weitere Informationen liefern, die zur Basis von Vertragsverhandlungen werden können. Wer am Ende seinen Entwurf umsetzen darf, hängt an Kriterien wie der Realisierbarkeit, aber ganz stark auch an der Platzierung im Wettbewerb.

Neun Teams reichten ihre Entwürfe ein

Von ursprünglich 44 Interessierten hatte die Stadt Witten 15 Teams ausgewählt, die ihre Entwürfe einreichen durften. Das taten am Ende neun Teams – eine überdurchschnittlich hohe Quote. Die Entwürfe gingen komplett anonymisiert ein, die Jury wusste bis zum Schluss nicht, welcher Entwurf von welchem Anbieter stammte.

Den Wettbewerb hat das Büro PostWelters aus Dortmund professionell betreut. Das Büro übernahm die Aufgabe zu prüfen, ob alle eingegangenen Entwürfe den formalen Kriterien entsprachen – sie taten es. Dann bereiteten sie die Entwürfe vor und organisierten die Jurysitzung.

Schritt für Schritt zu einer Entscheidung

Die Sitzung verlief in drei Stufen, in denen nach und nach die schwächsten Vorschläge aus dem Rennen genommen wurden. Die Kriterien für die Entscheidung waren:

• das Zusammenspiel der Planung mit der bestehenden Bebauung und dem Freiraum,
• die optische und funktionale Qualität der Gebäude und des Freiraumes,
• die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb sowie
• die Nachhaltigkeit und energetische Qualität.

In der letzten Runde wurden dann die Platzierungen vergeben. Der Weg dahin führte über angeregte, fruchtbare Diskussionen. Diese wurden befeuert durch die interdisziplinäre Besetzung der Jury. Neben Architekten saßen darin auch der Schulleiter der Baedeker-Schule, Sozialpolitiker und der Sozialdezernent der Stadt Witten. Darüber hinaus waren auch nicht-stimmberechtigte Akteure aus der Stadtgesellschaft anwesend, die unter anderem die Perspektiven der Vereine und der Eltern einbrachten. Vorsitzende der Jury war Prof. Christa Reicher, eine Architektin und Stadtplanerin aus Aachen, die die Sitzung kompetent und professionell moderierte.

Diese Teams haben Entwürfe eingereicht:

• BOLLES + WILSON, Münster mit Kemming Landschaftsarchitektur, Münster
• EVAREBER Architektur + Städtebau, Dortmund mit Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln
• Gerber Architekten GmbH, Dortmund mit Landschaftsarchitektur im Haus
• Halfmann Architekten, Köln mit arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg
• Kroos + Schlemper Architekten, Dortmund mit Landschaft planen + bauen NRW GmbH, Dortmund
• KUCKERT ARCHITEKTEN BDA Partnerschaftsgesellschaft mbB, Münster mit WKM Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf
• PASD Feldmeier + Wrede BDA Stadtplaner SRL, Hagen mit A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
• UTE PIROETH ARCHITEKTUR BDA, Köln mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
• Schaltraum Architekten, Hamburg mit Bendfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten GmbH, Schwerin

In der Jury saßen als stimmberechtigte Mitglieder:

1. Fachpreisrichter

• Prof. Ulrike Beuter, Landschaftsarchitektin, Oberhausen
• Franz-Jörg Feja, Architekt und Stadtplaner, Recklinghausen
• Barbara Pampe, Architektin, Leiterin Projektbereich Pädagogische Architektur bei der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn
• Prof. Christa Reicher, Architektin und Stadtplanerin, Aachen
• Stefan Rommelfanger, Stadtbaurat, Stadt Witten
• Thomas Sebralla, Architekt, Witten
• Raphaella Burhenne de Cayres, Architektin

2. Sachpreisrichter

• Lieselotte Dannert, Vorsitzende des Ausschuss für Soziales, Wohnen, Integration und Demografie
• Dr. Uwe Rath, Vorsitzender ASU
• Thomas Richter, Vorsitzender des Jugendhilfe- und Schulausschusses
• Frank Schweppe, Erster Beigeordneter, Sozialdezernent, Stadt Witten
• Andreas Straetling, Schulleitung Baedeker Grundschule Witten
• Klaus Böde, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, Stadt Witten

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