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Blindenführhunde dürfen grundsätzlich in Einrichtungen des Gesundheitswesens mitgenommen werden

Sehbehinderte müssen häufig erleben, dass Ihnen die Mitnahme ihrer Blindenführhunde in Einrichtungen des Gesundheitswesens nicht gestattet wird. „Zu Unrecht“, sagt die städtische Behindertenkoordinatorin Ines Großer und verweist auf einen aktuellen Flyer, den das KSL-MSi-NRW (Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für Menschen mit Sinnesbehinderung)  in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe für Führhundhalter der Blinden- und Sehbehindertenvereine in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt hat.

Gesetzlich geregelt

Das Faltblatt enthält Informationen für Betroffene, Ärzte und  medizinisches Personal und soll Missverständnissen vorbeugen. Denn dass Blindenführhunden der Zutritt grundsätzlich gewährt werden muss – insbesondere in Arztpraxen – ist gesetzlich geregelt: „Blindenführhunde sind nach § 33 SGB V gesetzlich anerkannte medizinische Hilfsmittel“ wie z. B. auch Rollstühle oder Hörgeräte. Da blinde Menschen auf diese Hilfsmittel angewiesen sind, darf Ihnen  die Mitnahme in alle Einrichtungen des Gesundheitswesens nicht verweigert werden. Laut KSL-MSi-NRW spielen auch hygienischen Bedenken nicht dagegen. Lediglich auf Intensiv- oder Isolierstationen haben die Hunde nichts zu suchen.

Außerdem sind einige Regeln zu beachten:

  • Mit Rücksicht auf Allergiker und ängstliche Menschen sollen sehbehinderte Patienten bei der Terminvereinbarung mitteilen, dass sie ihren Blindenführhund mitbringen werden.
  • Sollte der Hund durch Regen nass geworden sein, muss er vor dem Betreten des Gebäudes abgetrocknet werden.
  • Da der Führhund „arbeitet“, darf ihn das medizinische Personal nicht streicheln oder mit ihm spielen.
  • Nach einer Berührung des Hundes sind die Hände zu waschen und zu desinfizieren.
    Weitere Informationen erhält man im Internet auf der Seite des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. oder durch einen Anruf beim KSL-MSi-NRW: 0201 /43755770
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