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Handlungskonzept Wohnen 2030: Witten braucht 1.600 neue Wohneinheiten

Das Handlungskonzept Wohnen 2030 stellten Anja Reinken, Sebastian Paulsberg, Stefan Rommelfanger und Sonja Leidemann gemeinsam vor. (Foto: Jörg Fruck, Stadt Witten)

Wofür braucht Witten eigentlich ein „Handlungskonzept Wohnen 2030“? Mit der Antwort auf diese Frage eröffnete Bürgermeisterin Sonja Leidemann am Freitag, 4. Mai, den Medientermin zur Präsentation des ‚HKW 2030‘: „Das Handlungskonzept ist enorm wichtig als Steuerungsinstrument für die Entwicklung unserer Stadt!“

Fortgeschrieben wird mit dem ‚HKW 2030‘ ein wichtiger Aspekt aus ‚Unser Witten 2020‘. Leidemann: „Der Masterplan Wohnen aus dem Jahr 2008 fußt auf alten Daten. Die neue Datenerhebung für das HKW ist jetzt als gute Synergie im Zuge der Mietspiegelerstellung erfolgt.“ Leidemann weiß auch: „Nur wenn das HWK vom Rat beschlossen wird, gibt es überhaupt Fördermittel fürs Wohnen.“

Politisch beraten wird das Konzept am 7. Mai im Haupt- und Finanzausschuss, am 9. Mai im ASU (Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz) und schließlich am 14. Mai im Rat. Den Auftrag, dieses Handlungskonzept zu erstellen, hatte der Rat am 28.11.2016 erteilt.

Mehrbedarf auch bei gleichbleibender Bevölkerungszahl

„HKW“  klingt erstmal abstrakt, betrifft aber mittelbar alle Menschen in der Stadt. Denn: Wohnen muss bzw. will jede/r! Das „HKW“ bildet dabei die fachliche Grundlage für eine aktive Steuerung der lokalen Wohnungspolitik und Wohnraumversorgung.

Witten soll als Stadt für „attraktives, urbanes, grünes und gesundes Wohnen mit kurzen Wegen im Herzen des Ruhrgebiets“ stehen, greift Leidemann das Leitbild aus ‚Unser Witten 2020‘ auf. Oberstes Ziel ist dabei nicht Wachstum: „Wir müssen diese Wohnangebote schaffen, damit die Leute gerne in Witten bleiben“, betont Anja Reinken, Leiterin des Amtes für Bodenmanagement und Wirtschaftsförderung.

Welchen Wohnbedarf gibt es in Witten in den kommenden Jahren?

„Entscheidend ist nicht nur der Blick auf die Entwicklung der Bevölkerungszahl, sondern vor allem ein Blick auf die Entwicklung der Haushalte“, weiß Planungsamtsleiter Sebastian Paulsberg. Das heißt: Selbst wenn sich die Anzahl der Wittener/innen bei 98.000 stabilisiert, sorgt der demografische und gesellschaftliche Wandel dafür, dass mehr Wohneinheiten gebraucht werden. Durchaus logisch, denn: Im Jahr 2017 lebte in 45 Prozent der Wittener Haushalte nur noch eine Person. Zunehmend ist dabei der Bedarf an barrierefreiem Wohnen. Und auch das ist ein Trend: Die Menschen kommen wieder zurück in die (Innen-)Stadt. Eine Kornmarkt-Bebauung ist da nur ein Teil des großen Puzzles. Anja Reinken erläutert: „Mit 54 Prozent ist der größte Teil des Wittener Wohnens in privatem Besitz. Man hat also für Veränderungen und Modernisierungen sehr viele bzw. mitunter keine greifbaren Ansprechpartner“, schildert die Amtsleiterin die Gemengelage.

„Damit der steigende und veränderte Bedarf bedient werden kann, braucht es ein enges Zusammenspiel der Akteure“, betont Stadtbaurat Stefan Rommelfanger. „Wir als Stadt werden nicht diejenigen sein, die neue Wohnungen bauen oder sie modernisieren – wir können aber die Planungssicherheit dafür schaffen.“

HKW steht online / Dank an alle, die am Konzept mitgewirkt haben

Der Dank von Bürgermeisterin und Stadtbaurat gilt allen Akteuren, die intensiv am Handlungskonzept mitgewirkt haben: den Ämtern der Verwaltung, der Politik, dem beauftragten Büro InWIS und natürlich allen Wohnungsmarktakteuren!

Wer sich das Handlungskonzept in Gänze anschauen möchte, findet es natürlich online: hier, unter Tagesordnungspunkt 3.

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