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Landrat setzt auf VER und begrüßt neuen Geschäftsführer

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Landrat Olaf Schade und VER Aufsichtsrat Daniel Pilz nutzten die Betriebsversammlung, um Peter Bökenkötter offiziell zu begrüßen./Foto: VER

"Zwei Betriebsversammlungen - zwei völlig verschiedene Stimmungslagen. 2017 war ich hier, als völlig unklar war, wie und ob es mit der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr und damit mit Ihren Arbeitsplätzen weitergehen wird. Aktuell dürfen wir uns und Sie sich freuen: Das Ziel, dass das Unternehmen bis Sommer 2029 die Säule im öffentlichen Personennahverkehr des Ennepe-Ruhr-Kreises bleibt, ist sehr realistisch." Landrat Olaf Schade nutzte sein Grußwort an die Adresse der VER Beschäftigten, um die in seinen Augen wichtige Rolle der Verkehrsgesellschaft und ihrer Mitarbeiter für die Mobilität der Bürger im Kreis zu unterstreichen.

Bereits wenige Tage vor der Versammlung auf dem Betriebsgelände am Wuppermannshof hatte eine Nachricht für Erleichterung unter den 340 Mitarbeiterin gesorgt: Innerhalb der vorgegebenen First hatte kein Konkurrent ein Angebot abgegeben, um für den Zeitraum von Juli 2019 bis Juni 2029 die Leistungen zu übernehmen, die aktuell die VER erbringt.

Damit ist klar: Der Kreistag kann diesen Auftrag in diesem Jahr wie geplant direkt an das Unternehmen vergeben. "Die Menschen im Kreis können weiter mit Bussen ´ihres´, unseres Unternehmens fahren. Die Fahrzeuge werden von Mitarbeitern gelenkt, die für ihre Arbeit faire Löhne erhalten", so der Landrat.

Schade nutzte seine Teilnahme an der Versammlung auch, um den neuen VER Geschäftsführer Peter Bökenkötter offiziell zu begrüßen. Der 53-jährige wechselte Anfang des Jahres von der Märkischen Verkehrsgesellschaft nach Ennepetal. Die Neubesetzung der Führungsposition war nötig, weil Vorgänger Jörg Filter wie geplant nach einem Jahr zur Bogestra nach Bochum zurückgekehrt ist.

"Ein Jahr, in dem viel bewegt wurde. Ein Jahr, dessen Ergebnisse und Erfolge Respekt verdienen", so Schade. Zur Erinnerung: Die Ergebnisse der Geschäftsjahre 2014 bis 2016 hätten fast die geplante Direktvergabe an die VER unmöglich gemacht. Die dann nötige öffentliche Ausschreibung hätte sehr wahrscheinlich das Aus für die VER, das Ende für 340 Beschäftigungen bedeutet.

"Dieses Szenario konnte abgewendet werden, weil es Jörg Filter mit Unterstützung und im Schulterschluss mit allen Mitarbeitern gelungen ist, den Zuschussbedarf für 2016 noch um 1,6 Millionen Euro auf 12,7 Millionen zu reduzieren", erinnert der Landrat. Noch mehr wurde für 2017 erreicht. Aus ursprünglich geplanten 14,8 Millionen werden voraussichtlich weniger als 13 Millionen Euro werden.

Das wichtigste Element auf diesem Weg: Die Beschäftigten stimmten einer neuen Ruhegeldordnung zu. Hierdurch müssen weniger Rückstellungen gebildet werden. Weitere Kosten konnten durch den Ausbau der Kooperation mit der Bogestra gesenkt werden.

Bökenkötter möchte, muss hier anknüpfen. "Die Aufträge von Kreisverwaltung und Kreispolitik sind eindeutig. Meine Ziele lauten folglich: Den Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis einen möglichst attraktiven Nahverkehr anzubieten und gleichzeitig den Zuschussbedarf auf ein vorgegebenes Maximum zu reduzieren." Um das zu erreichen, setzt er unter anderem auf Veränderungen im Bereich Schülertransport.

Stichwort Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr

Gesellschafter der VER sind der Ennepe-Ruhr-Kreis (94 Prozent) und die Stadt Ennepetal, (6 Prozent). Mit seinen Bussen bedient das Unternehmen 50 Linien mit einer Länge von 819 Kilometern. An mehr als 1.050 Haltestellten steigen Jahr für Jahr mehr als 19 Millionen Menschen ein. Alle Fahrzeuge zusammen legen jährlich rund 5,53 Millionen Kilometer zurück. Kontrolliert wird die Geschäftsführung von einem Aufsichtsrat. Vorsitzender ist Daniel Pilz.

 

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