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Lebens-Orte: Friedhofsausstellung des Fotografen Eberhard Franken im Foyer der Bibliothek

Titelbild: Grabstätte des Gynäkologen und Geburtshelfers Dr. Leonid Persianinow

Friedhöfe dokumentieren überall auf der Welt, wie mit Verstorbenen umgegangen wird, wie man sie würdigt, ehrt und mit Grabmalen oder Grabsteinen für die Nachwelt darstellt. Der Bochumer Fotograf Eberhard Franken hat sich näher damit befasst. Fotos von Grabmalen auf 15 Friedhöfen auf drei Kontinenten in 14 Städten sind in seiner Ausstellung „Lebens-Orte“ zu sehen, die am kommenden Dienstag (30.10.) um 11 Uhr im Foyer der Bibliothek Witten und des Märkischen Museums (Husemannstraße 12) eröffnet wird. Interessierte Wittenerinnen und Wittener sind dazu herzlich eingeladen.

Nahtstelle

Die weltweite Bestattungskultur kennt riesige Unterschiede, wobei in manchen Regionen die Toten zu bestimmten Anlässen sogar wieder ausgegraben werden, um mit ihnen zu feiern. „Tot ist tot - aber alle, die von uns gegangen sind, leben natürlich in unseren Herzen weiter“, weiß Eberhard Franken. Deshalb sind Friedhöfe für ihn „Lebens-Orte“: Sie sind Verbindung und Nahtstelle zwischen denen, die sind und jenen, die einmal waren. Als Orte der spirituellen Begegnung und der virtuellen Zwiesprache sind sie für ihn sogar besonders lebendig.

Als Titelbild seiner Ausstellung hat Franken ganz bewusst das Bild des Gynäkologen und Geburtshelfers Dr. Leonid Persianinow (Prominentenfriedhof Moskau) gewählt. „Kaum ein Grabmal stellt die Verbindung zwischen Leben und Tod, zwischen Anfang und Ende plakativer und lebendiger dar“, erklärt der Künstler. „Die zahllosen Besucher an seinem Grab halten die Erinnerung wach – und machen den Arzt dadurch an diesem Lebens-Ort gewissermaßen unsterblich.“

Eberhard Franken (Jahrgang 1949) ist freier Journalist, Fotograf und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit an den Augusta Kliniken Bochum Hattingen. Seine Ausstellung in Witten ist bis zum 25. November kostenlos zu besichtigen. Sie wird freundlich unterstützt vom Palliativnetz Bochum e.V.

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