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Letzte Möglichkeit für einen Besuch der Ausstellungen in der Erlöserkirche

Besucher der Ausstellung „Die Gegenwart von Auschwitz“. Foto: Jörg Fruck

Das Stadtarchiv Witten macht darauf aufmerksam, dass die am Holocaust-Gedenktag 2019 eröffneten Ausstellungen in der Erlöserkirche (Westfeldstraße 81) „Die Gegenwart von Auschwitz“, herausgegeben 1993 vom Fritz-Bauer-Institut, und die Wanderausstellung zum Projekt „Stolpersteine in Witten“ nur noch kurze Zeit zu sehen sind.

„Beide Ausstellungen werden am 28. Februar abgebaut“, sagt Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin des Stadtarchivs.  Termine für Gruppenbesuche sind bereits ausgebucht, doch eine öffentliche Besuchsmöglichkeit für Interessierte bietet das Stadtarchiv noch einmal am Dienstag (26.2.) von 16 bis 18 Uhr an. Der Eintritt ist frei. Bei den Ausstellungen handelt sich um eine Kooperation des Stadtarchivs mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten und dem Arbeitskreis „Stolpersteine in Witten“.

Dr. Martina Kliner-Fruck und Pfarrer Claus Humbert von der Evangelischen Kirchengemeinde Witten-Annen blicken auf eine positive Ausstellungsbilanz zurück. „Konfirmanden und Konfirmandinnen, Gemeindemitglieder und Annener nutzten das kulturelle Angebot in der Kirche“, so Kliner-Fruck.

Geschichte im Dialog

in seiner Reihe „Geschichte im Dialog“ wagte das Stadtarchiv zudem ein besonderes Experiment mit einem Leistungskurs Geschichte der Holzkamp-Gesamtschule und zwei geladenen Gesprächspartnern zum Thema „Wie wirkt die NS-Vergangenheit in die Gegenwart?“ Gerhard Leyen, Jahrgang 1930, berichtete über seine Kindheit im Nationalsozialismus in Annen und seine Motivation, die Gedenkstätte Auschwitz seit 1988 regelmäßig (bisher achtzehn Mal) zu besuchen. Jan van Bremen, Sohn einer russischen Zwangsarbeiterin und eines niederländischen Zwangsarbeiters, war für das Gespräch aus Holland angereist. Seine Eltern hatten sich im damaligen NS-Zwangsarbeitslager Hamburgstraße in Witten-Annen kennengelernt. Die Zeit der Ausbeutung und zwangsweisen Beschäftigung seiner Eltern im Nazi-Deutschland präge seine Familiengeschichte bis heute, erklärte Jan van Bremen den Jugendlichen. Gleichzeitig warb er für eine transnationale Friedensarbeit und warnte vor rechtsextremen Tendenzen in Europa.

Das Stadtarchiv Witten und die Holzkamp-Gesamtschule planen eine Fortsetzung dieses Dialogs, wozu sich schon weiterer Besuch aus den Niederlanden angekündigt hat.

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