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Stadtarchiv bedankt sich für Kriegstagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Helmut und Angelika Robertz (v. r.) bei der Schenkungsübergabe an das Stadtarchiv, vertreten durch Dr. Martina Kliner-Fruck (links im Bild), Foto: Tobias Lücke

1. Weltkrieg

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs besuchten die Eheleute Robertz das Stadtarchiv Witten, um ein besonderes Geschenk zu überreichen: ein Kriegstagebuch aus dem Ersten Weltkrieg.

„Das Selbstzeugnis des Witteners aus dem Ersten Weltkrieg gelangte 76 Jahre nach seinem Tod über seine Enkeltochter als Schenkung in das zentrale Gedächtnis unserer Stadt“, erklärt Dr. Martina Kliner-Fruck vom Stadtarchiv im Kulturforum und bedankt sich herzlich für das 80seitige Zeitdokument, das handschriftlich auf kleinkariertem Papier von August Cohaupt verfasst wurde. Es beschreibt seine persönlichen Kriegserlebnisse insbesondere auf französischem Kampfgebiet zwischen 1914 und 1916. „Sobald das Zeitzeugnis restauratorisch bearbeitet wurde, wird es zukünftigen Forschungen zur Verfügung stehen“, so Dr. Kliner-Fruck.

August Cohaupt kam 1892 in Witten zur Welt und war ausgebildeter Schreiner. Mit 22 Jahren wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Er nahm unter anderem an den „Schlachten“ bei Ypern und Verdun teil. Im Dezember 1916 geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Zu diesem Zeitpunkt endet auch sein Tagebuch. Im März 1920 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück, heiratete hier 1925 und wurde drei Jahre später Vater einer Tochter. Lebensmittelpunkt der Familie Cohaupt war in Witten stets die Marienstraße.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam August Cohaupt bei Trümmerräumarbeiten infolge eines Luftangriffs auf Solingen am 5. November 1944 ums Leben.

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