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Unterlagen des Standesamtes wandern ins Stadtarchiv

Um die Dokumente für die Nachwelt zu erhalten, muss das Papier entsäuert werden. Archivbild: LISE-Projekt

Das Wittener Standesamt hat dem Stadtarchiv auch in diesem Jahr wieder einige seiner Unterlagen zur dauerhaften Archivierung anvertraut: „Schutz- und Abgabefristen an Archive sind für diese Dokumente gesetzlich in der Personenstandsverordnung NRW geregelt“, erklärt die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Martina Kliner-Fruck.

 Aktuell wechselten Geburtsregister aus dem Jahr 1908, Heiratsregister 1938 und Sterberegister 1988 in die Obhut des Stadtarchivs. Nun muss sich das Archiv um den Erhalt und die Nutzbarmachung der rund 4.650 neu in den Bestand übernommenen Urkunden und die dazu gehörenden Sammelakten kümmern.

Herausforderung

Der jährliche „Nachwuchs“ an Personenstandsunterlagen im Stadtarchiv sei seit 2009 jedes Jahr eine Herausforderung für die archivische Betreuung:  „Da die Unterlagen jahrzehntelang durch fleißige Hände in den Standesämtern gingen, in Registraturen und beheizten Büros lagerten, verschicken wir die Dokumente zunächst in eine Maßnahme zum Substanzerhalt“, so Dr. Kliner-Fruck. Nach archivfachlicher Verzeichnung durch Ana Muro, Diplom-Archivarin im Stadtarchiv, werden dann auch diese Neuzugänge als wichtige Nachweise für Gerichte, Verwaltungen, Erbenermittlungen, für die wissenschaftliche, private und schulische Forschungen bereitgestellt.

Personenstandsunterlagen haben einen hohen Quellengehalt - auch für Erinnerungsprojekte wie Stolpersteine und Forschungsprojekte von Gedenkstätten. Auskünfte aus diesen Quellen erteilen die Archive weltweit, in Einzelfällen auch für die Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit. Bis zum Abschluss der Arbeiten an den diesjährigen Neuzugängen bittet das Team des Stadtarchivs um Geduld.

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