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„Wildnis für Kinder“ gesucht: Kitas er-grün-den mit Quartiersmanagement und NaWit ihr Umfeld

Heven-Ost / Crengeldanz

Weil naturnahe Flächen zum Erkunden und Toben für Kitas  und deren Kids total interessant sind,  hat sich am Montag (16. April) bei frühlingshaften Temperaturen eine kleine naturkundliche Gruppe auf die Suche nach etwas „Wildnis für Kinder“ gemacht: Manuela Dargel (Kita Crengeldanz) und Johanna Holzmacher (Kita Neddenbur) begaben sich gemeinsam mit Rolf Kappel (Quartiersmanagement Heven-Ost /Crengeldanz) und mit Birgit Ehses (Wittener Naturschutzgruppe NaWit / Biologische Station) auf Entdecker-Pfade.

Um das Ergebnis direkt vorweg zu nehmen: Nach dem Rundgang gab’s ein neues schönes „to-do“ auf der Liste des Quartiersmanagements! „Natürlich kann man mit Kindern nicht einfach auf irgendwelchen Flächen herumtollen – aber Gespräche mit den Eigentümern zu führen ist ein super Beispiel für das, was ein Quartiersmanagement gerne übernimmt“, erläutert Rolf Kappel, der den Rundgang organisiert hatte.

Heven-Ost / Crengeldanz:  Wer genau hinsieht,  findet Natur pur

Erste Station waren die „Crengeldanzer Wiesen“, eine Ersatzfläche der dortigen Glaswerke. Eine große Weidenfläche und eine im Sommer blühende kanadische Goldruten -Kolonie weckten die Phantasie der Betrachter: Eine ‚Wildnis für Kinder‘ könnte hier entstehen, mit Platz zum Rennen und Verstecken –  um die  Natur hautnah zu erleben. Allerdings müssten viele  stachelige Mitbewohner zurückgeschnitten werden. Gemeinsam begeisterten sich die Erzieherinnen, was den Kindern damit möglich wäre: Mal eine Spinne  auf die Hand zu nehmen, Tee kochen aus  Kräutern, Vogelstimmen erkennen und die dazugehörenden Vögel finden…  Echte „Erfahrungsschätze“ für Kinder, wie Birgit Ehses weiß. Aber werden die heimischen Pflanzen nicht von den spielenden Kindern zu sehr be- und verdrängt? Nein, konnte die Leiterin der Biologischen Station versichern, das Grün sei robust und gut verwurzelt.

Weiter ging es dann zur Kita am Neddenburweg, die zwischen Sprockhöveler Straße und Gewerbegebiet liegt. An der Kita regte Ehses an, dass zwischen den angepflanzten Lavendel -Kulturen auch andere heimische Pflanzen gesetzt werden sollten, wie zum Beispiel die Wildrose, die vielen Insekten Nahrung bietet. Auch Insektenhotels seien eine gute Idee, weil sie von den Kindern gut zu beobachten sind.

Durch das Gewerbegebiet und entlang der Sprockhöveler Straße wurden dann weitere Flächen in Augenschein genommen, die eventuell in Frage kommen könnten, um den Kindern mehr naturnahe Flächen zu eröffnen.  „Ob wir eine ‚Wildnis für Kinder‘ finden und umsetzen können, wird sich zeigen“, sagt Kappel  nach der naturkundliche Tour. „Aber der Stadterneuerung in Heven-Ost/Crengeldanz eine solche Note zu geben, wäre nicht nur für die Kinder schön.“

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